US-Sanktionen gegen Venezuela: USA lockern Restriktionen für Ölexporte aus Venezuela nach Kuba

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Wegen der Wirtschaftskrise erleichtern die USA venezolanische Ölexporte nach Kuba. Die Lockerung erfolge aus Solidarität mit Kubas Bevölkerung, teilte die Regierung mit.

Aktualisiert am 25. Februar 2026, 19:41 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP, dpa,

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 Kuba befindet sich aktuell in der schwersten Wirtschaftskrise seit dem Sieg der Revolution 1959. Aufgrund des maroden Stromnetzes und des Erdölmangels kommt es immer wieder zu Stromausfällen.
Kuba befindet sich aktuell in der schwersten Wirtschaftskrise seit dem Sieg der Revolution 1959. Aufgrund des maroden Stromnetzes und des Erdölmangels kommt es immer wieder zu Stromausfällen. © Yamil Lage/​AFP/​Getty Images

Die US-Regierung hat die Beschränkungen für venezolanische Ölexporte nach Kuba aus humanitären Gründen gelockert. Das Finanzministerium in Washington teilte mit, es handele sich um eine Maßnahme der "Solidarität mit dem kubanischen Volk". Die Regierung in Havanna dürfe hingegen nicht von den Lockerungen profitieren, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Wirtschafts- und Energiekrise in Kuba hat sich durch die US-Blockade von Öllieferungen aus Venezuela stark verschärft.

Das kommunistisch regierte Kuba steckt in seiner schlimmsten Wirtschaftskrise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Seit Ende 2024 gab es fünf landesweite Stromausfälle, die teilweise mehrere Tage dauerten. Der nur etwa 145 Kilometer von der Südspitze des US-Bundesstaats Florida entfernte Karibikstaat unterliegt seit 1962 einem US-Wirtschaftsembargo.

Seit Jahresbeginn hatte sich die Energiekrise in dem Karibikstaat durch US-Sanktionen massiv verschärft: US-Präsident Donald Trump ließ nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro im Januar Venezuelas Öllieferungen an Kuba einstellen. Staaten, die Erdöl an den Karibikstaat liefern, drohte er mit zusätzlichen US-Zöllen.

US-Außenminister reist zu Gipfeltreffen in die Karibik

US-Außenminister Marco Rubio wird laut seinem Ministerium am Mittwoch (Ortszeit) an einem Gipfeltreffen des karibischen Staatenbündnisses Caricom teilnehmen. Ziel sei es, "Stabilität und Wohlstand" in der Region zu verbessern – insbesondere mit Blick auf Venezuela und Kuba.

Seit Wochen sind nun keine Tanker mit Öl- oder Kraftstofflieferungen in Kuba mehr angekommen. Weil die Reserven zur Neige gehen, ordnete die Regierung in Havanna umfassende Energiesparmaßnahmen an. Universitäten wurden geschlossen, der Schulunterricht sowie der öffentliche Nahverkehr eingeschränkt und Arbeitszeiten reduziert. Kuba hatte bereits zuvor mit häufigen Stromausfällen sowie Lebensmittel- und Medikamentenknappheit zu kämpfen.

Mexiko versorgte Kuba bereits zum zweiten Mal dieses Jahr mit Hilfsgütern. Zwei Schiffe der mexikanischen Marine liefen zuletzt am Dienstag aus dem Hafen von Veracruz am Golf von Mexiko aus. Ihre Ankunft in Kuba wird für Samstag erwartet. An Bord sind nach Angaben des mexikanischen Außenministeriums mehr als 1.000 Tonnen Bohnen, Milchpulver und andere Lebensmittel. Die Hilfslieferung wurde von Organisationen mit Unterstützung der Stadtregierung von Mexiko-Stadt bereitgestellt. In der ersten Februarhälfte hatte Mexiko bereits mehr als 814 Tonnen Lebensmittel und Hygieneprodukte nach Kuba geschickt.

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