Syrien: Wassim al-Assad in Anwesenheit zum Tode verurteilt
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Ein syrisches Gericht hat die Todesstrafe gegen den Cousin des gestürzten Machthabers verhängt. Er ist eine der wenigen Schlüsselfiguren des Regimes, die gefasst wurden.
Quelle: DIE ZEIT,
dpa,
liw
18. August 2026, 12:52 Uhr
Artikelzusammenfassung
Syrien zieht die Schlinge um den Assad-Clan enger. Ein Gericht verurteilte nun Wassim al-Assad, Cousin des gestürzten Diktators, wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zum Tode und rückte ihn damit aus der Schattenzone des Regime-Backends ins grelle TV-Licht. Die Richter zeichneten das Bild eines Mannes, der im Maschinenraum der Macht mit Entführungen, Erpressung, Drogenhandel und bewaffneten Gruppen operierte – ein Mix aus Warlord, Mafioso und Staatsdienstleister, wie ihn Bürgerkriege leider serienreif hervorbringen. Schon in der Vorwoche traf es Baschar al-Assad und seinen Bruder, doch weil Moskau seine alten Buddys nicht ausliefert, bleibt dieses Urteil vorerst eher politisches Signal als vollstreckbare Justiz. Besonders brisant ist der Verweis auf den milliardenschweren Captagon-Schmuggel, der das Regime im Krieg alimentierte und zeigt, wie nahtlos in Syrien Repression, Schattenökonomie und Staatsapparat ineinandergriffen.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Ein syrisches Gericht hat einen Cousin des gestürzten Machthabers Baschar al-Assad zum Tode verurteilt. Die Richter befanden Wassim al-Assad für schuldig an Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Er galt als Strippenzieher im kriminellen und paramilitärischen Netzwerk der syrischen Regierung.
In der vergangenen Woche wurden bereits der langjährige Diktator Baschar al-Assad und sein Bruder zum Tode verurteilt. Weil diese sich derzeit in Russland aufhalten, ist eine Vollstreckung der Strafe aber nicht absehbar; Russland will seine ehemaligen Verbündeten nicht ausliefern. Wassim al-Assad konnten die syrischen Behörden dagegen vor rund einem Jahr festnehmen.
Vor laufenden Fernsehkameras stellten die syrischen Richter fest, al-Assad habe an Entführungen, Erpressung und Drogenhandel mitgewirkt, zudem an der Bildung bewaffneter Gruppen. Internationalen Ermittlern gilt Wassim al-Assad zudem als ein Drahtzieher des illegalen Captagon-Handels. Mit dem milliardenschweren Drogenschmuggel finanzierte sich das Assad-Regime im Bürgerkrieg.