Die EU muss schneller, stärker, unabhängiger werden. Eine mögliche Lösung: Innen ein harter Kern entschlossener Staaten, außen viele Schalen. Beispiele gibt es bereits.
16. Februar 2026, 13:39 Uhr
"You change or die." Entweder man verändert sich, oder man stirbt. Drastischer hätte Ursula von der Leyen sich kaum ausdrücken können, als sie am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz sprach. Auch wenn die EU-Kommissionspräsidentin sich an dieser Stelle auf die europäische Verteidigungsfähigkeit bezog: Ihre Forderung, dieses Mantra zu übernehmen, galt der gesamten Europäischen Union. In allen Bereichen.
Donald Trump, China, Russland: Der EU hat es nie an Herausforderungen gemangelt, aber derzeit könnten sie größer kaum sein. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine geht in sein fünftes Jahr, der US-Präsident bedroht und bedrängt europäische Länder, auf die Vereinigten Staaten als sicherheitspolitischer Verbündeter ist kein Verlass mehr. Dazu kommen die innereuropäischen Probleme, die wiederum eng zusammenhängen mit denen außerhalb. Die europäische Wirtschaft schwächelt. Der gemeinsame Binnenmarkt, der doch eigentlich Europas Stärke sein sollte, ist in der Praxis oft ein Hindernis. Die EU, träge und dysfunktional, ist weder wendig noch wehrhaft genug für die neue Weltordnung und Weltwirtschaft, in der sie ihren Platz finden und vor allem behaupten muss.

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