Fokus auf Digitalpakt 2.0: Lehrerverband fordert 100 Milliarden Euro für Bildung

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Die Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbands, Susanne Lin-Klitzing, fordert mehr finanzielle Unterstützung für den Bildungsbereich. „Ich erwarte mir von der neuen Regierungskoalition eine nennenswerte Unterstützung für die Bildung. Das bedeutet konkret 100 Milliarden Euro für Bildung, davon circa 60 Milliarden für Sanierung und Neubau von Schulgebäuden“, sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

Insbesondere der Digitalpakt 2.0 müsse aufgestockt werden. „Bund und Länder wollen die 5 Milliarden Euro für den zweiten Digitalpakt zu jeweils 50 Prozent finanzieren. Die Länder können sich jedoch bereits investierte Gelder für Projekte anrechnen lassen“, sagt Lin-Klitzing. Im Grunde sei der Digitalpakt also geschrumpft, weil die Gelder teilweise bereits verplant seien.

„Man braucht jedoch unbedingt mehr Geld für Neuinvestitionen wie die Verlängerung von Lizenzen, IT-Personal - speziell, wenn eine datenschutzkonforme Bildungs-ID entwickelt werden soll“, so Lin-Klitzing.

Weiter kritisiert die Bundesvorsitzende, dass Schul-, nicht aber Unterrichtsentwicklung im Vordergrund stehe. „Dadurch wird die wichtigste Ressource - qualitativ hochwertiger Unterricht - gar nicht mitgedacht. Dabei ist das das Wichtigste, wenn es um die Verbesserung der Bildungsergebnisse geht.“ (KNA)

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