"Wir schämen uns vor dem Volk", sagt Irans Präsident Peseschkian über die gewaltsame Niederschlagung der Proteste. Die Rolle der Sicherheitsorgane erwähnt er aber nicht.
Aktualisiert am 11. Februar 2026, 10:17 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AP, lgi
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat sich bei "allen Betroffenen" der jüngsten Proteste und deren Niederschlagung entschuldigt. Zugleich verurteilte Peseschkian nicht näher bezeichnete "westliche Propaganda" im Zusammenhang mit den Demonstrationen.
Sicherheitsleute hatten die Proteste im Iran Anfang des Jahres brutal niedergeschlagen, Tausende Menschen wurden dabei getötet. Die genaue Todeszahl ist aufgrund der schwierigen Informationslage vor Ort nicht bekannt. Das Regime hatte die Internetverbindung über Tage gekappt.
Peseschkian geht auch auf Atomprogramm ein
Peseschkian sagte, er wisse um die große Trauer der Menschen, ohne jedoch die Beteiligung iranischer Sicherheitskräfte an dem Blutvergießen direkt einzugestehen. "Wir schämen uns vor dem Volk und sind verpflichtet, allen Betroffenen dieser Vorfälle beizustehen", sagte Peseschkian. "Wir suchen keine Konfrontation mit dem Volk." Anlass der Rede war eine Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Islamischen Revolution von 1979.
Der Präsident äußerte sich auch zu dem international geäußerten Vorwurf, die Regierung in Teheran wolle Atomwaffen bauen. "Wir streben keine Atomwaffen an (...) und sind zu jeder Art von Verifikation bereit", sagte er. Der Iran verhandelt derzeit mit den USA über sein Atomprogramm. Ob eine Einigung erzielt werden kann, ist jedoch weiterhin unklar.

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