Seit Kriegsbeginn sperrt der Iran die Straße von Hormus. Um den globalen Öltransport zu schützen, prüfen die G7-Staaten Geleitschutz für Frachtschiffe durch die Marine.
12. März 2026, 0:11 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, Reuters, man
Die G7-Staaten wollen Öltanker und Frachtschiffe in der Straße von Hormus von Kriegsschiffen begleiten lassen. Das verkündete der französische Präsident Emmanuel Macron nach einer von ihm geleiteten Videokonferenz der Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten zu den wirtschaftlichen Folgen des Irankriegs. Um solche Eskorten zu gewährleisten, sei die Koordination mehrerer Marinen und eine mehrwöchige Vorarbeit nötig, sagte Macron.
"Die Voraussetzungen dafür sind derzeit nicht gegeben. Die Meerenge ist ein Kriegsschauplatz, aber diese Arbeit muss organisiert werden", sagte der französische Präsident. "Das haben wir vorgeschlagen, parallel dazu eine Zusammenarbeit mit Reedereien, Transportunternehmen und Versicherern". Neben Frankreich gehören zu den G7-Staaten Deutschland, die USA, Japan, Kanada, Großbritannien und Italien.
In einer Erklärung der G7-Präsidentschaft heißt es, eine Arbeitsgruppe solle untersuchen, unter welchen Bedingungen Schiffe eskortiert werden können. Ziel sei es, wieder eine freie Schifffahrt zu ermöglichen.
Von der Leyen verweist auf Bedeutung der Meerenge für Weltwirtschaft
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa sagten nach den G7-Beratungen, dass die unmittelbare Priorität darin bestehe, die Energieflüsse aufrechtzuerhalten. Dabei sei die Schifffahrt durch die Straße von Hormus, für die Weltwirtschaft von entscheidender Bedeutung.
Die Straße von Hormus spielt eine wichtige Rolle im globalen Ölhandel. Seit den israelisch-amerikanischen Angriffen auf den Iran versucht die Islamische Republik den Schiffsverkehr durch die Meerenge aufzuhalten. An diesem Mittwoch gerieten mehrere Schiffe in und nahe der Straße von Hormus unter Beschuss. Die iranische Militärführung zeigte sich entschlossen, den Schiffsverkehr durch die Meerenge weiter zu stören.
Marineeinheiten begleiten Handelsschiffe bereits im Roten Meer
Frankreich hat deswegen bereits drei große Kriegsschiffe in die Region verlegt, und auch Italien, Großbritannien und die Niederlande schickten Marineschiffe Richtung Mittelmeer.
Einen Schutz von Handelsschiffen durch Marineeinheiten gibt es bereits seit 2024 im Roten Meer. Dort bedroht die mit Israel verfeindete und vom Iran unterstützte Huthi-Miliz die Schifffahrt in der Region.

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