USA: VW stoppt angeblich Lieferungen von Autos in die USA

vor 1 Tag 1

Wichtige Updates

Bericht: VW reagiert mit Zoll-Hinweis auf US-Preisschildern

Von der Leyen: "Ein schwerer Schlag für Unternehmen"

Eurokurs nach US-Zollpaket auf höchstem Stand seit sechs Monaten 

Aktien von Tech-Konzernen fallen, Goldpreis steigt

"Politico": US-Sicherheitsberater ignorierte Sicherheitsvorschriften 

Julia Daniel

Scholz: Trumps Zölle sind Anschlag auf weltweite Handelsordnung 

Bundeskanzler Olaf Scholz hat die neuen Zölle von US-Präsident Donald Trump als "grundfalsch" und Anschlag auf die weltweite Handelsordnung bezeichnet. "Die gesamte Weltwirtschaft wird unter diesen undurchdachten Entscheidungen leiden", sagte Scholz. Unternehmen wie Verbraucher überall in der Welt, auch in den USA, würden dies zu spüren bekommen. Die US-Regierung beschreite einen Weg, an dessen Ende es nur Verlierer geben werde. Die EU sei handlungsfähig, man müsse allerdings versuchen, einen Handelskrieg abzuwenden. 

Julia Bergmann

Bericht: VW reagiert mit Zoll-Hinweis auf US-Preisschildern

Volkswagen will in seinen US-Autohäusern einem Bericht zufolge die neuen Autozölle auf den Preisschildern ausweisen. Bei Fahrzeugen, die von dem seit heute geltenden 25-Prozent-Zoll betroffen sind, solle am Fahrzeug auf eine mögliche „Importgebühr“ hingewiesen werden, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf eine interne Mitteilung an die Händler. Zur Höhe des Aufschlags und ab wann er gelten soll, machte VW noch keine Angaben.

Dem Bericht zufolge hat VW zudem die Auslieferung von Fahrzeugen aus dem mexikanischen Werk Puebla, die per Bahn in die USA gehen, vorübergehend gestoppt. Autos, die per Schiff aus Europa kommen, würden vorerst in den Häfen zurückgehalten, bis sich die Zollsituation stabilisiert habe. Fahrzeuge, die bereits vor Inkrafttreten der Zölle in die USA importiert wurden, sind nicht von dem Aufschlag betroffen.

Im vergangenen Jahr verkaufte die Kernmarke Volkswagen knapp 380.000 Neuwagen in den USA. Das entsprach acht Prozent des weltweiten Absatzes. Meistverkauftes Modell war das nur in Nordamerika angebotene SUV Atlas, das VW in seinem US-Werk in Chattanooga herstellt. Knapp zwei Drittel der in den USA verkauften VWs wurden importiert, die meisten aus Mexiko. 

Leopold Zaak

Von der Leyen: "Ein schwerer Schlag für Unternehmen"

Die EU-Kommissionspräsidentin findet deutliche Worte für die Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump. Die universellen Zölle seien "ein schwerer Schlag für Unternehmen und Verbraucher weltweit", sagte Ursula von der Leyen in einem Statement am frühen Donnerstagmorgen. Der Schritt werde weltweite Konsequenzen haben. Sie warnte vor steigenden Preisen etwa für Lebensmittel und Medikamente. Das werde vor allem ärmere Länder treffen, sagte sie.

Die EU sei bereit, ihre Interessen und Werte zu schützen, fügt sie an. "Europa ist bereit zu reagieren". Man sei bereits dabei, ein Paket mit Gegenmaßnahmen fertigzustellen, sagte sie. Die werde man auf den Weg bringen, wenn man sich mit den USA nicht einige. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union wollen am Mittwoch kommender Woche über Gegenmaßnahmen zu den US-Zöllen auf Stahl und Aluminium abstimmen.

Die Kommissionspräsidentin wolle dafür eintreten, Handelsbarrieren ab- und nicht aufzubauen. Man werde Brücken zu all denen aufbauen, die an einem freien Handel interessiert seien. 

