Top 10: Die beste Handykamera im Test

vor 3 Stunden 1

Wer benötigt noch eine Digitalkamera? Smartphones liefern mittlerweile exzellente Fotos. Wir zeigen die besten Kamerahandys aus unseren Tests.

Smartphones dienen längst nicht mehr nur zum Beantworten von Nachrichten, zum mobilen Surfen oder zum Spielen – sie haben auch Systemkameras (DSLR und DSLM) den Rang abgelaufen. Laut dem Worldwide Image Capture Forecast 2024 wurden 94 Prozent aller Fotos mit Smartphones gemacht. Die Tendenz ist weiter steigend.

Während sich die Kameras in Handys früher vorrangig für gelegentliche Schnappschüsse eigneten, ermöglichen hochpreisige Modelle mittlerweile beeindruckende Aufnahmen in nahezu jedem Szenario. Lichtstarke Sensoren sorgen für gelungene Fotos selbst bei Dunkelheit – ganz ohne Blitz. Zusätzliche Telelinsen ermöglichen vergrößerte Aufnahmen ohne nennenswerte Qualitätsverluste, während spezielle Weitwinkellinsen einen ganzen Raum erfassen können.

Welches Handy hat derzeit die beste Kamera?

Bei der Auswahl der hier gezeigten Smartphones stützen wir uns auf unsere eigenen Erfahrungen aus den Tests, gleichen diese mit den Erkenntnissen der Kolleginnen und Kollegen der c’t ab und beziehen zusätzlich das Ranking von DXOMark mit ein. Wir zeigen hier nur Mobilgeräte, die wir oder die Kolleginnen und Kollegen auch getestet haben.

Unser Testsieger ist das Vivo X300 Pro ab 1200 Euro. Die Zeiss-Kamera setzt mit ihrem außergewöhnlichen Teleobjektiv und optionalem Zubehör-Set Maßstäbe, die derzeit kaum ein anderes Smartphone erreicht. Auch als Top-Smartphone überzeugt es auf ganzer Linie.

Geht es allein um die Kamera, bietet das Huawei Pura 80 Ultra für 1300 Euro zwar die beste Technologie. Aufgrund der US-Sanktionen fehlen dem Gerät jedoch unter anderem 5G, ein leistungsstarker Prozessor sowie der Zugang zu Google-Diensten und dem Play Store.

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet das Vivo X200 Pro ab 883 Euro. Trotz des deutlich niedrigeren Preises liefert die Kamera eine ausgezeichnete Leistung, die sich nicht vor der Konkurrenz verstecken muss.

Anmerkung: Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert, stellt aber eine Momentaufnahme dar. Das gilt insbesondere für die Preise, die sich jederzeit ändern können.

Erstaunlicherweise landet das Samsung Galaxy S25 Ultra in unserer Bestenliste nur auf den hinteren Plätzen. Das liegt nicht daran, dass das koreanische Flaggschiff keine guten Fotos schießt – vornehmlich bei Videoaufnahmen und beim Telezoom ist es nach wie vor stark. Allerdings hat die Konkurrenz in den vergangenen Jahren deutlich aufgeholt, während Samsung seine Kameratechnologie kaum weiterentwickelt hat.

Die Stiftung Warentest erklärte wiederum das iPhone 16 Pro Max und das Samsung Galaxy S25 Ultra zu den besten Kamera-Smartphones 2025 – wobei das iPhone als Gesamtsieger abschneidet. Die Untersuchung ist allerdings nicht mehr ganz aktuell und berücksichtigt einige der hier gelisteten Modelle bisher nicht.

KURZÜBERSICHT

Vivo X300 Pro

Das Vivo X300 Pro überzeugt vor allem durch seine herausragende Zeiss-Kamera mit Teleobjektiv und Zubehör, die neue Maßstäbe in der Smartphone-Fotografie setzt. Auch Display, Leistung und Akkulaufzeit sind auf Topniveau.

