Ungarn: JD Vance und Donald Trump demonstrieren Unterstützung für Viktor Orbán

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US-Vizepräsident JD Vance ist nach Ungarn gereist und hat Viktor Orbán demonstrativ Rückendeckung zugesichert. Später schaltete sich auch Donald Trump per Telefon hinzu.

7. April 2026, 20:49 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP,

 US-Vizepräsident JD Vance und der ungarische Premierminister Viktor Orbán.
US-Vizepräsident JD Vance und der ungarische Premierminister Viktor Orbán. © Janos Kummer/​Getty Images

Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Ungarn hat US-Vizepräsident JD Vance mit einem Besuch in Budapest demonstrativ Rückendeckung für Ministerpräsident Viktor Orbán gezeigt. Zugleich warf er der Europäischen Union "Wahleinmischung" vor. Später trat Vance bei einer Wahlkampfveranstaltung auf und schaltete dabei auch US-Präsident Donald Trump telefonisch zu, der Ungarns rechtsnationalistischem Regierungschef "gute Arbeit" attestierte.

Vor Journalisten sagte Vance, er wolle mit seiner Reise "ein Zeichen an alle senden, besonders an die Bürokraten in Brüssel". Diese hätten seiner Darstellung nach alles in ihrer Macht Stehende getan, um das ungarische Volk kleinzuhalten, weil sie den Regierungschef nicht mögen, der sich tatsächlich für das ungarische Volk einsetzt".

"Eines der schlimmsten Beispiele von ausländischer Wahleinmischung"

In den vergangenen Jahren hat Ungarn EU-Entscheidungen wiederholt blockiert. Zuletzt stoppte Orbán die Auszahlung eines bereits beschlossenen Kredits für die Ukraine über 90 Milliarden Euro. Die EU hat Ungarn dagegen mehrfach wegen Verstößen gegen rechtsstaatliche Grundsätze sanktioniert.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Orbán bezeichnete Vance den Wahlkampf als "eines der schlimmsten Beispiele von ausländischer Wahleinmischung,", die er je erlebt oder von der er gelesen habe. Die EU habe versucht, die ungarische Wirtschaft zu beschädigen, weil sie "den Typen verabscheuen", sagte er mit Blick auf Orbán. Er wolle den Ungarn aber nicht vorschreiben, wie sie zu wählen hätten – und forderte die EU auf, "genau das Gleiche" zu tun.

US-Vizepräsident JD Vance schaltete Donald Trump auf einer Wahlkampfveranstaltung von Viktor Orbán in Ungarn zu. © Jonathan Ernst/​Getty Images

Trump wird per Telefon zugeschaltet

Orbán sagte, er habe mit Vance über "große Themen, die die westliche Zivilisation betreffen", gesprochen – darunter Migration, "Gender-Ideologie", Familienpolitik und globale Sicherheit. Am späten Nachmittag traten beide bei einer Wahlkampfveranstaltung unter dem Motto "Tag der Freundschaft" auf. Während Vances Rede wurde Trump per Telefon zugeschaltet, was die nach Berichten etwa 2.000 bis 3.000 Anwesenden mit Jubel aufnahmen. Trump sagte: "Ich liebe diesen Viktor, ich liebe Ungarn." Vance sagte, Trump und er stünden "Schulter an Schulter" mit Orbán.

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