Julia Bergmann

Eurokurs nach US-Zollpaket auf höchstem Stand seit sechs Monaten 

Der Euro hat mit deutlichen Kursgewinnen auf das gewaltige Zollpaket der US-Regierung reagiert. Am Donnerstagmorgen stieg die Gemeinschaftswährung bis auf 1,0990 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit sechs Monaten. Vor der Pressekonferenz von US-Präsident Donald Trump mit der Ankündigung von weitreichenden Zöllen am Mittwochabend hatte der Euro noch 1,0850 Dollar gekostet. Der Eurokurs hatte bereits in den vergangenen Wochen angesichts von Trumps Wirtschaftspolitik massiv zugelegt.

„Bemerkenswert bleibt, dass der US-Dollar nicht als sicherer Hafen profitiert“, kommentierten Experten der Dekabank. Vielmehr konnten die Kurse des Euro und des japanischen Yen zulegen. „Offenbar sehen Anleger vor allem Risiken für die USA.“ Allerdings sei im weiteren Handelsverlauf mit Kursschwankungen zu rechnen. Die Märkte dürften kurzfristig noch auf Verhandlungslösungen hoffen, die die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft in Grenzen halten.

Leopold Zaak

Aktien von Tech-Konzernen fallen, Goldpreis steigt

An den Börsen reagieren die Anleger bereits auf die drastischen Zölle. Die Kurse vieler großer US-Tech-Konzerne geben stark nach: Apple fällt um 6,1 Prozent, Microsoft um zwei Prozent und Nvidia um 4,7 Prozent. Amazon gibt fünf Prozent nach, Meta fällt ebenfalls 4,7 Prozent und Tesla 5,9 Prozent. Für Alphabet geht es drei Prozent runter, für Netflix 2,8 Prozent. Auch Unternehmen der Chipbranche lassen im nachbörslichen Handel Federn. Marvell-Technology-Aktien verlieren 5,3 Prozent, Qualcomm-Titel 3,8 Prozent und Intel-Papiere 2,5 Prozent.

Der Dax rutschte zum Auftakt auf den tiefsten Stand seit Anfang Februar. Zuletzt verlor der deutsche Leitindex 2,3 Prozent auf 21 873 Punkte.
Der MDax der mittelgroßen Unternehmen sank um 2,44 Prozent auf 26 824 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor ebenfalls über 2 Prozent. Stephen Dover, Marktstratege bei Franklin Templeton, sprach vom Ende der Freihandelsära. Die Zölle von Trump seien insgesamt viel höher als erwartet.

Auch in Japan reagiert die Börse. Der japanische Aktienindex Nikkei ist im frühen Handel um vier Prozent eingebrochen. Damit liegt der Index nun auf einem Achtmonatstief. Trump hatte für Einfuhren auf Waren aus Japan Zölle von 24 Prozent verkündet, vom 9. April an sollen sie gelten.

Für den Goldpreis geht es vorerst nach oben. Der Preis für eine Feinunze steigt zunächst um 0,7 Prozent auf 3 133,57 Dollar. Für viele Anleger gilt Gold als eine Art "Krisenwährung". Das heißt: Gibt es politische oder wirtschaftliche Krisen, dann steigt häufig der Goldpreis.

Wie ETF-Anleger jetzt reagieren sollten, haben die Kollegen Valentin Dornis und Harald Freiberger zusammengeschrieben (SZ Plus):

Julia Bergmann

"Politico": US-Sicherheitsberater ignorierte Sicherheitsvorschriften 

Der Nationale Sicherheitsberater der USA, Mike Waltz, soll sich mehrfach über Sicherheitsvorschriften beim Umgang mit vertraulichen Informationen hinweggesetzt haben. Das Magazin Politico berichtete am Mittwoch, sein Team habe mindestens 20 Chatgruppen beim Kurznachrichtendienst Signal eingerichtet. Diese dienten der Abstimmung bei Themen wie China, Nahost-Politik, Afrika und Europa. Politico berief sich auf vier Personen, die zu Chatgruppen hinzugefügt wurden. Zwei von ihnen gaben an, in mindestens 20 Chats gewesen zu sein oder direkte Kenntnis davon gehabt zu haben. Alle vier hätten mitbekommen, wie vertrauliche Informationen diskutiert wurden, berichtete das Magazin.

