Schon vor seinem Amtsantritt im Januar hatte Trump angekündigt, die Importe zu erhöhen. Vor einigen Wochen verhängte er Strafzölle gegen Mexiko, Kanada und China, die er teilweise wieder aussetzte. Erst vergangene Woche hatte Trump Zölle von 25 Prozent auf importierte Autos angekündigt.
Trump: historischer Tag
Trump begründete die Zölle mit der Unterstützung der US-amerikanischen Wirtschaft: »Dieser Tag wird in die Geschichte eingehen als der Tag, an dem die amerikanische Industrie wiedergeboren wurde, als der Tag, an dem Amerika sein Schicksal zurückerobert hat, und als der Tag, an dem wir begonnen haben, Amerika wieder reich zu machen«, sagte Trump. Dies sei einer der wichtigsten Tage in der US-Geschichte.
Trump hatte den Tag zuvor als »Liberation Day« angepriesen, also als Tag der Befreiung. Es soll der Startpunkt für eine neue Handelspolitik sein.
Mit seinen neuen Zöllen könnte Trump auch einen globalen Handelskrieg auslösen. Viele Handelspartner wie Kanada, Mexiko und die Europäischen Union bereiten Gegenzölle vor.
Kritik von EZB-Präsidentin
Die EZB-Präsidentin Christine Lagarde erwartet weltweit negative Auswirkungen durch die neuen Zölle: Der Schaden hänge davon ab, wie weit die Zölle reichten, wie lange sie andauerten und ob sie erfolgreiche Verhandlungen auslösten, sagte Lagarde am Mittwoch dem irischen Sender Newstalk Radio. »Sie werden weltweit negative Folgen haben, und die Intensität und Dauer der Auswirkungen wird variieren«, sagte sie. Dies sei abhängig von den betroffenen Produkten, wie lange die Zölle bestünden und ob es zu Verhandlungen komme.