Hoffnung auf neue Verhandlungsrunde Trump glaubt an baldiges Ende des Irankriegs
Donald Trump deutet eine neue Verhandlungsrunde mit Iran an und erklärt, der Krieg könnte bald vorbei sein. Die U.S. Navy blockiert weiter die Straße von Hormus. Die Waffenruhe ist nach Einschätzung der US-Regierung stabil. Der Newsüberblick.
15.04.2026, 04.49 Uhr
Flugzeugträger »USS Dwight D. Eisenhower« in der Straße von Hormus (im Jahr 2023)
Foto: Information Technician Second Class Ruskin Naval / picture alliance / APAutomatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
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US-Präsident Donald Trump sieht den Krieg in Iran – nicht zum ersten Mal – kurz vor dem Ende. »Ich glaube, er ist fast vorbei«, sagte er dem US-Fernsehsender Fox News. Er ergänzte: »Ich meine, ich sehe es so, dass er fast vorbei ist.« Auszüge aus dem Interview wurden bereits im Vorfeld von Fox-Moderatorin Maria Bartiromo auf der Plattform X verbreitet.
Sollten die USA sich nun zurückziehen, würde Iran 20 Jahre brauchen, um das Land wiederaufzubauen, sagte Trump. »Und wir sind noch nicht fertig. Wir werden sehen, was passiert«, sagte er. Er glaube, Iran wolle unbedingt einen Deal eingehen, betonte der US-Präsident.
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Zuvor hatte Trump vage Andeutungen über eine mögliche weitere Verhandlungsrunde in dem Konflikt gemacht, für den derzeit eine zweiwöchige Waffenruhe gilt. In Pakistan »könnte in den nächsten zwei Tagen etwas passieren«, sagte er der »New York Post« am Telefon, ohne weitere Details zu nennen.
In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad war am vergangenen Wochenende eine erste Verhandlungsrunde zwischen den USA und Iran ohne Ergebnis zu Ende gegangen – mehr dazu hier . Unbestätigten Medienberichten zufolge könnte bereits am Donnerstag ein weiteres Treffen folgen.
Vance optimistisch
US-Vizepräsident JD Vance gibt sich zuversichtlich über den bisherigen Verlauf der Verhandlungen. Es gebe zwar viel Misstrauen zwischen Washington und Teheran, das nicht über Nacht gelöst werden könne, sagt Vance bei einer Veranstaltung. Die iranischen Unterhändler wollten jedoch eine Einigung erzielen. »Ich habe ein sehr gutes Gefühl, was unsere Position angeht«, so Vance.
US-Präsident Trump: »Ich meine, ich sehe es so, dass er fast vorbei ist«
Foto: ABACAPRESS / IMAGO»Der Grund, warum noch kein Deal zustande gekommen ist, ist, dass der Präsident wirklich einen Deal will, bei dem der Iran keine Atomwaffen besitzt«, sagte der US-Vize. Iran dürfe Terrorismus nicht staatlich fördern. Dissens herrschte bei den Verhandlungen unter anderem bei der Frage, wie lange Iran auf die Anreicherung von Uran verzichten müsse – mehr dazu hier .
US-Vizepräsident Vance hält die Feuerpause im Krieg der USA und Israels gegen Iran für stabil. »Derzeit hält die Waffenruhe«, sagte der Republikaner bei einer Veranstaltung in Athens im US-Bundesstaat Georgia. Die Waffenruhe läuft in der kommenden Woche aus.
Das US-Militär hat in den ersten 24 Stunden der Seeblockade sechs Handelsschiffe zum Umkehren angewiesen. Sie mussten demnach wieder einen iranischen Hafen am Golf von Oman anlaufen, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom in einem X-Post mit. Zugleich wurde betont, dass kein Schiff von iranischen Häfen aus die Seeblockade der USA durchbrochen habe.
Aussicht auf neue Gespräche stützt Wall Street
Die Aussicht auf neue Friedensverhandlungen hat am Dienstag für steigende Kurse an der Wall Street gesorgt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones gewann 0,7 Prozent auf 48.536 Punkte. Der technologielastige Nasdaq rückte 2,0 Prozent auf 23.639 Zähler vor. »Dass sich der Konflikt zwischen den USA und Iran von Raketen auf Worte verlagert, nährt bei den Anlegern die Hoffnung, dass die Auseinandersetzung bald beigelegt wird«, sagte Bob Savage, Chefstratege bei der Bank of New York Mellon.
Die Ölpreise gaben nach. Die Rohölsorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 4,3 Prozent auf 95,14 Dollar pro Barrel. Zu Wochenbeginn waren die Ölpreise gestiegen, nachdem das US-Militär mit einer Blockade der iranischen Häfen begonnen hatte und die Gespräche in Pakistan zur Lösung der Krise zunächst gescheitert waren.
Die Weltwirtschaft kann sich nach den Worten von IWF-Chefin Kristalina Georgieva noch immer rasch von dem Schock des Nahostkriegs erholen, sofern der Konflikt in den nächsten Wochen endet. Die Situation werde sich jedoch verschlechtern, sollte er sich bis in den Sommer hinziehen, sagt die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF).

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