Die EU verlängert ihre Wirtschaftssanktionen gegen Russland erstmals nicht nur um sechs, sondern um zwölf Monate. Diese Entscheidung trafen die Staats- und Regierungschefs am Donnerstagabend in Brüssel, wie eine Sprecherin von Ratschef António Costa mitteilte. In den vergangenen Jahren hatte der damalige ungarische Regierungschef Viktor Orbán eine einjährige Verlängerung blockiert. Der neue Ministerpräsident Péter Magyar gilt als deutlich russlandkritischer als Orbán, der enge Kontakte zu Kremlchef Wladimir Putin pflegte. Die Sanktionen gegen Russland wegen des Ukraine-Kriegs umfassen Beschränkungen im Handel, im Finanzwesen, im Energiesektor sowie in der Industrie, im Verkehrswesen und bei Luxusgütern. Darüber besteht etwa ein Verbot der Einfuhr von russischem Rohöl auf dem Seeweg, und es wurden etliche russische Banken vom Finanzkommunikationssystem Swift abgekoppelt.
Ukraine-Krieg: EU verlängert Sanktionen gegen Russland erstmals um zwölf Monate
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