Ob Dax, Dow Jones oder Nikkei: Alle melden nach der Zollankündigung Donald Trumps Verluste. Besonders deutlich die amerikanischen und asiatischen Aktienmärkte.
Aktualisiert am 3. April 2025, 18:52 Uhr
Nach den Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump sind die Börsenkurse weltweit gefallen. Der Dax in Frankfurt stürzte zeitweise um mehr als drei Prozent auf weniger als 21.700 Punkte. Zuvor registrierten die bereits geschlossenen asiatischen Aktienmärkte starke Verluste.
Der US-amerikanische Dow Jones sank zwischenzeitlich um mehr als drei Prozent. Der S&P 500, der die Aktien von 500 führenden börsennotierten US-Unternehmen umfasst, sank sogar um fast vier Prozent – so stark wie seit 2022 nicht mehr. Der Nasdaq 100, der überwiegend aus Tech-Unternehmen besteht, fiel um fast vier Prozent.
In Asien musste der japanische Aktienmarkt die stärksten Verluste
hinnehmen: Der Nikkei 225 verlor mehr als 2,7 Prozent. Zuvor war er bereits zum
Teil um mehr als vier Prozent auf ein Achtmonatstief gefallen. Für Japan hatte
Trump neue Zölle in Höhe von 24 Prozent angekündigt. Japans Handelsminister
Yoji Muto wiederum versprach eine "vorsichtige, aber dennoch mutige und
schnelle" Reaktion, wie die Japan Times berichtete.
EU kündigt Gegenmaßnahmen an
Der Hang Seng Index, der führende Aktienindex in Hongkong, fiel um mehr als 1,5 Prozent. Der SSE Composite Index in Shanghai verlor nur etwa 0,24 Prozent. China wurde von Trump mit Zöllen in Höhe von 34 Prozent belegt. Die chinesische Regierung forderte Trump auf, die Zölle umgehend einzustellen und drohte ebenfalls mit Gegenmaßnahmen.
Der EURO STOXX 50, der sich aus 50 großen Unternehmen aus
dem Euro-Gebiet zusammensetzt, fiel um mehr als 3,6 Prozent. Der französische
Leitindex CAC 40 sank ebenfalls um mehr als 3,3 Prozent. Die EU wurde mit neuen
Zöllen von 20 Prozent belegt. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen
kündigte ebenfalls Gegenmaßnahmen an, die EU wolle aber weitere Gespräche mit
den USA führen.
Trump hatte am Mittwochabend umfassende Zölle verkündet. Sie gelten seit Mitternacht Ortszeit. Ab dem 9. April sollen zudem individuelle Strafabgaben hinzukommen.