Trotz kleiner Software-Bugs bietet das Gerät ein nahezu perfektes Gesamtpaket – ein kompromissloses Flaggschiff für Fotografie-Fans und das derzeit beste Kamera-Smartphone. Ab 1199 Euro geht es los.

VORTEILE

  • fantastische Smartphone-Kamera mit 200-MP-Teleobjektiv
  • Kamera-Zubehör-Set mit Griff und Zoom
  • lange Akkulaufzeit
  • starke Performance
  • exzellentes Display

NACHTEILE

  • gelegentliche Software-Bugs
  • kleinerer Akku in Europa (5440 vs 6510 mAh)
  • hoher Preis

Huawei Pura 80 Ultra

Die Kamera des Huawei Pura 80 Ultra gehört zum Besten auf dem Markt – speziell die Telelinsen mit hohen Zoomstufen sind herausragend. Der hohe Preis und die massiven Einschränkungen durch die US-Sanktionen (fehlendes 5G, schwache Performance, keine Google-Dienste) machen das Gerät jedoch zur Nischenlösung. Mit 1299 Euro bleibt es aber trotz Einschränkungen teuer.

VORTEILE

  • beste Smartphone-Kamera
  • exzellentes Display
  • hochwertige Verarbeitung

NACHTEILE

  • mäßige Performance
  • Google-Dienste und Apps nur über Umwege
  • ohne 5G

Vivo X200 Pro

Das Vivo X200 Pro überzeugt vor allem mit seiner 200-Megapixel-Telekamera, die selbst bei 10- und 20-facher Vergrößerung Spitzenergebnisse liefert. Auch Hauptkamera, Display und Leistung sind auf Flaggschiff-Niveau. Mit einem Preis von 883 Euro ist es der Preis-Leistungs-Tipp der Kamera-Smartphones.

VORTEILE

  • tolles OLED-Display
  • schickes Gehäuse mit IP69
  • Top-Kamera mit hervorragendem Telezoom
  • schneller Prozessor
  • lange Ausdauer

NACHTEILE

  • Gegenlichtprobleme bei Hauptkamera
  • kein echtes Update-Versprechen
  • schlechte Verfügbarkeit in Deutschland

Ratgeber

Worauf kommt es bei einer Smartphone-Kamera an?

Die Qualität einer Smartphone-Kamera hängt von einem komplexen Zusammenspiel verschiedener technischer Faktoren ab. Dabei entscheidet weit mehr als nur die Megapixel-Zahl darüber, ob ein Foto gelingt.

Sensor: Das Herzstück der Kamera

Es gilt die einfache Formel: Je größer der Sensor, desto besser die Bildqualität. Ein größerer Kamerasensor fängt mehr Licht ein – Bilder werden besonders bei schlechten Lichtverhältnissen rauschärmer und detailreicher. Zudem steigt der Dynamikumfang: Die Kamera kann also mehr Details in hellen und dunklen Bereichen gleichzeitig darstellen. Premium-Smartphones setzen daher oft auf besonders große Sensoren, etwa im 1-Zoll-Format.

Blende und Lichtstärke

Die Blende ist die Öffnung im Objektiv, durch die Licht auf den Sensor fällt. Ihre Größe wird als f-Wert angegeben, etwa f/1.8 – dabei gilt: Je kleiner die Zahl, desto größer die Öffnung und desto mehr Licht erreicht den Sensor. Eine lichtstarke Blende ist vorwiegend bei wenig Umgebungslicht entscheidend, um scharfe Fotos aus der Hand zu ermöglichen.

Anders als bei klassischen Kameras lässt sich die Blende bei den meisten Smartphones nicht verstellen – sie arbeiten mit einer festen Öffnung als Kompromiss zwischen Lichtstärke und Schärfe. Eine Ausnahme ist das Huawei Pura 80 Ultra mit seiner stufenlos verstellbaren Blende: Bei viel Licht schließt sie für mehr Schärfentiefe, bei wenig Licht öffnet sie vollständig. Zusätzlich erzeugt eine offene Blende ein natürliches Bokeh – eine Hintergrundunschärfe, die andere Smartphones nur per Software simulieren.

