Verbesserte Booster: Ariane 6 bringt 36 Amazon-Satelliten ins All

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Mehr Treibstoff, mehr Satelliten: Die europäische Trägerrakete Ariane 6 ist mit verbesserten Boostern gestartet, die mehr Leistung haben. Die bisher leistungsfähigste Version der Ariane 6 hat beim gestrigen Start einen Rekord aufgestellt.

Die Ariane 6 hob am 17. Juni um 9:21 Uhr Ortszeit (14:21 Uhr unserer Zeit) vom Startplatz Kourou im französischen Übersee-Departement Französisch-Guayana aus ab. Sie brachte 36 Satelliten von Amazons Satellitenkonstellation Leo ins All, die etwa eine Stunde später im vorgesehenen Orbit ausgesetzt wurden, wie die Europäische Raumfahrtagentur (European Space Agency ESA) mitteilte.

Es war die bislang stärkste Version der Ariane 6. Für diese Mission wurde sie mit neuen Boostern ausgestattet, die eine größere Nutzlast ermöglichten: Bei den beiden vorherigen Missionen für Amazon waren 32 Satelliten an Bord.

Der Booster P160C ist eine Weiterentwicklung des bisher genutzten P120C. Die P160C ist 14,5 Meter hoch und verfügt über 156 Tonnen Treibstoff. Damit ist er 1 Meter größer als P120C und enthält zudem 14 Tonnen mehr Treibstoff. P160C kommt auch in der kleineren europäischen Rakete Vega-C zum Einsatz.

Infografik zu P160C

(Bild: ESA)

Es war der achte Start der Ariane 6 – der Erstflug fand im Juli 2024 statt. Dabei stellte die Ariane einen Rekord auf: Es war die größte Nutzlast, die von einer europäischen Rakete ins All gebracht wurde. Den Rekord hielt zuvor die Ariane 5 mit dem Transport des ATV Albert Einstein im Jahr 2013.

Leo ist eine Konstellation für Satelliteninternet, mit der Amazon Starlink von SpaceX Konkurrenz machen will. Der Aufbau der Konstellation stockt jedoch, unter anderem weil Ende Mai eine New-Glenn-Rakete von Blue Origin mit 48 Leo-Satelliten an Bord explodierte.

(wpl)

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