Werner Enke: Schauspieler ist tot

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Der Schauspieler Werner Enke ist im Alter von 85 Jahren in München gestorben. Das bestätigte ein langjähriger Freund unter Berufung auf Enkes Lebensgefährtin May Spils der Nachrichtenagentur dpa. Enke sei bereits am 20. Juli nach schwerer Krankheit gestorben, sagte Oliver Fries. Zuvor hatte der »Münchner Merkur« über Enkes Tod berichtet.

Der 1941 in Berlin geborene und in Göttingen aufgewachsene Enke war nicht nur Schauspieler, sondern schrieb auch selbst Theaterstücke, führte Regie und malte. Seine größten Filmerfolge waren »Zur Sache, Schätzchen« (1968) und »Nicht fummeln, Liebling« (1970), bei denen er Autor und Hauptdarsteller war und seine langjährige Lebensgefährtin May Spils Regie führte.

Uschi Glas und Enke hatten damals nicht mit dem Erfolg von »Zur Sache, Schätzchen« gerechnet. Eine »Walze des Vergnügens« sei bei der Premiere in München »durch den Kinosaal gerollt«, sagte die Schauspielerin einmal. Enke sei sogar leicht verärgert gewesen, weil man durch das viele Gelächter seine Pointen nicht mehr verstehen konnte. Der Film lief danach zwei Jahre lang in den deutschen Kinos.

Glas äußerte sich nun auch zum Tod Enkes. »Lieber Werner, eigentlich wollten wir doch noch zusammen feiern«, schrieb die Schauspielerin auf Anfrage der »Abendzeitung« . »Aber jetzt bist du im Himmel und schaust auf uns hinab. Ich bedanke mich bei Dir von Herzen, es war eine Freude, mit Dir zu drehen, obwohl wir uns ab und zu auch ganz schön gekabbelt haben.«

Mit gerade einmal 26 Jahren präsentierte Spils als erste deutsche Regisseurin der Nachkriegsgeneration die Komödie. Enke spielte darin den Nichtstuer Martin, der die Welt mit pseudophilosophischen Sprüchen beglückt und in den Tag hinein lebt. Die Begegnung mit Barbara (Uschi Glas) – wohlbehütete Tochter aus gutbürgerlichem Hause – wirbelt sein Leben dann durcheinander.

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