Türkgücü München sicherte sich am Dienstagabend bei der SpVgg Hankofen-Hailing Bigpoints, verkürzte den Rückstand auf die Gastgeber auf zwei Punkte. Der Traum vom Klassenerhalt lebt wieder.

Musste sich zweimal geschlagen geben: Sebastian Maier IMAGO/Beautiful Sports
Die SpVgg Hankofen-Hailing begrüßte am Dienstagabend Türgkücü München. Ein überaus wichtiges Nachholspiel für beide Klubs - allen voran für die Landeshauptstädter, die dringend auf einen Sieg angewiesen waren.
Die Partie begann mutig geführt. Die Gastgeber hatten die erste nennenswerte Annäherung durch Lermer, der Thiel mit einem straffen Freistoß vor Probleme stellte (7.). Sekunden später gingen die Münchner mit ihrer ersten Gelegenheit in Führung. Abrangao durfte auf der linken Seite passieren, seine flache Hereingabe bugsierte Celani über die Linie (8.). Gänger ließ in der 12. Minute die nächste Möglichkeit für die Heimelf aus, köpfte auf das Tor. Eine halbe Stunde war es eine ausgeglichene Partie, der die Highlights abhandengekommen waren.
Nach 30 Minuten schienen jedoch die Gäste mehr und mehr die Kontrolle zu übernehmen, hatten durch Haimerl (30.), Cekic und Hoppe (35.) einige gute Abschlüsse. In dieser Phase hatten aber auch die Gastgeber ihre beste Möglichkeit vor der Pause. Hoffmann traf aber das leere Tor nicht, nachdem zuvor bereits Lermer an Thiel gescheitert war (39.). Apropos Lermer: Der hatte zwei Minuten später Pech, dass sein Volleykracher aus der zweiten Reihe haarscharf den Knick verfehlte. Dementsprechend ging es mit dem knappen Münchner Vorsprung in die Halbzeitpause.
Vjestica entscheidet
Die Hausherren kamen schwungvoller aus der Kabine, hatten durch Wagner die erste Chance. Dessen harten Schuss klärte Thiele zur Ecke. Auf der anderen Seite flog ein Cekic-Freistoß in der 52. Minute an Freund und Feind und knapp am Tor vorbei. Nach einer Stunde verpasste Celani nach einem Schnitzer in der SpVgg-Abwehr die mögliche Vorentscheidung. Anschließend nahm sich die Begegnung eine Auszeit. Kleinere Fehler häuften sich auf beiden Seiten, mehrere Unterbrechungen ließen keinen Spielfluss zu.
In der 71. Minute zeigte sich dann Hankofen-Hailing mal wieder gefährlich. Harlander scheiterte aber an Thiel, der mit dem Fuß zur Stelle war. Cekic wiederum verzog nach einem Doppelpass im Strafraum der Gastgeber knapp (77.). Und auch Tunc, der frei aus elf Metern zum Abschluss kam, vertagte die Entscheidung (81.). Die war drei Minuten später aber unter Dach und Fach. Hankofen-Hailing agierte bei einem Eckball schlafmützig, ließ Vjestica gewähren, der aus kurzer Entfernung mit dem Fuß netzte (84.). Dem hatten die Platzherren nichts mehr entgegenzusetzen. Damit ist Türkgücü nicht nur die Rote Laterne los, sondern auch bis auf zwei Zähler an Hankofen-Hailing und der Relegation dran.
Für beide geht es am Samstag mit Heimspielen weiter. Auf Hankofen-Hailing wartet das nächste wichtige Kellerduell gegen Viktoria Aschaffenburg. Die Münchner empfangen derweil die SpVgg Bayreuth.