Die massive Präsenz von US-Kriegsschiffen in der Karibik führt zu wachsenden Spannungen zwischen den USA und Venezuela. Die US-Regierung begründet den Einsatz mit der Bekämpfung von Drogenkartellen. Ein US-Vertreter sagte am Donnerstag, sieben US-Kriegsschiffe sowie ein Atom-U-Boot befänden sich in der Region oder würden dort in der kommenden Woche erwartet. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge gehören unter anderem die USS Jason Dunham, USS Gravely und USS Sampson zu den entsandten Kriegsschiffen.
Venezuela beschwerte sich daraufhin bei Uno-Generalsekretär António Guterres über den Aufmarsch und warf Washington einen Verstoß gegen die Uno-Charta vor. Es handele sich um eine »massive Propaganda-Operation«, um eine Militärintervention zu rechtfertigen, sagte der venezolanische Uno-Botschafter Samuel Moncada.
Das Pentagon hat sich bisher nicht öffentlich zum genauen Auftrag der Kriegsschiffe geäußert. Das Weiße Haus teilte am Donnerstag mit, Präsident Donald Trump sei bereit, »jedes Element amerikanischer Macht einzusetzen, um zu verhindern, dass Drogen in unser Land strömen«.
Der Kampf gegen Drogenkartelle ist ein zentrales Ziel der Trump-Regierung und Teil einer umfassenden Strategie, die Migration in die USA zu begrenzen. Im Februar hatte die US-Regierung das mexikanische Sinaloa-Kartell und die venezolanische kriminelle Vereinigung Tren de Aragua als globale Terrororganisationen eingestuft. Dies erlaubt den Einsatz des US-Militärs gegen sie. Die US-Justiz wirft dem venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro vor, in den internationalen Drogenhandel verwickelt zu sein.