Die Vision Pro kommt standardmäßig mit einer On-Screen-Tastatur, die Apple in visionOS integriert hat. Sie ermöglicht ein Tippen in der Luft, funktioniert vergleichsweise gut, liefert aber nur ein unterdurchschnittliches Tippgefühl. Im Zehn-Finger-System lässt sie sich zudem nicht nutzen. Entwickler José Buelto sieht hier deshalb nun eine Marktlücke und hat die laut eigenen Angaben erste „All-Finger“-Tastatur für Apples Computerbrille auf den Markt gebracht. Die App muss allerdings systembedingt mit Einschränkungen leben – und kostengünstig ist sie auch nicht.
Virtuell-physische Tastaturnachbildung
Das Produkt nennt sich AirKeyboard Pro und steht in Apples App Store zum Download bereit. Zum Herunterladen werden zunächst knapp 10 Euro Gebühr fällig. Dabei bleibt es allerdings nicht: Will man später weiter Tastaturen nachkaufen, etwa ein Modell aus Holz oder eine RGB-Tastatur mit Ziffernblock, werden weitere Gebühren zwischen 2,99 und 3,99 Euro fällig – pro Tastatur. Zudem ist es nicht möglich, AirKeyboard Pro als Standardtastatur unter visionOS zu verwenden, da eine entsprechende Schnittstelle, wie man sie von iOS kennt, bislang fehlt. Stattdessen nutzt man die App und muss Inhalte herauskopieren. In der Praxis stellt sie einen einfachen Texteditor samt Spezialtastatur dar.
Diese lässt sich vergleichsweise frei im Raum positionieren, beispielsweise auf einem vorhandenen Tisch (im Passthrough-Modus). Buelto behauptet zwar, dass man mit zehn Fingern gleichzeitig tippen kann, in der Praxis ging das aber nicht vollständig. Störend ist auch, dass die App standardmäßig eine Autokorrektur integriert, die, falls die Spracheinstellung nicht stimmt (man also etwa in einem englischen System auf Deutsch tippt), zu Fehlern neigt. Bei derart „physischen“ Tastaturen wäre es sinnvoller, wenn die Autokorrektur zunächst deaktiviert wäre, weil man sonst kein Tippgefühl entwickeln kann.
Fehlende Systemintegration
Dennoch macht das Projekt einen interessanten Eindruck. Buelto verspricht zudem, es regelmäßig weiterzuentwickeln. Eine bessere Integration ins System kann jedoch nur Apple leisten. Solange dies nicht umgesetzt wird, müssen Nutzer mit Copy & Paste leben, was die Arbeit verlangsamt.
Als reine Notiz-App ist AirKeyboard Pro zudem zu schlicht gestaltet – insbesondere bei dem Preis.
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(bsc)









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