Empfehlungen der Woche 08.02.2026: Die Ukraine gerät aus dem Blick

vor 12 Stunden 1

Die Lage für die Ukraine wird immer schwieriger. Zum einen, weil die diplomatischen Bemühungen zwar laufen, immerhin, aber nicht viel Zählbares bringen. Im Gegenteil. Das, was die Ukrainer dringend bräuchten, gerät bei allem Fokus auf die Gespräche in den Hintergrund: militärische Unterstützung, Waffen und Munition. Das bekommen sie, gerade auch von Deutschland. Aber reicht das?

Zum anderen leiden sie gerade unter massivem Beschuss Russlands auf die Energieinfrastruktur und Heizwerke, sodass die ukrainische Bevölkerung bei eisigen Temperaturen leiden muss. Ein Ende des Krieges ist derzeit nicht absehbar.

Die Ukraine hat aber ein weiteres Problem. Das ist die öffentliche Aufmerksamkeit. Denn die tritt immer mehr in den Hintergrund. Die Welt blickt hauptsächlich auf Donald Trump und seine geopolitischen Kapriolen. Und das eine hängt mit dem anderen zusammen. Da die Sicherheit der Ukraine nun mal eng mit dem Engagement der USA verbunden ist. Und das auch, weil die Europäer, selbst wenn sie mit aller Kraft wollten, die amerikanische Lücke so schnell gar nicht schließen könnten.

Um all diese Fragen wird es in der kommenden Woche auf der Münchner Sicherheitskonferenz gehen. Dann kommen hochrangige Politikerinnen und Politiker aus aller Welt nach München, um über die aktuellen Fragen der Geopolitik zu sprechen, und dabei werden das transatlantische Verhältnis und der Krieg in der Ukraine eine zentrale Rolle spielen. Die Sicherheitskonferenz ist eine Art internationale Politik in Echtzeit, auf einige der Konferenzen blickt man Jahre später noch zurück. So zum Beispiel auf den Auftritt von Wladimir Putin 2007 oder die Rede von US-Vizepräsident JD Vance im vergangenen Jahr.

Ich freue mich besonders, dass wir diesmal mit dem Tagesspiegel ebenfalls mit Veranstaltungen in München vor Ort sind. So sind wir in diesem Jahr Medienpartner des Energy Security Hubs der BMW Foundation, der größten Side-Event-Reihe der MSC. Und wir treten selbst als Veranstalter auf. Gemeinsam mit dem Aspen Institute organisieren wir im Amerikahaus München zwei weitere Side-Events.

Aber wir werden nicht nur mit Veranstaltungen vor Ort sein, sondern die MSC auch mit einem eigenen Pop-Up-Newsletter begleiten. Die „Weltlage“ wird rund um die MSC erscheinen. Meine Kollegin Anja Wehler Schöck und mein Kollege Christoph von Marschall bieten darin exklusive Einblicke hinter die Kulissen der MSC. Hier können Sie sich schon dafür anmelden.

Die geopolitischen Veränderungen und der Aufbau einer neuen Weltordnung werden uns auch nach der MSC beschäftigen. Und darüber wollen wir mit Ihnen bei unserem nächsten Hauptstadtgespräch im Deutschen Theater diskutieren. Unter dem Titel „Zwischen Chaos und Interessen: Trump und die neue Weltordnung“ werden meine Kollegin Anja Wehler-Schöck und ich am 12. März ab 19:30 mit namhaften Expertinnen und Experten über die geopolitischen Veränderungen sprechen. Sie können im Deutschen Theater live dabei sein und selbst Ihre Fragen loswerden. Tickets dafür gibt es ab sofort hier.

Ich wünsche Ihnen jetzt einen entspannten Sonntag und eine gute Lektüre mit meinen Leseempfehlungen der Woche.

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