Real Madrid hat bisher keine überzeugende Saison gespielt. Zuletzt verloren die Königlichen in der spanischen Liga gegen CA Osasuna und den FC Getafe. Bereits Mitte Januar musste Xabi Alonso als Trainer gehen. Ein Gigant in der Krise?
Wenn die Champions-League-Hymne ertönt, scheint dieser Club seine Probleme zu vergessen. Hier schlägt er die ganz großen Vereine, holt sich Selbstbewusstsein, so auch diesmal: Im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League hat der Rekordsieger des Wettbewerbs den englischen Kontrahenten Manchester City vor allem in der ersten Hälfte vorgeführt. Am Ende hieß es 3:0 (3:0).
Der überragende Mann im Team von Real war Federico Valverde, dem in der ersten Hälfte ein Hattrick gelang. Bis zu diesem Abend hatte der Uruguayer im laufenden Wettbewerb noch kein einziges Tor erzielt. Nach Treffern in der 20., 27. und 42. Minute standen dann aber gleich drei auf seinem Konto.
City droht damit das vorzeitige Aus; im Rückspiel am kommenden Dienstag bräuchte das Team von Pep Guardiola eine gewaltige Leistungssteigerung. Real hingegen darf den Blick schon vorsichtig auf das Viertelfinale richten – und damit auf einen möglichen Klassiker gegen Bayern München. Nach deren 6:1-Hinspielsieg in Bergamo wirkt Atalanta als Gegner nur noch auf dem Papier wie eine Option.
Kann die norwegische Überraschungsmannschaft FK Bodø/Glimt sogar das Viertelfinale der Königsklasse erreichen? Es sieht tatsächlich danach aus. Nach bisherigen Überraschungssiegen gegen Manchester City und Atlético Madrid in der Ligaphase und dem überraschenden Triumph gegen den Vorjahresfinalisten Inter Mailand in den Playoffs gelang nun der nächste Sieg: 3:0 (2:0) gegen Sporting.
Mitte der ersten Hälfte kam Sondre Brunstad Fet nach leichtem Kontakt im Strafraum zu Fall. Der Unparteiische Ivan Kružliak zeigte auf den Punkt und änderte seine Entscheidung nach Überprüfung der Videobilder nicht. Fet trat selbst an und traf vor heimischer Kulisse. Kurz vor der Pause erhöhte Ole Didrik Blomberg zum 2:0.
Der Erfolg der Norweger ist längst kein Zufall mehr, das war das gesamte Spiel zu beobachten: Mit einer gut geordneten Defensive und ständigen Angriffen nervte der vermeintliche Außenseiter die Portugiesen immer wieder. Das 3:0 durch Kasper Högh in der 71. Minute war die Folge.
Fet erzielt den Führungstreffer
Foto: Fredrik Varfjell / APDer bereits festgelegte Turnierbaum zeigt, dass in einem möglichen Viertelfinale der FC Arsenal oder Bayer Leverkusen auf die Norweger warten würden (Hinspiel 1:1). Noch ist es nicht ganz so weit, aber Bodø, 50.000 Einwohnern, nördlich des Polarkreises gelegen, überschaubares Transferbudget, ist auf dem besten Weg, die größte Champions-League-Sensation der vergangenen Jahre zu werden.
Auf der einen Seite der Champions-League-Sieger, auf der anderen der Klubweltmeister: Paris Saint-Germain hatte den FC Chelsea zu Gast – und die Londoner zunächst gut im Griff. Dabei half das frühe 1:0 durch Bradley Barcola, der eine Kopfball-Ablage von João Neves volley nahm und den Ball aus zehn Metern unter die Latte setzte (10.).
Der Ausgleich entstand aus einer Unachtsamkeit. Ganz PSG verlor den aufgerückten Rechtsverteidiger Malo Gusto aus den Augen, der nach einer Seitenverlagerung enorm viel Platz hatte und den unsicher zupackenden Pariser Torwart Matvey Safonov überwand (28.).
Fortan entwickelte sich das Spiel ausgeglichen. Einen PSG-Konter schloss Ballon d’Or-Gewinner Ousmane Dembélé nach zwei Haken zum sehenswerten 2:1 ab (40.), Enzo Fernández stellte auf 2:2 (57.). Dann entschied ein Torwartfehler die Partie: Filip Jörgensen spielte Barcola den Ball ohne Not in den Fuß, für PSG nutzte Vitinha die geschenkte Großchance per Lupfer (74.).
Eine vermeintliche Chelsea-Antwort durch João Pedro hielt der Abseitsprüfung nicht stand (79.), dafür erhöhte Khvicha Kvaratskhelia mit einem satten Schuss aus 18 Metern (86.), in der Nachspielzeit legte er einen weiteren Treffer nach. Dank des 5:2 (2:1) reist Paris kommenden Dienstag mit einem klaren Vorsprung an die Stamford Bridge.
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vor 2 Stunden
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