Wegen EpStein-Skandal: Noam Chomsky aus Verlagsprogramm gestrichen

vor 2 Tage 4

Der in Münster ansässige Unrast-Verlag hat angekündigt, Bücher von Noam Chomsky aus seinem Programm zu nehmen. Die Bücher „Der Terrorismus der westlichen Welt“ (2014), „Brennpunkt Palästina“ (2015), „Zuversicht in Zeiten des Verfalls“ (2018) sowie „Die Klimakrise und der Global Green New Deal“ (2021) sollen von Montag an nicht länger vertrieben werden.

Der Verlag begründet seine Entscheidung mit Chomskys Nähe zu Jeffrey Epstein. Wie aus den kürzlich veröffentlichten Epstein-Akten hervorgeht, stand der linke Intellektuelle in vertraulichem Kontakt mit Ep­stein, auch nach dessen Verurteilung wegen Anstiftung zur Prostitution einer Minderjährigen. Er beriet ihn unter anderem im medialen Umgang mit dem Skandal. Auch soll er in seinen persönlichen finanziellen Angelegenheiten mit Epstein zusammengearbeitet haben.

„Als linker Verlag“, heißt es in der Pressemitteilung von Unrast, „ist Chomsky für uns als Autor nicht mehr tragbar.“ Man wolle „Täter und ihre Unterstützer“ nicht schützen, indem man ihnen eine Plattform und Einkommen biete. Die bei Unrast publizierten Bücher Chomskys wurden teilweise mehrmals aufgelegt und beziehen sich vorwiegend auf aktuelle politische Fragen. Seine wissenschaftlichen Hauptwerke sind andernorts erschienen.

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