Superbowl 2026: Donald Trump verunglimpft Bad Bunny nach Superbowl-Show

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Der US-Präsident nannte den Pausenauftritt des Latino-Superstars "absolut fürchterlich". Bad Bunny hatte auf Spanisch gesungen und Lady Gaga auf die Bühne geholt.

Aktualisiert am 9. Februar 2026, 4:40 Uhr Quelle: DIE ZEIT, Reuters, AP, dpa,

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 Latino-Superstar Bad Bunny hatte während der Superbowl-Halbzeitpause Popsängerin Lady Gaga auf die Bühne geholt.
Latino-Superstar Bad Bunny hatte während der Superbowl-Halbzeitpause Popsängerin Lady Gaga auf die Bühne geholt. © Lynne Sladky/​AP/​dpa

US-Präsident Donald Trump hat den Auftritt des Latino-Sängers Bad Bunny in der Spielpause des größten US-Sportevents, Superbowl, verunglimpft. Die Halbzeitshow sei "absolut fürchterlich" und werde der "Großartigkeit Amerikas" nicht gerecht, schrieb Trump auf seiner Onlineplattform. Man verstehe kein Wort, und die Tanzeinlagen seien widerlich, fügte Trump hinzu. 

Bad Bunny, ein gebürtiger Puertoricaner, hatte ausschließlich auf Spanisch gesungen – ein Novum für die traditionsreiche Halbzeitshow. Sein Auftritt hatte schon im Vorfeld eine Kontroverse in den USA geschürt. Bad Bunny gilt als vehementer Kritiker der Abschiebepolitik der US-Regierung und der rigorosen Einsätze der Einwanderungsbehörde ICE. 

Der Sänger, der mit bürgerlichem Namen Benito Antonio Martínez Ocasio heißt, betrat die Bühne am Sonntagabend US-Zeit in einem ganz in Weiß gehaltenen Footballtrikot mit seinem echten Nachnamen. Im Hintergrund leuchtete auf einer Leinwand der Schriftzug: "Das Einzige, was mächtiger ist als Hass, ist Liebe." Außerdem hielt Bad Bunny einen Football mit der Aufschrift "Gemeinsam sind wir Amerika" in die Kamera.

Das einzige Lied auf Englisch kam von Popstar Lady Gaga, die der Sänger zu einem Gastauftritt auf die Bühne holte. Beide inszenierten sich als Musikbegleitung für eine Hochzeit – und während dieser Szene wurde ein echtes Paar auf der Bühne getraut. Anschließend tanzten Gaga und Bad Bunny gemeinsam zum Song Baile Inolvidable. Lady Gaga hatte ihre eigene Superbowl-Halbzeitshow im Jahr 2017. 

Trump nennt Show einen "Schlag ins Gesicht"

Erst am Ende seiner Show wechselte Bad Bunny ins Englische, als er sagte: "God Bless America" ("Gott segne Amerika") und dann Länder aus der Karibik sowie Zentral- und Südamerika aufzählte. "Und mein Mutterland, Puerto Rico."

Die Show sei ein "Schlag ins Gesicht" für das ganze Land, kritisierte US-Präsident Trump. Er finde an der Show nichts Inspirierendes, schrieb er weiter. Trump war, anders als beim vergangenen Mal, nicht persönlich zum Superbowl erschienen. Er hatte Bad Bunny bereits vor dem Finale der nordamerikanischen Footballliga NFL zwischen den Seattle Seahawks und den New England Patriots im kalifornischen Santa Clara beleidigt.

Der Auftritt beim Superbowl gilt als größte Showbühne des Jahres. Mit mehr als 100 Millionen Zuschauern allein in den USA sind die kurzen, oft bombastischen Halbzeitshows häufig populärer als das eigentliche Spiel und längst zu einem eigenen Kulturphänomen geworden. In Deutschland wurde das NFL-Finale von RTL übertragen.

Bad Bunny fürchtete Razzien bei seinen Konzerten

Der 31-jährige Bad Bunny gehört zu den am meisten gestreamten Künstlern weltweit. Der Latin-Superstar wurde für Debí Tirar Más Fotos bei der diesjährigen Grammy-Verleihung für das beste Album des Jahres ausgezeichnet. Der Reggaeton-Sänger errang damit einen historischen Sieg: Zum ersten Mal in der Geschichte der Grammys wurde ein rein spanischsprachiges Album in dieser Kategorie prämiert.

Bad Bunny war während seiner Welttournee in keiner US-Stadt aufgetreten, da er mögliche Razzien der ICE bei seinen Konzerten befürchtet hatte. In Puerto Rico feierten Prominente wie LeBron James oder Penélope Cruz mit dem Rapper auf der Bühne. Und auch in Santa Clara standen nun Stars wie Pedro Pascal, Jessica Alba oder Cardi B an seiner Seite.

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