Zahl der Deutschlandticket-Abos geht nach Preiserhöhung leicht zurück

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Die Verbraucher haben die Preiserhöhung für das Deutschlandticket offenbar akzeptiert. Die Kündigungsquote habe zwischen Dezember und Januar bei rund 5,75 Prozent gelegen, teilte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen mit. Das sei ein üblicher Wert zum Jahreswechsel. Im Fall der vorigen Preiserhöhung lag die Quote demnach bei rund acht Prozent.

Im Hamburg lag die Zahl der Abo-Kündigungen sogar noch deutlich niedriger. Nach der Preiserhöhung registrierte der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) im Monatsvergleich einen Rückgang der Zahlen im Vergleich zum Dezember 2025 um 0,5 Prozent.

»Vor einem Jahr (im Januar 2025) gab es einen Effekt in gleicher Größenordnung, auch damals war der Preis des Deutschlandtickets gestiegen«, erklärte ein HVV-Sprecher. Im Jahresverlauf sei der Rückgang dann aber wieder ausgeglichen worden. Die aktuelle Abonnentenzahl liegt mit 1,24 Millionen knapp über dem Vorjahreswert.

Das Deutschlandticket wurde im Mai 2023 als Nachfolger des 9-Euro-Tickets eingeführt. Besitzer der Fahrkarte können den öffentlichen Nahverkehr in ganz Deutschland nutzen, Fernverkehrszüge sind aber fast immer ausgenommen. Der Preis des Tickets stieg zum Jahreswechsel von 58 auf 63 Euro.

Im Gebiet des HVV wohnen laut Website mehr als 1,8 Millionen Hamburger, nahezu 1,2 Millionen Schleswig-Holsteiner und mehr als 600.000 Niedersachsen. Der HVV nimmt an, dass die Zahl der Deutschlandticket-Abonnenten in den nächsten Monaten wieder zunehmen wird, wie es in einer Stellungnahme heißt.

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