Der KFC Uerdingen 05 gab sich kurz nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens kämpferisch. Doch nun droht laut Insolvenzverwalter die sofortige Einstellung des Spielbetriebs, wenn nicht schon bald "dringende Finanzmittel" eingehen.

Jähes Ende des Abstiegskampfes? Der KFC Uerdingen 05 benötigt dringend frisches Geld. IMAGO/DeFodi Images
Das schon geraumer Zeit im Raum stehende Insolvenzverfahren gegen den KFC Uerdingen 05 wurde mittlerweile eröffnet. Neun Punkte sind in der Tabelle der Regionalliga West gemäß der Regularien bereits abgezogen, doch nun liegt ein Szenario auf dem Tisch, das alle Widerstandskräfte und Kampfansagen aus der Grotenburg zu Fall bringen könnte.
Wie die Kanzlei Voigt Salus, zu der Insolvenzverwalter Thomas Ellrich gehört, nun mitteilte, seien weiterhin dringend Finanzmittel erforderlich, um den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. Absichtserklärungen gibt es, doch die reichen Rechtsanwalt Ellrich und seinen Mitstreitern erwartungsgemäß nicht. Weiter heißt es im Statement der Kanzlei: "Es ist nun abzuwarten, ob die mehrfach mündlich zugesagten Gelder rechtzeitig und in voller Höhe auf dem Konto des Insolvenzverwalters vorliegen. Sollten diese nicht im Laufe dieser Woche eingehen, wird der Insolvenzverwalter den Geschäfts- und Spielbetrieb des KFC Uerdingen 05 e.V. einstellen müssen. Die Verantwortlichen wurden bereits darüber informiert."
Bereits am Freitag steht für den KFC das Auswärtsspiel beim SC Paderborn 07 II auf dem Plan. "Wir glauben fest daran, dass wir auch bei einem Punktabzug mit dieser unglaublichen Mannschaft und deren unbeschreiblichen Moral den Klassenerhalt schaffen können", schrieben die Uerdinger Anfang der Woche, doch womöglich wird es nicht mal mehr zur Partie in der Home-Deluxe-Arena und den darauf folgenden sechs Regionalliga-Spielen kommen.
stw