Donald Trump behauptet, von Jeffrey Epsteins Verbrechen nichts gewusst zu haben. Ein FBI-Dokument legt nun nahe, dass diese Angabe falsch sein könnte.
11. Februar 2026, 9:02 Uhr Quelle: DIE ZEIT, Reuters, mga
US-Präsident Donald Trump könnte bereits in den Nullerjahren umfassendere Informationen über die Taten des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein gehabt haben als bislang angegeben. Das legt ein Dokument aus den kürzlich veröffentlichten Ermittlungsakten zum Epstein-Skandal nahe. Bei dem Dokument handelt es sich um die Zusammenfassung der Aussage eines Polizisten, der eigenen Angaben zufolge im Sommer 2006 ein Telefonat mit Trump führte.
Grundlage des Dokuments ist ein Gespräch, das FBI-Ermittler 2019 mit Michael Reiter führten, dem früheren Polizeichef von Palm Beach in Florida. Laut dem Dokument erhielt Reiter im Juli 2006 – zu einer Zeit, als die ersten Anklagen gegen Epstein publik wurden – einen Anruf von Trump. Reiter zitierte Trump laut dem Dokument in dem Gespräch mit den Worten: "Gott sei Dank halten Sie ihn auf; jeder weiß, dass er das schon immer gemacht hat."
Im Gespräch mit Reiter soll Trump gesagt haben, Menschen in New York wüssten über Epstein Bescheid und hätten ihn gewarnt, dass Ghislaine Maxwell, Epsteins Komplizin, "böse" sei. Zudem sagte Trump Reiter zufolge, dass er einmal in Epsteins Nähe gewesen sei, als Teenager anwesend waren, und dass er "so schnell wie möglich von dort verschwunden" sei.
Reiter ging 2009 in den Ruhestand. Im Gespräch mit der Zeitung Miami Herald bestätigte er nun erneut seine Aussagen aus dem Gespräch mit den FBI-Ermittlern im Jahr 2019.
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