Damit deutet sich an, dass in der US-Regierung in weit umfangreicherem Maße als bislang bekannt, vertrauliche und geheime Informationen über als nicht sicher geltende kommerzielle Kanäle ausgetauscht wurden. Waltz, US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und hochrangige Regierungsmitarbeiter waren vergangenen Monat unter Druck geraten, nachdem bekannt wurde, dass sie über Signal hochsensible Details über einen Angriff auf Stellungen der Huthi-Rebellen in Jemen erörterten und damit Sicherheitsvorschriften ignorierten hatten. Eine Regierungssprecherin und Beteiligte hatten die Panne heruntergespielt. 

Julia Daniel

China drängt die USA zur Aufhebung der Zölle und kündigt Vergeltung an 

"China lehnt dies entschieden ab und wird Gegenmaßnahmen ergreifen, um seine eigenen Rechte und Interessen zu schützen", so das chinesische Handelsministerium in einer Erklärung. Der Schritt der USA missachte den Interessenausgleich, der in multilateralen Handelsverhandlungen im Laufe der Jahre erreicht worden sei.

Ein Sprecher des Handelsministeriums sagte, in einem Handelskrieg gebe es keine Gewinner. Der Schritt der USA sei „eine typische Praxis einseitiger Schikanen“.

Leopold Zaak

Mit Stimmen von vier Republikanern: Senat verabschiedet Resolution gegen Trumps Zölle

Am späten Abend hat der US-Senat eine Resolution auf den Weg gebracht, die sich gegen die Zölle gegen das Nachbarland Kanada richtet. Die Resolution steht also nicht im direkten Zusammenhang mit den Abgaben, die Trump am Mittwoch angekündigt hatte. Sie wurde mit 51 zu 48 Stimmen angenommen, vier republikanische Senatoren verhalfen der Resolution zu ihrer Mehrheit – darunter auch Mitch McConnell, der bis 2025 die Republikaner im Senat anführte.

Die Abstimmung ist lediglich von symbolischen Wert. Es ist nicht davon auszugehen, dass Trump seinen Schritt rückgängig machen wird, Kanada mit Zöllen von bis zu 25 Prozent zu belegen – zumal die Mehrheit der republikanischen Abgeordneten weiter hinter ihm steht. Dennoch ist es ein seltener Fall von Widerstand gegen Trumps Politik aus den eigenen Reihen. 

Leopold Zaak

Kanadas Premier sieht fundamentalen Wandel im Welthandel

Auch wenn Kanada von der jüngsten Zoll-Ankündigung von US-Präsident Trump verschont bleibt, kommen deutliche Worte aus dem Nachbarland. Mark Carney, der neue kanadische Premier sagte, Trumps Zölle werden "das Welthandelssystem fundamental ändern". Carney zeigte sich erleichtert, dass mit der Ankündigung keine weiteren Zölle für Kanada einhergingen. Für Kanada (ebenso wie für Mexiko) gelten allerdings weiterhin die Abgaben in Höhe von 25 Prozent auf alle Waren, die nicht unter das Freihandelsabkommen fallen. 

Leopold Zaak

Deutsche Wirtschaftsverbände kritisieren Trumps Zollpolitik

Trumps Ankündigungen lösen weltweit Sorge aus – auch in der deutschen Wirtschaft. Die Präsidentin des deutschen Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, bezeichnet die Zoll-Ankündigung des US-Präsidenten als einen fundamentalen handelspolitischen Einschnitt. "Es ist die Abkehr der USA von der regelbasierten globalen Handelsordnung – und somit die Abkehr von der Grundlage für weltweite Wertschöpfung und entsprechendes Wachstum und Wohlstand in vielen Regionen der Welt. Das ist kein America first, das ist America alone". Der Protektionismus der USA werde nur Verlierer produzieren – auch in den USA. Die Zölle könnten die Inflation anheizen und die Verbraucherpreise in die Höhe treiben, sagt Müller.

Auch Außenhandelspräsident Dirk Jandura erwartet negative Folgen für die deutsche Wirtschaft. "Ich sage es ganz offen: Das werden wir spüren", sagt er. "Die Zölle werden wir in Preissteigerungen umsetzen müssen, und das bedeutet in vielen Fällen einen Umsatzrückgang." Bei kleineren Unternehmen, die schon geschwächt aus den letzten schwierigen Jahren gekommen seien, könne das auch das Aus bedeuten. Damit treffe es dann auch deren Arbeitnehmer. Auch volkswirtschaftlich dürften Jandura zufolge die Zölle spürbar werden. Deutschland als Exportnation sei auf Exporte in die USA angewiesen, die Handelsbarrieren würden "für beide Seiten des Atlantiks" zu Problemen führen.

