Das US-Militär verlegt Medienberichten zufolge weitere Kriegsschiffe und 2.500 Marineinfanteristen in den Nahen Osten. Sie sollen zu Bodeneinsätzen in der Lage sein.
14. März 2026, 2:16 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP, dpa, mp
Die USA verstärken inmitten des Kriegs gegen den Iran zahlreichen übereinstimmenden Berichten zufolge erneut ihre Militärpräsenz im Nahen Osten. Die Nachrichtenagentur AP berichtete unter Berufung auf Regierungskreise, dass rund 2.500 Marineinfanteristen sowie mindestens ein weiteres Kriegsschiff in die Region verlegt werden.
Das amphibische Angriffsschiff USS Tripoli, das zuvor in Japan stationiert war, ist demnach bereits auf dem Weg. Das berichtete zuerst das Wall Street Journal unter Berufung auf US-Beamte. Solche Schiffe werden für seebasierte Kriegsführung gegen Ziele an Land eingesetzt, etwa als Träger amphibischer Fahrzeuge.
Die New York Times berichtete ebenfalls, 2.500 Marineinfanteristen seien in die Region unterwegs. Demnach sollen drei zusätzliche Kriegsschiffe entsandt worden sein. Der Sender ABC berichtete über die Entsendung von drei Kriegsschiffen sowie 2.200 Marines.
US-Streitkräfte wollen militärische Optionen ausweiten
Bei den entsandten Soldaten handelt es sich den Berichten zufolge um Mitglieder einer sogenannten Marine Expeditionary Unit. Das sind spezialisierte Verbände, die neben amphibischen Landungen auch für die Absicherung von Botschaften, die Rettung von Zivilpersonen und Katastrophenhilfe ausgebildet sind.
Laut dem Nachrichtenportal Axiosgeht die Aufstockung auf eine Anfrage des für die Region zuständigen Regionalkommandos Centcom zurück. Es gehe darum, im Krieg gegen den Iran mehr militärische Optionen verfügbar zu haben, hieß es unter Berufung auf einen hochrangigen US-Beamten. Demnach wären die Soldaten auch in der Lage, Bodeneinsätze durchzuführen. Ob es dazu kommt, wird bereits seit Tagen diskutiert. US-Präsident Donald Trump hat eine Entsendung von Bodentruppen nicht ausgeschlossen.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen gegen den Iran begonnen. Am ersten Kriegstag töteten sie den damaligen obersten Führer des Landes, Ayatollah Ali Chamenei, und zahlreiche weitere Mitglieder der iranischen Führung. Der Iran greift seitdem mit Raketen und Drohnen Israel sowie mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region an.
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