Die meisten Gaming-Handhelds mit Windows, also 8-Zoll-Geräte vom Format eines SteamDecks oder auch Nintendos Switch-Konsole, verwenden Prozessoren von AMD: Der Chiphersteller hat speziell dafür die Baureihen Z1 und Z2 im Portfolio, die anders als reguläre Notebookprozessoren auf den Namen Ryzen verzichten. In genau diese Fußstapfen tritt nun auch Intel: Ab sofort können Hersteller für solche Geräte den Arc G3 oder den etwas stärkeren Arc G3 Extreme bekommen.
Eine weitere Analogie zu AMD: Auch wenn der Markenname Core Ultra bei den Neulingen keine Verwendung findet, basieren die Chips technisch auf diesen Chips – konkret auf Panther Lake alias Core Ultra 300. Intel hat für Arc G3 keine neuen Chiplets oder Kombinationen aufgelegt, sondern eine bereits bekannte modifiziert: Es ist die Kombination aus großen CPU- und großem GPU-Chiplet, die Intel bislang als Core Ultra X9 und X7 verkauft hat.
Anders als bei diesen sind im CPU-Chiplet nur zwei von vier P-Kernen aktiv. Allerdings bleiben immer alle acht E-Kerne verfügbar, während bei manchen altbekannten Core Ultra 5 mit Panther-Lake-Innenleben einer der beiden Viercluster fehlt. Diese neue Binning-Variante dürfte Intel helfen, seine Fertigungsausbeute (Yield) weiter zu erhöhen: Erst jetzt gibt es Verwendung für ein Chiplet, bei dem ein oder zwei P-Kerne defekt sind.
Bei der integrierten Grafikeinheit gibt es die Arc B390 mit alle zwölf Xe3-Kernen im Arc G3 Extreme; der Arc G3 verwendet die Arc B370 mit deren zehn. Beide Arc-Varianten sieht Intel in derselben Form auch bei Notebook-Modellen vor. Von zwei P-Kernen (und ein paar Hundert Megahertz Takt) abgesehen ähnelt der Aufbau des Arc G3 Extreme etwa stark dem bekannten Core Ultra X7 358H.
Weniger Abwärme
Während letzterer laut Datenblatt mindestens 25 Watt (und mit Turbo auch noch viel mehr) verheizen darf, geben sich die Arc G3 genügsamer: Damit sie in kompakte Handhelds passen, gestattet Intel einen Betrieb zwischen 8 und 30 Watt (Arc G3) beziehungsweise 35 Watt (Arc G3 Extreme). Wieviel tatsächlich bereitsteht, kommt auf das jeweilige Gerät und dessen Kühlsystem an – und auch, ob der Hersteller etwa bei angestecktem Netzteil mehr zulässt als auf Akku.
Erste Handhelds mit Arg G3 (Extreme) sollen laut Intel bereits im Laufe den Juni erhältlich sein. Einer der ersten Anbieter wird MSI sein, und zwar mit einer Neuauflage des Gaming-Handhelds Claw 8. Die Claw war bislang schon eine der wenigen Ausnahmen, die kein AMD-Innenleben hatte, sondern eben Intel – zunächst noch Core Ultra 100 (Meteor Lake) und später dann Core Ultra 200V (Lunar Lake). Zudem stehen laut Intel auch Acer (Predator Atlas 8) und OneXPlayer in den Startlöchern.
(mue)










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