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) bedauert den Schritt ebenfalls, warnt aber davor, den beginnenden Handelskrieg mit den USA weiter zu eskalieren. "Jetzt gilt es für alle Beteiligten, einen kühlen Kopf zu bewahren", sagt VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup.

Katja Guttmann

Trump kündigt Welle von wechselseitigen Zöllen für Länder weltweit an

Der US-Präsident verkündet die neuen Zölle bei einer Veranstaltung im Rosengarten des Weißen Hauses. Er werde in Kürze ein entsprechendes Dekret unterzeichnen. Trump betonte, der heutige Tag markiere die „Erklärung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit“ der USA.

Vom 5. April an soll ein sogenannter Basiszoll in Höhe von 10 Prozent gelten, also für alle Importe in die USA. Für Länder bei denen das Handelsdefizit größer ist, sollen höhere Zölle gelten, so Trump. Diese Zölle sollen am 9. April in Kraft treten, heißt es. Auf Einfuhren aus der EU sollen von da an Zölle in Höhe von 20 Prozent gelten. Ein Handelskrieg mit der EU scheint nun unausweichlich. „Sie zocken uns ab. Es ist so traurig, das zu sehen. Es ist so erbärmlich“, sagte Trump mit Blick auf die Europäer.

Doch auch andere Handelspartner müssen sich auf hohe Strafzölle einstellen. Auf Importe aus China etwa fallen künftig Zölle von 34 Prozent an, für Japan liegen die Zölle bei 24, für Indien bei 26 Prozent.

Der Republikaner hatte zuvor immer wieder kritisiert, dass zum Beispiel europäische Unternehmen insgesamt deutlich mehr Waren in den USA verkaufen als amerikanische Firmen in der EU. Bereits am Donnerstag treten Autozölle in Höhe von 25 Prozent in Kraft. Die Aufschläge auf Autoteile in gleicher Höhe sollen spätestens am 3. Mai wirksam werden. 

Der Republikaner nannte den Tag der Verkündung „Tag der Befreiung“. Wechselseitige Zölle bedeuten im Prinzip, dass die USA überall dort ihre Zölle entsprechend im Verhältnis anheben, wo sie derzeit weniger verlangen als ihre Handelspartner. 

Katja Guttmann

EVP-Chef Weber: "Kein Tag der Befreiung, sondern ein Tag der Verbitterung""

Manfred Weber, Präsident der Europäischen Volkspartei EVP im Europäischen Parlament, sieht Europa bereit, seine Interessen im Handelsstreit mit den USA zu verteidigen. "Für unsere amerikanischen Freunde ist heute kein Tag der Befreiung, sondern ein Tag der Verbitterung", schreibt der CSU-Politiker auf der Plattform X. Donald Trumps Zölle schadeten beiden Seiten des Atlantiks. "Europa steht vereint, ist bereit, seine Interessen zu verteidigen und offen für faire, entschlossene Gespräche." 

Der Vorsitzende des Handelsausschusses im Europäischen Parlament erwartet schwerwiegende negative Konsequenzen der neuen Zollentscheidungen von US-Präsident Donald Trump. „Diese ungerechtfertigten, illegalen und unverhältnismäßigen Maßnahmen können nur zu einer weiteren Eskalation und einer wirtschaftlichen Abwärtsspirale für die USA und die Welt insgesamt führen“, sagte der deutsche SPD-Politiker Bernd Lange. Trump möge von einem „Tag der Befreiung“ sprechen, aus der Sicht des Normalbürgers sei es allerdings eher ein „Tag der Inflation“. Die schwerste Last in einem Handelskrieg komme dabei auf die Verbraucherinnen und Verbraucher in den USA zu.

Mit Blick auf die möglichen Antworten auf die Zoll-Politik von Trump sagte Lange: „Alle betroffenen Länder müssen geschlossen reagieren und eine klare Botschaft an die USA senden, um diesem Zollwahnsinn ein Ende zu setzen.“ Als EU werde man nun prüfen, welche Instrumente im Werkzeugkasten am besten geeignet seien. Dann sei zu hoffen, dass die Argumente und die Entschlossenheit der Antwort genügend Anreize bieten, um die USA an den Verhandlungstisch zu bringen. Er wünsche sich, dass die Regierung von Trump an einem Dialog mit der EU interessiert sei, sagte Lange. Aber sicher sei er sich dessen nicht. Für den Fall mangelnder Verhandlungsbereitschaft der USA prophezeit der SPD-Europaabgeordnete eine harte Auseinandersetzung. „Wir werden nicht klein beigeben: Wir werden unsere Souveränität verteidigen“, warnt er. 