Huawei Pura 80 Ultra

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Megapixel und Pixel-Binning

Die reine Megapixel-Zahl (MP) ist ein beliebtes Marketing-Argument, für die Bildqualität aber nicht allein entscheidend. Eine höhere Auflösung bedeutet zwar theoretisch mehr Details, doch viele kleine Pixel auf einem kleinen Sensor können zu Bildrauschen führen – jeder einzelne Pixel nimmt dann weniger Licht auf.

Hier kommt Pixel-Binning ins Spiel: Bei dieser Technik fasst der Sensor mehrere benachbarte Pixel zu einem größeren virtuellen Pixel zusammen. So erzeugt etwa ein 200-MP-Sensor ein rauschärmeres 12,5-MP-Bild, weil die zusammengefassten Pixel deutlich effektiver Licht sammeln. Das verbessert die Bildqualität bei schwachem Licht erheblich.

Bildstabilisierung

Eine Bildstabilisierung verhindert verwackelte Fotos und ruckelige Videos. Dabei unterscheidet man zwei Verfahren:

  • Optische Bildstabilisierung (OIS): Eine beweglich gelagerte Linse oder der Sensor selbst gleicht Handbewegungen mechanisch aus. OIS ist besonders effektiv bei längeren Belichtungszeiten – etwa bei Nachtaufnahmen – und bei der Verwendung von Teleobjektiven.
  • Elektronische Bildstabilisierung (EIS): Diese Methode korrigiert Verwacklungen per Software, indem das Bild zugeschnitten und verschoben wird. Das geht allerdings zulasten des Bildausschnitts.

OIS gilt als die überlegene Methode, da sie ohne Qualitätsverlust arbeitet. Viele aktuelle Smartphones kombinieren beide Verfahren für ein optimales Ergebnis. Sämtliche Smartphones in dieser Bestenliste bieten OIS zumindest bei der Hauptlinse und meistens auch bei der Telelinse.

Videos

Dass Handykameras längst auch für professionelle Videoproduktionen taugen, zeigt der Kinofilm „28 Years Later“: Er wurde maßgeblich mit dem iPhone gedreht – allerdings nicht aus der Hand, sondern mit professionellem Equipment wie speziellen Rigs, Objektivaufsätzen und Stabilisierungssystemen.

Eine gute „Out-of-the-Cam-Funktion“ bei einem Smartphone ist für Social Media und Influencer unerlässlich. „Out of the Cam“ bezeichnet Fotos und Videos, die direkt aus der Kamera ohne Nachbearbeitung überzeugen – entscheidend ist hier die automatische Bildverarbeitung des Smartphones.

Gute Videoqualität hängt von mehr ab als nur der Auflösung. Die meisten aktuellen Flaggschiffe filmen in 4K mit bis zu 60 FPS, einige wie das iPhone 17 Pro Max sogar in 4K mit 120 FPS für flüssige Zeitlupen. Auch 8K-Aufnahmen beherrschen viele Flaggschiffe bereits, wenn auch nur mit 30 FPS.

Mindestens ebenso entscheidend ist eine effektive Bildstabilisierung (OIS und EIS) für ruhige Aufnahmen aus der Hand. Ein hoher Dynamikumfang – unterstützt durch Formate wie HDR10+ oder Dolby Vision – verhindert zudem, dass helle Bereiche überstrahlen oder dunkle Details absaufen. Für professionellere Ansprüche bieten einige Smartphones manuelle Einstellungen und Log-Profile für maximale Flexibilität bei der Farbkorrektur.

Als Maßstab gilt seit Jahren das Apple iPhone: Exzellente Stabilisierung, der professionelle Prores-Codec und Dolby Vision HDR liefern eine herausragende Videoqualität direkt aus der Kamera. Starke Konkurrenz kommt von Samsungs Galaxy-Ultra-Modellen mit ihrem umfangreichen Pro-Video-Modus.

