Der Scan eines internationalen Presseausweises (IPC – International Press Card) sei nicht von der zu Ver.di gehörenden Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) ausgestellt worden, so der zuständige Bereichsleiter der Gewerkschaft. Die Dokumentennummer weiche von anderen im Jahr 2015 herausgegebenen Ausweisen ab, heißt es. »Wir gehen deshalb von einer Fälschung der IPC aus. Wir behalten uns wie in solchen Fällen üblich rechtliche Schritte vor.«
Vergangene Woche hatte die dju erklärt, man mache grundsätzlich keine Angaben dazu, wer Mitglied sei oder war und wer nicht. Unterlagen zu Anträgen würden aus Datenschutzgründen »nur zweckgebunden gespeichert und regelmäßig nach dem Jahr der Antragstellung vernichtet«.
Auf weitere Nachfrage des SPIEGEL hieß es nun: »Die Ausweisnummer ist im 2. Quartal 2011 verwandt worden. Wir können nicht mehr recherchieren, an wen eine Ausstellung stattgefunden hat, weil aufgrund der Löschpflichten Daten dazu nicht mehr vorliegen.«
Wie und durch wen die Epstein-Vertraute offenbar das Dokument erhielt, ist allerdings auch damit weiter ungeklärt.
Zu 20 Jahren Haft verurteilt
Maxwell ist eine zentrale Figur im Missbrauchsfall um den amerikanischen Finanzier Jeffrey Epstein. Sie rekrutierte junge Frauen, teils Minderjährige, für den Sexualstraftäter. Ein US-Gericht verurteilte sie unter anderem wegen Menschenhandels zur sexuellen Ausbeutung zu 20 Jahren Freiheitsstrafe. Bei einer Anhörung vor dem US-Kongress verweigerte sie am Montag die Aussage.
Einen Presseausweis erhalten Journalistinnen und Journalisten, um sich Zutritt zu Behörden und Ministerien zu verschaffen. Auch bei Veranstaltungen oder Notfällen werden Journalisten mit Presseausweis vor Ort vorgelassen.

vor 3 Stunden
1








English (US) ·