Annette Reuther

Trump: Firmen, die in den USA produzieren, werden von Zöllen ausgenommen

Trump sagt, diese Unternehmen würden keine Zölle bezahlen. "Es gibt keine Zölle, wenn Sie Ihr Produkt hier in Amerika herstellen", so der US-Präsident. Bald würde er Anrufe von "Königen, Königinnen und Botschaftern" bekommen, die um Ausnahmen für die Zölle bitten würden. 

Katja Guttmann

Bericht: Auch Amazon will Tiktok kaufen

Die von Donald Trump gesetzte Frist für eine Lösung zur Zukunft von Tiktok in den USA rückt näher. Auf der Zielgeraden soll ein weiterer Anwärter mit tiefen Taschen aufgetaucht sein: Amazon hat laut einem Medienbericht sein Interesse am Kauf von Tiktok angemeldet. Der weltgrößte Online-Händler habe das Angebot in einem Brief an Vizepräsident J.D. Vance und Handelsminister Howard Lutnick unterbreitet, schrieb die New York Times unter Berufung auf informierte Personen. Verschiedene an den Verhandlungen beteiligte Akteure nähmen die Amazon-Offerte jedoch nicht ernst, hieß es einschränkend.

Tiktok hätte nach einem US-Gesetz eigentlich bis zum 19. Januar von dem in China ansässigen Eigentümer Bytedance verkauft werden müssen - oder in den USA vom Netz gehen. Doch Trump räumte eine Gnadenfrist von 75 Tagen ein, die am 5. April abläuft. Er stellte aber auch mehrmals eine Fristverlängerung bei Bedarf in Aussicht - obwohl es dafür in dem Gesetz keine Grundlage gibt.

Als weiterer Interessent für Tiktok gilt der Software-Konzern Oracle, den Bytedance bereits mit der Absicherung der Daten von US-Nutzern beauftragt hatte. Auch der Gründer der für Pornos bekannten Website OnlyFans, Tim Stokely, hat in Gemeinschaft mit einem Kryptowährungsnetzwerk der US-Regierung mitgeteilt, ein Gebot abgeben zu wollen. 

Nadja Lissok

Musk zieht sich angeblich als Trump-Berater zurück – Weißes Haus nennt Berichte "Müll"

Der Tech-Milliardär Elon Musk gibt nach einem Medienbericht sein Amt als einer der wichtigsten Berater von Donald Trump auf. Der US-Präsident habe seinem innersten Beraterkreis mitgeteilt, dass Musk in den kommenden Wochen ausscheiden werde, berichtet das Magazin Politico unter Berufung auf drei mit dem Vorgang vertraute Personen.

Regierungssprecherin Karoline Leavitt hingegen bezeichnete den Bericht kurz darauf auf der Plattform X als "Müll". Musk und Trump hätten beide öffentlich erklärt, dass Musk aus dem Dienst ausscheiden werde, wenn "seine unglaubliche" Arbeit abgeschlossen sei.

Der Chef des Elektroautobauers Tesla ist zuständig für umstrittene Sparmaßnahmen der Bundesbehörden. Ende Mai, Anfang Juni würde ohnehin eine Frist auslaufen, bis zu der Musk als "besonderer Regierungsbeamter" tätig sein darf. Bisher waren Experten aber davon ausgegangen, dass Trump Musk trotzdem in der Funktion behalten möchte.

Der US-Sender ABC News formuliert deutlich zurückhaltender als Politico, Trump habe angedeutet, dass sich Musk zurückziehen könnte. Politico zitiert einen hochrangigen Regierungsbeamten, der davon ausgeht, dass Musk wahrscheinlich trotzdem als informeller Berater weiter im Weißen Haus präsent sein werde. Ein anderer wird mit der Warnung zitiert, wer glaube, Musk werde aus Trumps Umfeld verschwinden, mache sich etwas vor.

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