Die Bundesnetzagentur hat aktuelle Zahlen zur Ladeinfrastruktur für Elektroautos vorgelegt. Demnach gab es zum Stichtag 1. Januar 2026 in Deutschland 145.256 öffentliche AC-Ladepunkte und 48.729 DC-Ladepunkte. Damit dürfte die Zahl der öffentlichen Lademöglichkeiten noch im ersten Quartal 2026 auf mehr als 200.000 steigen.
| 1. Januar 2025 | 1. Januar 2026 | Zuwachs in Prozent | |
| AC-Ladepunkte | 128643 | 145256 | 13 |
| DC-Ladepunkte | 36652 | 48729 | 33 |
| 165.295 | 193.985 | 17 |
Stärker als die Zahl der Ladepunkte stieg prozentual die kumulierte Ladeleistung. Sie liegt inzwischen bei fast 8,1 GW, ein Jahr zuvor waren es noch knapp 6,3 GW. Pro Ladepunkt liegen im Schnitt statt 38 fast 42 kW an. Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist selbstverständlich der Ausbau der DC-Ladepunkte mit mindestens 150 kW. Ihre Zahl stieg innerhalb des vergangenen Jahres um 9457 auf 35.353.
AC liegt beim Ausbau weiterhin vorn
Dennoch, und das wird aus der Tabelle oben deutlich, wächst die Zahl der AC-Ladepunkte noch immer schneller als die der mit Gleichstrom. Hintergrund ist, dass für eine Ladesäule mit Wechselstrom ein Anschluss an das dicht geknüpfte Niederspannungsnetz genügt. Ein solcher Ladepunkt liefert in der Regel dreiphasig maximal 22 kW, und mehr können aktuelle Elektroautos auf diesem Weg auch nicht entgegennehmen.
Für Ladestationen mit Gleichstrom, die sehr viel höhere Ladeleistungen bieten können, muss ein Anschluss an das Mittelspannungsnetz hergestellt werden. Die Kosten dafür sind höher, die potenziellen Einnahmen allerdings auch. Schließlich kann pro Zeiteinheit mehr Strom verkauft werden. Es kann also nicht verwundern, dass sich Anbieter darauf konzentrieren, Ladepunkte mit 300 kW und mehr auszubauen. Schließlich gibt es auch immer mehr Elektroautos, die das abrufen können. Zu ihnen zählen unter anderem Modelle von Xpeng, BMW, Mercedes, Smart und Volvo.
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(mfz)








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