Kontroverse in der WNBA Basketballfans sollten Shirts mit Botschaften zu trans Sportlerinnen bedecken
Weil sich Sophie Cunningham gegen trans Frauen im Frauensport positioniert hat, kommt es bei Spielen ihrer Indiana Fever zu Protesten. Nun baten Sicherheitskräfte zwei Fans, Aufschriften auf ihren T-Shirts zu verdecken.
18.08.2026, 11.29 Uhr
Indiana-Fever-Guard Sophie Cunningham (r.): »Junge Mädchen im Sport sollten nicht gegen biologische Männer antreten«
Foto: Brynn Anderson / APInmitten der Debatte über trans Frauen im US-Basketball haben Sicherheitskräfte der Frauenliga WNBA beim Spiel zwischen den Indiana Fever und den Atlanta Dream am Sonntag mindestens drei Fans aufgefordert, Botschaften auf ihren T-Shirts zu verdecken. Das berichten das US-Portal »The Athletic« und die Nachrichtenagentur AP. In einer Stellungnahme der WNBA hieß es, man sei sich der Vorfälle bewusst. »Das hätte nicht passieren dürfen«, wird die Liga zitiert.
Laut »The Athletic« trug eine Person in Atlanta ein T-Shirt zur Unterstützung von trans Personen, zwei andere eines mit der Aufschrift »XX-XY«, das sich gegen trans Personen im Frauenbasketball positioniert. Auf der Videotafel der State Farm Arena waren während des Spiels zudem kurz T-Shirts mit den Slogans »Protect Trans Kids« und »Trans kids belong in sports« zu sehen, wie »The Athletic« berichtet.
Sophie Cunningham (l.) und Minnesota Lynx-Trainerin Cheryl Reeve: unterschiedliche Haltungen
Foto: Abbie Parr / APGespaltene Liga
Im Umfeld der Liga wird seit Wochen über die Teilnahme von trans Frauen diskutiert. Damit sind Personen gemeint, die sich als Frauen identifizieren, aber als biologische Männer geboren wurden.
Dass es gerade bei Spielen der Indiana Fever zu Positionierungen des Publikums kommt, ist kein Zufall: Fever-Spielerin Sophie Cunningham spaltet die Liga mit Äußerungen zu trans Frauen. »Ich will junge Mädchen in der Umkleidekabine beschützen«, sagte die Basketballerin dem US-Sportsender ESPN im Juli. »Junge Mädchen im Sport sollten nicht gegen biologische Männer antreten«, so Cunningham. Mehr zu dem Fall lesen Sie hier.
In der Folge kam es bei mehreren Spielen zu kleineren Demonstrationen, an denen sowohl Befürworter als auch Gegner von Cunninghams Aussagen teilnahmen. Cheryl Reeve, Trainerin der Minnesota Lynx, trug bei dem Spiel gegen die Indiana Fever vor zwei Wochen ein T-Shirt mit der Aufschrift »Trans Kids Belong«, also »trans Kinder gehören dazu«.
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Atlanta Dream teilte mit, eigenes Personal sei an den Entscheidungen auf den Zuschauerrängen nicht beteiligt gewesen. Man glaube an »die Schaffung eines sicheren und inklusiven Umfelds für alle«. Die WNBA habe ihre Sicherheitskräfte inzwischen darüber informiert, dass deren Vorgehen nicht korrekt gewesen sei. Die Liga betonte zuletzt, sie lasse sich nicht zum »Spielball« in der Debatte machen.
Bislang gab es noch keine trans Spielerin in der WNBA. Die Bestimmungen der Liga sehen zwar vor, dass sie Frauen vorbehalten ist, enthält jedoch keine spezifischeren Formulierungen zur Geschlechtsidentität oder zum bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht. Es gab bereits Spielerinnen in der Liga, denen bei der Geburt das weibliche Geschlecht zugewiesen wurde und die sich später als Transgender oder nicht-binär outeten.
»MAGA-Barbie«, Trans-Hass, »White Privilege« – der Basketball der Frauen stürzt ins Chaos. Wieso Sophie Cunningham das Gesicht des Ganzen ist, lesen Sie hier.

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