Die Folgen eines iranischen Vergeltungsschlags in der Stadt Beit Schemesch mitten in Israel. SPIEGEL-Korrespondent Thore Schröder ist vor Ort.
Thore Schröder, DER SPIEGEL:
»Ein Gebäude geradezu ausgelöscht, mehrere weitere drumherum schwer beschädigt oder zerstört. Viele Tote, Schwerverletzte. Hier in Beit Shemesh bei Jerusalem, kann man sehen, welche enorme Zerstörungskraft so eine ballistische Rakete aus Iran entfalten kann. Und hier wird auch deutlich, dass Israels Luftabwehr, so berühmt sie auch ist, immer noch nicht perfekt funktioniert.«
Nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes wurden bei dem Raketenangriff neun Menschen getötet. Dutzende wurden verletzt.
Thore Schröder, DER SPIEGEL:
»Angeblich ist das hier in der Mitte eine Synagoge, in die die iranische ballistische Rakete direkt eingeschlagen ist. Und darunter hat sich ein Schutzraum befunden, in dem es offenbar viele Tote gegeben hat.«
Die Rettungskräfte versuchen inmitten von Trümmern und Schutt, Menschen zu retten, die noch in ihren zerstörten Häusern eingeschlossen waren – teilweise vergebens.
Thore Schröder, DER SPIEGEL:
»Inmitten all des Chaos von Rettungskräften, Armee, Polizei, Journalisten, da finden sich auch einige heilige Schriften, die offenbar nach dem Einschlag aus den Resten der Synagoge gerettet werden konnten.«
Nach den Militärschlägen der USA und Israels auf Iran gab es am Samstag und Sonntag immer wieder Raketenalarm in Israel. Explosionen wurden unter anderem aus Jerusalem gemeldet. Der berühmte »Iron Dome«, einer von Israels Flugabwehrsystemen, gilt zwar als hocheffizient, alle Raketen aus Iran kann er aber offensichtlich nicht abwehren.

vor 2 Stunden
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