Iran: Donald Trump hatte offenbar Sorge, dass Israel Teherans Topdiplomaten während Verhandlungsrunde gezielt töten lässt

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Bericht der »New York Times« Trump hat offenbar befürchtet, dass Netanyahu Irans Topdiplomaten während der Verhandlungen gezielt töten lässt

Pakistan hat im April die iranische Delegation nach indirekten Verhandlungen mit den USA durch den eigenen Luftraum eskortiert – mit zwei Dutzend Kampfjets. Der Grund: Angst um das Leben von Abbas Araghchi und Mohammad Bagher Ghalibaf.

03.07.2026, 07.28 Uhr

Donald Trump und Benjamin Netanyahu bei einem gemeinsamen Treffen im Dezember vergangenen Jahres
Donald Trump und Benjamin Netanyahu bei einem gemeinsamen Treffen im Dezember vergangenen Jahres

Donald Trump und Benjamin Netanyahu bei einem gemeinsamen Treffen im Dezember vergangenen Jahres

Foto: Jonathan Ernst / REUTERS

Israel setzt im Krieg gegen Iran seit Jahren auf gezielte Tötungen – Top-Atomwissenschaftler, Schattenkrieger und selbst der Oberste Führer der Islamischen Republik wurden zu Zielen. Nun meldet  die »New York Times«, dass die Regierung von US-Präsident Donald Trump während der jüngsten Verhandlungsrunde mit Iran offenbar gefürchtet hat, dass Israels Premier Benjamin Netanyahu diese Taktik erneut einsetzen lassen würde. Als Ziele wurden demnach Irans Außenminister Abbas Araghchi und Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf ausgemacht.

Weiter heißt es in dem Bericht, dass die Vereinigten Staaten Länder in der Region gebeten hätten, Iran vor diesem Szenario zu warnen. Vor diesem Hintergrund erklärt sich auch eine Reuters-Meldung vom 17. April dieses Jahres, wonach Pakistans Luftstreitkräfte die iranische Delegation nach einer Verhandlungsrunde in Islamabad außer Landes begleitet habe – mit zwei Dutzend Kampfjets.

Iran droht den USA und Israel aktuell mit Vergeltung für den Fall von ​Angriffen während des Staatsbegräbnisses für das geistliche Oberhaupt des Landes, Ali Khamenei. »Wir warnen die Feinde Irans, insbesondere die USA und das zionistische Regime, vor jeglicher Fehleinschätzung«, erklärte Ali Abdollahi, Kommandeur des zentralen Hauptquartiers Chatam al-Anbija, in einer von staatlichen Medien verbreiteten Erklärung am Donnerstag. Sie sollten die harte Reaktion bedenken, mit ​der die Streitkräfte auf jede Bedrohung und Aggression gegen das Land antworten ⁠würden, ⁠hieß es in der Erklärung weiter.

Ajatollah Ali Khamenei war am 28. Februar, dem ersten Tag des Krieges, bei einem Luftangriff getötet ‌worden. Die Trauerprozessionen sollen am kommenden Samstag in ​Teheran beginnen und ‌am 9. Juli mit seiner Beisetzung in seiner Heimatstadt Maschhad enden. Zudem sind Zeremonien in Ghom und im Irak geplant. Am Mittwoch hatte der iranische Außenminister Abbas Araghchi ‌bereits ähnlich gewarnt. Iran werde sofort und mit aller Härte auf jede Bedrohung seiner Bevölkerung oder Führung reagieren, ‌erklärte er. Zuvor hatte ​der israelische Verteidigungsminister Israel ‌Katz erklärt, das neue geistliche Oberhaupt Irans, Mojtaba Khamenei, ​stehe auf einer Abschussliste.

Iranischen Medienberichten zufolge wurden die Sicherheitsvorkehrungen für die Dauer der Trauerfeiern verschärft. Zudem ​kündigte die iranische ⁠Luftfahrtbehörde am Mittwoch vorübergehende Einschränkungen ​des Flugverkehrs ​über mehreren Städten an, darunter Teheran und Maschhad.

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