»Es ist sehr wichtig für mich, ich bin sehr stolz und sehr glücklich«, sagte Struff. »Es ist unglaublich«.
In allen drei Sätzen machte der Außenseiter einen Rückstand wett. Im ersten Abschnitt lag Struff 1:3, im zweiten Durchgang 3:5 hinten und kämpfte sich jeweils erfolgreich zurück. Im dritten Durchgang bog Struff sogar ein 2:5 um – auch dank eines kuriosen Videobeweises.
Bei Breakball für sich verlangte Struff, zu überprüfen, ob Medwedews Ball tatsächlich über das Netz geflogen war. Die Bilder zeigten, dass der Ball durch ein Loch zwischen Netzkante und Pfosten hindurchflog. Struff gelang damit das Break, er verkürzte und gab dann kein Spiel mehr ab.
Struff trotzte damit auch dem Umstand, dass er anders als üblich bei einem Grand-Slam-Turnier keinen spielfreien Tag vor seinem Drittrunden-Spiel hatte. Am Mittwochabend war seine Zweitrunden-Partie gegen Brandon Nakashima aus den USA wegen Dunkelheit beim Stand von 2:2-Sätzen vertagt worden. Am Donnerstag bewahrte Struff die Nerven und rang seinen Gegner nach einem Auf und Ab in einem Match über fünf Sätzen und mit vier Tiebreaks nieder.

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