heise+ | Anbieter von Robotic Process Automation in der Marktübersicht

vor 1 Stunde 1
  1. Anbieter von Robotic Process Automation in der Marktübersicht
    • Viele RPA-Projekte scheitern
    • Komplexe Prozesse als Hürde
  2. Vom Tool zur Architektur, Übersichtstabelle
  3. Unklarer Markt und unklare Begriffe
  4. Deployment und KI-Einsatz
  5. Individualisierte Entwicklung und Fokus auf Prozesse
Artikel in iX 6/2026 lesen

Der Begriff Robotic Process Automation (RPA) tauchte erstmals um 2012 auf, doch der Durchbruch kam erst zwischen 2014 und 2015. Vor allem Fachabteilungen in Unternehmen sahen hier erhebliches Rationalisierungspotenzial. Denn die RPA-Bots klickten sich eigenständig durch Anwendungen, übertrugen Daten zwischen Systemen, erkannten Dokumenteninhalte und übernahmen Routineaufgaben. Folglich entwickelte sich diese Technologie zu einem Shootingstar im Rahmen der Businessautomatisierung.

2018 bezeichnete Gartner RPA als „das am schnellsten wachsende Segment im Enterprise-Softwaremarkt“ und veröffentlichte im Jahr darauf den ersten Magic Quadrant, der die Anbieter UiPath, Blue Prism und Automation Anywhere als Leader auszeichnete. Zur selben Zeit erreichte RPA im Gartner Hype Cycle die Spitze der überzogenen Erwartungen. Danach setzte schnell die Ernüchterung ein. Schon 2021 war die „Ebene der Produktivität erreicht“ und seitdem ist RPA bei vielen Unternehmen auf breiter Front produktiv im Einsatz.

  • Robotic Process Automation (RPA) ist kein klar abgegrenzter Markt mehr: Klassische Botplattformen, Low-Code-Tools, Prozesssuiten und KI-Systeme wachsen zusammen.
  • Viele Projekte scheitern an fragilen Integrationen, komplexen Prozessen und hohem Wartungsaufwand – RPA wird zum Betriebsproblem.
  • KI und Agentic AI verändern die Automatisierung, ersetzen RPA aber nicht: Deterministische Ausführung bleibt für produktive Systeme unverzichtbar.
Harald Weiss

Harald Weiss ist freier Fachjournalist und Berater auf den Gebieten IT und TK mit den Schwerpunkten Industrie- und Businessanwendungen sowie Softwareentwicklung.

RPA ist also nicht mehr sexy, sondern eines der vielen Arbeitstiere, die unspektakulär im Hintergrund ihre Aufgaben erledigen. Das spiegelt sich auch in den Marktzahlen wider. Laut Precedence Research soll der globale RPA-Markt in diesem Jahr auf 28 Milliarden Dollar ansteigen und bis 2035 sollen es 247 Milliarden sein. Doch die Analysten tun sich mit diesen Prognosen immer schwerer, denn die RPA-Angebote werden zunehmend in andere Kategorien integriert.

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