Chinesische Hersteller haben aufgeholt: Das Vivo X300 Pro und das Honor Magic 8 Pro überzeugen mit leistungsstarken Sensoren und effektiver Stabilisierung. Das Google Pixel punktet mit natürlicher Farbwiedergabe, das Sony Xperia bleibt dank seiner an die Alpha-Kameras angelehnten Video-Apps die erste Wahl für Videografen mit höchsten Ansprüchen.

Welches Handy macht gute Fotos und ist günstig?

Wer keine vierstelligen Summen ausgeben will, muss auf eine gute Kamera nicht verzichten – auch wenn gewisse Abstriche unvermeidlich sind. Zwei Smartphones stechen in der erschwinglichen Preisklasse besonders hervor:

Das Google Pixel 10 ist mit knapp 600 Euro eine attraktive Alternative zu den teureren Pro-Modellen. Die 50-MP-Hauptlinse liefert überzeugende Aufnahmen, und erstmals verbaut Google auch eine Telelinse mit 48 MP in der Nicht-Pro-Version.

Noch günstiger ist das Honor 400 Pro ab rund 460 Euro: Es hat den Sprung in die Bestenliste nur knapp verpasst, bietet eine starke Hauptlinse mit 200 MP und OIS sowie eine Telelinse mit 50 MP – eine Ausstattung, die vor wenigen Jahren noch Flagship-Smartphones vorbehalten war. Auch das Xiaomi 15T Pro mit vierfachem optischem Zoom gehört zu den noch bezahlbaren besten Kamerahandys.

Welche Handykamera ist die beste für Nachtaufnahmen?

Die wahre Qualität einer Smartphone-Kamera zeigt sich erst bei Dunkelheit – bei Tageslicht liefern die meisten aktuellen Handys nämlich gute Ergebnisse. Entscheidend für gelungene Nachtaufnahmen sind primär drei Faktoren: ein großer, lichtempfindlicher Sensor, eine offene Blende (kleiner f-Wert) sowie eine effektive optische Bildstabilisierung (OIS).

Mindestens ebenso wichtig ist mittlerweile die Software: Moderne Nachtmodi setzen mehrere Einzelaufnahmen zu einem hellen und rauscharmen Bild zusammen. Modelle wie das Google Pixel 10 Pro XL oder das Vivo X300 Pro kombinieren leistungsfähige Hardware mit einer besonders ausgereiften Bildverarbeitung und liefern so auch bei schwachem Licht detailreiche Ergebnisse.

Xiaomi 15 Ultra - Originalaufnahmen

Xiaomi 15 Ultra - Originalaufnahmen heise bestenlisten

Welche Handykamera hat den besten Zoom?

Den stärksten Zoom in dieser Bestenliste liefert das Huawei Pura 80 Ultra mit einer Dual-Teleobjektivkamera und zwei optischen Zoomstufen: 3,7-fach (83 mm) und 9,4-fach (212 mm). Ein bewegliches Prisma schaltet zwischen den beiden Brennweiten um und liefert sowohl bei nahen als auch bei weit entfernten Motiven eine hohe Bildqualität. Zum Vergleich: Das schon etwas ältere Samsung Galaxy S23 Ultra erreicht sogar einen zehnfachen optischen Zoom.

Das iPhone 17 Pro Max setzt auf ein Tetraprisma-Teleobjektiv mit vierfachem optischen Zoom (100 mm). Über den sogenannten „Fusion-Zoom“ erreicht es zusätzlich eine achtfache Vergrößerung (200 mm) in nahezu optischer Qualität: Der hochauflösende 48-MP-Sensor ermöglicht es, einen verlustfreien Ausschnitt aus der Bildmitte zu vergrößern – ganz ohne zusätzliches Objektiv.

Xiaomi 15 Ultra

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Einen anderen Weg gehen das Honor Magic 8 Pro, das Xiaomi 15 Ultra sowie das Vivo X300 Pro und X200 Pro: Sie setzen bei ihrer Telelinse auf besonders hochauflösende 200-Megapixel-Sensoren. Der Vorteil: Die Kamera kann einen Ausschnitt aus dem hochauflösenden Bild verlustfrei vergrößern und erreicht so hohe Zoomstufen ohne nennenswerte Qualitätseinbußen. Zusätzlich verbessert Pixel-Binning – das Zusammenfassen mehrerer Pixel zu einem größeren – die Lichtempfindlichkeit und reduziert das Bildrauschen bei Tele-Aufnahmen.

