Zollpolitik der USA: Abgeordnete im US-Senat stimmen gegen Zölle für Kanada

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Trotz republikanischer Mehrheit hat sich der US-Senat gegen Donald Trumps Zollpläne für Waren aus Kanada gewandt. Die Resolution dürfte allerdings folgenlos bleiben.

3. April 2025, 10:29 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, AFP,

 Der US-Senat hat gegen Zölle für Kanada gestimmt – trotz einer republikanischen Mehrheit.
Der US-Senat hat gegen Zölle für Kanada gestimmt – trotz einer republikanischen Mehrheit. © Anna Moneymaker/​Getty Images

Der US-Senat hat mit den Stimmen der Demokraten sowie von vier Republikanern eine Resolution gegen die 25-Prozent-Zölle auf kanadische Importe verabschiedet. Damit wurde die Resolution mit 51 gegen 48 Stimmen beschlossen. Die Republikaner von Präsident Donald Trump haben im Senat eine Mehrheit von 53 der 100 Sitze, mehrere verweigerten aber die Zustimmung zu Trumps Plänen.

Das Senatsvotum hat faktisch nur symbolische Bedeutung, da es unrealistisch ist, dass sie in ein Gesetz mündet. Der republikanische Vorsitzende des Repräsentantenhauses und Trump-Anhänger Mike Johnson dürfte ein Votum in der zweiten Parlamentskammer, dem Repräsentantenhaus, über den Text verhindern.

Trump bezeichnete das Senatsvotum gegen die Kanada-Zölle als "Machenschaft" der Demokraten. Das Repräsentantenhaus werde dem Text niemals zustimmen, und er werde ihn "niemals abzeichnen", schrieb der Präsident auf Truth Social.

Kanada und Mexiko nicht von jüngster Zollankündigung betroffen

Das Senatsvotum fand kurz nach Trumps Verkündung neuer Zölle gegen zahlreiche internationalen Handelspartner statt. Kanada und Mexiko stehen wegen Freihandelsabkommen zwar nicht auf der Liste der von diesen Zöllen betroffenen Staaten. Trump hatte Anfang Februar per Dekret jedoch pauschale Zölle von 25 Prozent auf Importe aus den zwei US-Nachbarstaaten angeordnet. Er warf beiden Ländern vor, nicht genug gegen Drogenschmuggel und irreguläre Zuwanderung in die USA zu unternehmen. Kanada reagierte mit Gegenzöllen.

Das Votum gegen Trump ist eine Besonderheit. Bisher folgten die beiden Kongresskammern, in denen die Republikaner jeweils über eine knappe Mehrheit verfügen, stets der Linie des Präsidenten. Zu den vier republikanischen Abweichlern gehört der frühere langjährige Chef der Republikaner in der Kongresskammer, Mitch McConnell. Seine Beziehung zu Trump verschlechterte sich besonders nach der Erstürmung des US-Kapitols durch Trump-Anhänger im Januar 2021.

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