Elon Musk ist zuständig für umstrittene Sparmaßnahmen der US-Behörden. Laut "Politico" soll er sich nun aus dem engsten Kreis des US-Präsidenten zurückziehen.
Aktualisiert am 2. April 2025, 18:21 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, Reuters, akm
Der Tech-Milliardär Elon Musk soll einem Medienbericht zufolge sein Amt als einer der wichtigsten Berater von US-Präsident Donald Trump aufgeben. Trump habe seinem innersten Beraterkreis mitgeteilt, dass Musk in den kommenden Wochen ausscheiden werde, berichtete das Magazin Politico unter Berufung auf drei mit dem Vorgang vertraute Personen.
Elon Musk hat unter US-Präsident Donald Trump die sogenannte US-Regierungsbehörde Department of Government Efficiency, kurz DOGE, eingerichtet. Ziel der umstrittenen Behörde ist laut dem Milliardär, den Staatsapparat effizienter zu gestalten. Für Aufsehen hatte unter anderem die Zerschlagung der Entwicklungshilfeagentur USAID gesorgt.
In dem Bericht heißt es, Trump sei zwar mit Musk und den durchgesetzten DOGE-Ausgabenkürzungen zufrieden. Die beiden hätten jedoch in den kommenden Tagen beschlossen, dass der Chef der Unternehmen Tesla und SpaceX zu seinen Geschäften zurückkehren werde. Tesla kämpft derzeit mit einem über den Erwartungen liegenden Absatzschwund.
Die US-Regierung äußerte sich bisher nicht zu dem Bericht. Die Tesla-Aktie legte deutlich zu. Seit der Veröffentlichung erreichte sie fast ein Plus von vier Prozent und lag bei gut 280 Dollar.
Eigentlich nur 130 Tage
Erst vor wenigen Tagen hatte Musk angekündigt, die Bundesausgaben um eine Billion Dollar zu senken, ohne dabei Dienstleistungen zu beeinträchtigen. Seine Behörde sei in der Lage, Einsparungen in Höhe von einer Billion Dollar zu finden. Die derzeitigen Bundesausgaben von etwa sieben Billionen Dollar würden damit auf sechs Billionen Dollar sinken.
Musk darf offiziell nur bis zu 130 Tage im Jahr für die US-Regierung tätig sein, ohne als Vollzeitangestellter zu gelten. Durch den Status als special government employee muss der gegenwärtig reichste Mann der Welt weniger Auskünfte über seine Finanzen geben, als es bei Bundesbeamten der Fall ist.