Beim Etat für Entwicklungshilfe hat Deutschland das UN-Ziel 2025 deutlich verfehlt, zeigt eine Studie. Mindestens sollten die Ausgaben bei 0,7 Prozent des BIP liegen.
31. März 2026, 16:42 Uhr Quelle: DIE ZEIT, epd, skö
Die deutschen Ausgaben für die Entwicklungshilfe sind 2025 deutlich unter den Zahlen der Vorjahre zurückgeblieben. Das zeigt eine Untersuchung von Venro, dem Verband entwicklungspolitischer Organisationen. Für das vergangene Jahr wurde auf Grundlage des im Juni 2025 vorgelegten Haushaltsentwurfs eine Quote von 0,44 des Bruttonationalprodukts berechnet – die Zielvorgabe der Vereinten Nationen ist 0,7 Prozent. Der Etat des Entwicklungsministeriums wurde 2025 um fast eine Milliarde Euro auf rund zehn Milliarden gekürzt.
Die Studie belege, dass sich der negative Trend bei den Ausgaben für öffentliche Entwicklungshilfe, kurz ODA ("Official Development Assistance") fortsetzt, sagte Venro-Vorstandsmitglied Michael Herbst. Bereits 2024 habe Deutschland die Zielmarke mit einer ODA-Quote von 0,67 Prozent verfehlt. In den Jahren 2020 bis 2023 hatte Deutschland das Ziel der Vereinten Nationen noch erfüllt. Ausgehend vom Etat für 2025 "hätte sich Deutschlands Beitrag seit 2023 um beinahe 45 Prozent reduziert", sagte Herbst.
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