Kurz vor Verhandlungen in Genf über das iranische Atomprogramm hat die US-Regierung neue Sanktionen gegen Iran verhängt. Betroffen sind 30 Personen, Firmen und Schiffe.
Aktualisiert am 25. Februar 2026, 20:24 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AP, bam
Kurz vor neuen Gesprächen im Konflikt um das
iranische Atomprogramm hat die US-Regierung eine Reihe neuer Sanktionen
erlassen. Wie das US-Finanzministerium am Mittwoch mitteilte, zielen sie
auf 30 Personen, Unternehmen und Schiffe ab. Sie werden von den USA beschuldigt, die Islamische Republik in die Lage zu versetzen, ihr Programm für
ballistische Raketen voranzutreiben, Drohnen zu produzieren und illegale
Ölverkäufe zu tätigen.
Für den morgigen Donnerstag sind unter Vermittlung des Oman Gespräche zwischen US-Vertretern und iranischen Unterhändlern in Genf geplant. Begleitet wird der jüngste Verhandlungsvorstoß von einer starken Ausweitung der US-Militärpräsenz in der Region und Androhungen eines Angriffs auf den Iran, um das Land dazu zu bewegen, sein Atomprogramm einzuschränken.
Das Ziel sei aus Sicht der Regierung in Washington "glasklar", sagte US-Vizepräsident JD Vance vor dem Treffen in der Schweiz in einem Interview des Senders Fox News: Der Iran dürfe keine Nuklearwaffe besitzen. Präsident Donald Trump bevorzuge eine diplomatische Lösung, werde aber wenn nötig das Militär einsetzten, sagte Vance. Die meisten US-Amerikaner verstünden, sagte er weiter, "dass man dem verrücktesten und schlimmsten Regime der Welt keine Atomwaffen erlauben kann".
Angespannte Verhandlungen
US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran bereits mehrfach mit einem Militärschlag, sollte es bei den Verhandlungen zu keinem Ergebnis kommen. Ihre Militärpräsenz in der Region haben die USA bereits verstärkt.
Die USA verlangen vom Iran, die Urananreicherung vollständig einzustellen und das Raketenprogramm zu begrenzen. Zudem solle der Iran die Unterstützung regionaler Verbündeter wie der Hisbollah und der Hamas stoppen. Hinsichtlich des Atomprogramms zeigte sich der Iran kompromissbereit, das Raketenprogramm will die iranische Führung jedoch nicht einschränken.
Bereits am 6. und 17. Februar 2026 fanden indirekte Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran im Oman und in Genf statt, in denen es vor allem um ein neues Atomabkommen ging. Obwohl beide Länder die Verhandlungen zunächst als positiv einordneten, verhängten die USA im Nachgang weitere Sanktionen auf iranische Ölexporte.

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