Bulgarien: Drei Tatverdächtige im Fall eines Dreifachmords tot aufgefunden

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Der Fall erinnert die Ermittler eigenen Angaben zufolge an die Kultserie »Twin Peaks«: Nach einem mysteriösen Dreifachmord in Bulgarien sind auch drei Tatverdächtige tot aufgefunden worden. Wie der bulgarische Polizeichef Sachari Waskow am Sonntag auf einer Pressekonferenz bekannt gab, wurden die drei Gesuchten tot in einem Wohnmobil am Okoltschiza, einem Berg im westlichen Teil des Balkangebirges, aufgefunden.

Am vergangenen Montag waren etwa 80 Kilometer entfernt bei einer ausgebrannten Berghütte die Leichen dreier Männer entdeckt worden. Auch sie wurden erschossen.

Alle sechs toten Personen sollen der sogenannten Nationalen Kontrollagentur für Schutzgebiete (NAKZT) angehört haben. Dabei handelt es sich um eine dubiose Organisation selbst ernannter Ranger, die auch Ferienlager für Jugendliche veranstaltet. Vor zwei Jahren war die Organisation nach Angaben der Ermittler wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern angezeigt worden.

Am vergangenen Mittwoch hatte der Leiter des bulgarischen Inlandsgeheimdienstes, Denjo Denew, mitgeteilt, dass die Organisation über einen »paramilitärischen« Apparat verfüge. Das habe sich im Zuge der Ermittlungen herausgestellt. Generalstaatsanwalt Borislaw Sarafow erklärte, die Organisation gehe offenbar Aktivitäten nach, die nicht »mit dem Willen Gottes oder den Interessen der Gesellschaft, des Landes und der Kinder vereinbar« seien.

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