FC Bayern München: Uli Hoeneß sagt Spielerberatern den Kampf an

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Uli Hoeneß will als Konsequenz aus dem zähen Vertragspoker um Abwehrspieler Dayot Upamecano die Macht von Spielerberatern künftig beschneiden. Man werde es sich »nicht mehr gefallen lassen, dass Berater allein bestimmen, wie es läuft«, sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern München im Interview der »Bild« . Die Beiträge der Berater stünden »zunehmend in keinem Verhältnis mehr zur Honorierung«.

Künftig werde der Verein »verstärkt Nein sagen und diesen Wahnsinn nicht mitmachen«, sagte Hoeneß. Auch die Spieler selbst müssten stärker in die Pflicht genommen werden. Man könne einem Profi etwa deutlich machen: »Wenn dein Berater weiter so unverschämt verhandelt, werden wir mit ihm nicht mehr über deine Zukunft bei uns sprechen.«

Zudem könne der Klub Konsequenzen gegenüber einzelnen Beratern ziehen. »Wir werden vielleicht auch den ein oder anderen Berater – wenn er sich unfair verhält – auf eine Liste nehmen und ihm sagen, dass wir Spieler, die er vertritt, nicht mehr verpflichten werden«, sagte Hoeneß.

»Im Fall Upamecano wollten die Berater entweder den Preis bei uns hoch- oder ihn zu einem anderen Klub treiben, und als Dankeschön sollen wir ihnen Handgeld zahlen«. Das sei ein Widerspruch in sich, den der Verein so nicht länger hinnehmen sollte, so der 74-Jährige.

Upamecano hatte in der Vorwoche seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag nach langwierigen Verhandlungen bis zum 30. Juni 2030 verlängert. Der 27-Jährige darf sich über eine deutliche Gehaltsverbesserung freuen. Hoeneß hatte vor der Vertragsunterschrift den Berater des Franzosen im »Kicker« angegriffen. Der Ehrenpräsident des Rekordmeisters sei »entsetzt« über das Verhalten des Beraters.

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