Mit seinem Handelskrieg gegen die Welt gibt Trump ein wichtiges Druckmittel gegen Putin aus der Hand. Langfristig könnte es für Russland dennoch gefährlich werden.
3. April 2025, 16:41 Uhr
Als US-Präsident Donald Trump am Mittwoch vor dem Weißen Haus in Washington, D. C. die übergroßen Schilder mit den Ländernamen und den jeweiligen Zöllen den TV-Kameras entgegenhielt, fehlte zumindest ein prominenter Name: Russland. Selbst für die brutal angegriffene Ukraine gilt seit Mittwoch ein Zoll von zehn Prozent auf alle Exporte in die USA. Es ist der weltweite Basistarif.
Verglichen mit 20 Prozent für die EU und insgesamt 54 Prozent für China ist das zwar noch ein geringer Wert. Der Aggressor Russland aber bleibt vollständig verschont, sein Diktator Wladimir Putin kann zunächst entspannt zuschauen bei Trumps Handelskrieg gegen die Welt. Der Handel mit Russland sei ohnehin wegen der geltenden Sanktionen minimal, sagte Trumps Sprecherin Caroline Leavitt am Mittwoch. Was nicht ausschließe, dass Strafzölle und Sanktionen zu einem späteren Zeitpunkt folgen könnten.