Jeffrey Epsteins Komplizin unterstützte Bill Clintons Prestige-Konferenz

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Clinton war von 1993 bis 2001 US-Präsident. Anschließend gründete er 2005 die Clinton Global Initiative. Das jährliche Treffen von Politikerinnen und Wirtschaftsbossen sollte Clintons Version des Weltwirtschaftsforums in Davos werden, allerdings mit einem Schwerpunkt auf wohltätige Zwecke. Die Epstein-Akten zeigen nun laut »New York Times«, dass Epstein-Gehilfin Maxwell die Gründung der Initiative unterstützte.

Dem Bericht zufolge nahm Maxwell an Gesprächen über das Budget der ersten Konferenz teil und sprach darüber auch mit Clinton-Mitarbeitern. Außerdem habe Maxwell Kontakt zur Publicis Groupe gehabt, jenem Unternehmen, dass die erste CGI-Konferenz organisierte. Aus E-Mails in den Epstein-Akten gehe hervor, dass Maxwell eine Überweisung von einer Million Dollar an die Publicis Groupe veranlasst habe. Die Herkunft des Geldes sei unklar. Jeffrey Epstein habe den Mails zufolge aber von der Zahlung gewusst.

»Frag ihn, warum jetzt 1 Million und wohin sie gehen soll«, schrieb Epstein laut »New York Times« an Maxwell, wenige Tage zuvor soll sie von der Publicis Groupe Anweisungen zur Überweisung erhalten haben.

Maxwell veranlasste Überweisung wohl 2004

Maxwell hatte bereits in einem Verhör des Justizministeriums im vergangenen Jahr deutlich gemacht, dass sie bei der Gründung der Konferenz eine Schlüsselrolle gespielt hatte. Dem neuen Bericht zufolge war Maxwell 2004 in die CGI-Gründung involviert. Bill Clinton sagt, er habe den Kontakt zu Epstein 2006 abgebrochen.

Epstein bekannte sich 2008 der Anstiftung zur Prostitution in einem Fall einer Minderjährigen schuldig. Er wurde zu 18 Monaten Haft verurteilt. 2019 wurde Epstein erneut festgenommen. Der in höchsten Kreisen vernetzte US-Investor stand unter Verdacht, Tausende Minderjährige und junge Frauen missbraucht und teils an Prominente vermittelt zu haben. Er wurde 2019 erhängt in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden, nach offiziellen Angaben beging er Suizid.

Das US-Justizministerium veröffentlichte nun nach und nach Akten zum Fall Jeffrey Epstein. Dabei wurden Verbindungen zu zahlreichen Politikern deutlich, unter anderem US-Präsident Donald Trump und den Clintons. Bill und Hillary treten Ende Februar vor einen US-Kongressausschuss, um über ihre Epstein-Verbindung zu sprechen. Die Anhörung soll hinter verschlossenen Türen stattfinden. Der ehemalige Präsident und die frühere Außenministerin fordern, die Befragung für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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