USA-Iran-Konflikt: Trump kündigt Gespräche mit iranischer Führung an

vor 2 Stunden 1

Nach israelischen und US-Luftangriffen auf den Iran und der Tötung Chameneis hat sich Donald Trump gesprächsbereit gezeigt. Der Präsident warf dem Iran Versäumnisse vor.

1. März 2026, 19:08 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa,

3 Kommentare
 US-Präsident Donald Trump hat sich bereit zu Gesprächen mit dem Iran gezeigt.
US-Präsident Donald Trump hat sich bereit zu Gesprächen mit dem Iran gezeigt. © Nathan Howard/​Getty Images

Einen Tag nach den Angriffen auf den Iran und der Tötung des bisherigen Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei hat sich US-Präsident Donald Trump Gesprächsbereitschaft signalisiert. "Sie wollen reden, und ich habe zugesagt, also werde ich mit ihnen sprechen", zitierte ihn die Zeitschrift The Atlantic nach einem Telefonat. Dabei warf Trump dem Iran vor, zu lange gezögert zu haben. "Sie hätten es früher tun sollen", sagt er. Unklar war, ob die iranische Seite auch zu Gesprächen bereit ist.

Wann genau die Gespräche stattfinden sollen, ließ Trump demnach offen. Der Präsident habe angemerkt, dass einige Iraner, die an den bisherigen Verhandlungen beteiligt waren, nicht mehr am Leben seien. "Die meisten dieser Leute sind tot. Einige derjenigen, mit denen wir verhandelt haben, sind tot, denn das war ein schwerer Schlag", sagte er.

Dem Sender Fox News sagte Trump, dass bei den Angriffen der USA und Israels auf den Iran 48 Führungspersonen getötet worden seien: "Niemand kann den Erfolg glauben, den wir haben, 48 Anführer sind auf einen Schlag weg."

Iranischer Kurs unklar

Mit wem Trump nun sprechen möchte, ist bislang unklar. Zuletzt verhandelten die Vereinigten Staaten unter Vermittlung von Oman mit Irans Außenminister Abbas Araghtschi. Nach dem Tod von Chamenei bei den amerikanisch-israelischen Luftangriffen auf Teheran ist der weitere Kurs des Landes unklar.

Bis ein neues Staatsoberhaupt bestimmt wird, soll ein dreiköpfiger Rat seine Aufgaben übernehmen. Diese Rolle fällt laut offiziellen Angaben Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholamhossein Mohseni Edschei sowie dem Mitglied des Wächterrats, ⁠Aliresa Arafi, zu. Für die Wahl des neuen Staatschefs ist ein sogenannter Expertenrat, ein Gremium aus 88 einflussreichen Geistlichen, zuständig.

Mehr zu den aktuellen Geschehnissen im Iran lesen Sie in unserem Liveblog.

Gesamten Artikel lesen