Neben iOS 18.4, iPadOS 18.4, macOS 15.4, tvOS 18.4 und mittlerweile auch watchOS 11.4 hat Apple in dieser Woche auch ein größeres Update für visionOS, das Betriebssystem seines Augmented- und Virtual-Reality-Headsets Vision Pro, publiziert. Das Update liefert, trotz der geringen Versionsnummernerhöhung auf 2.4, einige interessante neue Funktionen mit. Hinzu kommen diverse geschlossene Sicherheitslücken.
Apple Intelligence auf dem Kopf – mit Einschränkungen
So hat Apple erstmals sein hauseigenes KI-System Apple Intelligence auf das System geholt. Lange war spekuliert worden, ob der Konzern dies noch vor hat, wird der verbaute M2-Prozessor doch schon für das Spatial Computing, also etwa Augen- und Handtracking sowie Raumerfassung, ordentlich belastet. Doch wie sich zeigt, ist Apple Intelligence durchaus auf der Vision Pro lauffähig. Zu den Funktionen gehören die Schreibwerkzeuge, mit denen man Texte umschreiben, verbessern und zusammenfassen kann, Bildgeneratoren (die allerdings nicht fotorealistisch arbeiten) samt Genmojis und "Image Wand"-Funktion, die Erstellung von Bilderschauen und Videos aus der Mediathek durch Textprompts, die Priorisierung von Nachrichten sowie Zusammenfassungen und "smarte Antworten" in Mail und der Nachrichten-App.
Verwirrenderweise hat Apple die Funktion jedoch nur in englischer Sprache freigegeben. Während mit iOS 18.4, macOS 15.4 und Co. endlich auch Deutsch, Spanisch, Französisch und diverse weitere Sprachen unterstützt werden, bleibt es bei der Vision Pro bei der Einsprachigkeit. Wieso das so ist, hat Apple bislang nicht erklärt.
iPhone-App mit Content und besseres Gäste-Setup
Mit der neuen "Spatial Gallery"-Anwendung fasst Apple nun für die Vision Pro aufbereitete Inhalte in einer Anwendung zusammen. Darin finden sich Spatial-Fotos, Spatial-Videos und Panoramen, die Apple regelmäßig mit neuem Content versorgt. Verbessert wurde auch der sogenannte Gastmodus, mit dem man die Vision Pro an andere Nutzer übergeben kann. Eine neue Sitzung lässt sich nun auf einem iPhone oder iPad in der Nähe starten und Nutzer darüber auch von Außen "führen". Augen- und Handtracking-Daten bleiben 30 Tage erhalten.
Schließlich liefert iOS 18.4 eine neue Apple-Vision-Pro-App mit, die es ermöglicht, Inhalte vorzuschauen sowie Apps vorab zu installieren, die dann beim Anschalten des Headsets auf diesem landen. An Verbesserungen und Bugfixes hat Apple die Möglichkeit ergänzt, Worte per Diktat zu editieren (Ersetzen und Löschen) sowie den Reisemodus zu aktivieren, wenn es eine Fehlermeldung gibt – das geht über die digitale Krone. Eine Liste der in visionOS 2.4 behobenen Sicherheitslücken listet Apple auf seiner Website – es sind mehrere Dutzend, einige sind schwerwiegend.
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(bsc)