EU-Kommissar Stéphane Séjourné will »Made in Europe« etablieren

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Stéphane Séjourné will die Vergabe europäischer öffentlicher Gelder an Unternehmen an das Konzept »Made in Europe« knüpfen. »Wann immer europäische öffentliche Gelder eingesetzt werden, müssen sie zur europäischen Produktion und zu hochwertigen Arbeitsplätzen beitragen«, schreibt der EU-Kommissar für Wohlstand und Industriestrategie in einem Gastbeitrag, der in mehreren europäischen Medien erschien, in Deutschland im »Handelsblatt« .

Unternehmen, die von einer öffentlichen Ausschreibung, direkten staatlichen Beihilfen oder einer anderen Form der finanziellen Unterstützung profitieren wollen, müssten einen wesentlichen Teil ihrer Produktion »auf europäischem Boden erbringen«. Die gleiche Logik solle für ausländische Direktinvestitionen gelten. »Wir müssen ein für alle Mal eine echte europäische Präferenz in unseren strategisch wichtigsten Branchen etablieren.«

Séjourné verweist darauf, dass viele Wirtschaftsmächte ihre eigenen strategischen Sektoren bevorzugten. US-Präsident Donald Trump etwa verfolgt eine »America first«-Politik und hat Waren aus vielen Ländern mit Zöllen belegt.

Séjournés Beitrag wurde laut »Handelsblatt« von mehr als 1000 europäischen Wirtschafts- und Gewerkschaftsführern mitunterzeichnet. Aus Deutschland unterzeichneten etwa Markus Heyn, Geschäftsführer bei Bosch, Marie Jaroni, CEO von Thyssenkrupp Steel Europe, und Michael Brecht, Gesamtbetriebsratschef bei Daimler Truck.

Europa müsse seinen Handel stärken, aber auch »seine Unternehmen durch gezielten Schutz in strategischen Sektoren vor unlauterem Wettbewerb schützen«, schrieb Ratspräsident António Costa in der Einladung. Es benötige »Regeln, die in einigen strategischen Bereichen eine Bevorzugung Europas ermöglichen«, ebenso wie einen »systematischen Ansatz zur Risikominderung in der Wirtschaft«.

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