Fazit

Die Bildqualität einer Smartphone-Kamera hängt von weit mehr ab als der Megapixel-Zahl. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Sensorgröße, Lichtstärke der Blende und effektiver Bildstabilisierung. Ein großer Sensor fängt mehr Licht ein und liefert rauschärmere Bilder, Pixel-Binning verbessert die Qualität zusätzlich. Alle Smartphones in dieser Bestenliste bieten OIS bei der Hauptlinse und meistens auch bei der Telelinse – wer auf diese Faktoren achtet, findet hier das passende Modell.

Unser Testsieger ist das Vivo X300 Pro, dessen Zeiss-Kamera mit ihrem außergewöhnlichen Teleobjektiv Maßstäbe setzt, die derzeit kaum ein anderes Smartphone erreicht. Das Huawei Pura 80 Ultra bietet zwar die beste Kameratechnologie, ist aufgrund fehlender Google-Dienste, ohne 5G und mit einem eher schwachen Prozessors nur eingeschränkt empfehlenswert. Preis-Leistungs-Sieger ist das Vivo X200 Pro, das trotz des deutlich niedrigeren Preises eine Kamera liefert, die sich nicht vor der teureren Konkurrenz verstecken muss.

Wer nicht gerade ausgewiesener Hobbyfotograf oder Profi ist, kann unserer Einschätzung nach auf eine dedizierte Kamera verzichten. Zumindest für gelegentliche Streetfotografie oder Urlaubsbilder liefern aktuelle Smartphones mit einem guten Kamerasystem mehr als ausreichende Ergebnisse.

Weitere Bestenlisten rund um Mobilgeräte:

BESTENLISTE

Vivo X300 Pro

 Top-Smartphone mit faszinierend guter Zoom-Kamera

Das Vivo X300 Pro will mit der besten Smartphone-Kamera, starker Performance, einem fantastischen Display und einer langen Akkulaufzeit punkten.

VORTEILE

  • fantastische Smartphone-Kamera mit 200-MP-Teleobjektiv
  • Kamera-Zubehör-Set mit Griff und Zoom
  • lange Akkulaufzeit
  • starke Performance
  • exzellentes Display

NACHTEILE

  • gelegentliche Software-Bugs
  • kleinerer Akku in Europa (5440 vs 6510 mAh)
  • hoher Preis

Vivo X300 Pro im Test: Top-Smartphone mit faszinierend guter Zoom-Kamera

Das Vivo X300 Pro will mit der besten Smartphone-Kamera, starker Performance, einem fantastischen Display und einer langen Akkulaufzeit punkten.

Nach zwei Jahren Funkstille ist Vivo zurück in Deutschland. Die Patentstreitigkeiten mit Nokia, die 2023 zum dramatischen Verkaufsstopp führten, sind Geschichte. Seit November 2025 gibt es das Vivo X300 Pro offiziell bei Amazon sowie weiteren Händlern – und das Warten hat sich gelohnt. Das Flaggschiff-Smartphone setzt kompromisslos auf Fotografie und will mit einer Zeiss-Kamera neue Maßstäbe setzen, die selbst das Samsung Galaxy S25 Ultra und das Pixel 10 Pro alt aussehen lassen.

Im Vergleich zum kleineren X300 packt das Pro-Modell mehr Leistung und ein größeres Display in das Gehäuse. Gegenüber dem hervorragenden Vorgänger X200 Pro trumpft es mit verbesserter Prozessorleistung, besserer Kamera-Dynamik und größerem Akku auf. Das Sahnehäubchen: Nur das X300 Pro unterstützt das außergewöhnliche Erweiterungsset mit Zeiss-Zoomobjektiv und Kameragriff.

Design und Verarbeitung

Das Vivo X300 Pro misst 161,2 × 75,5 × 8 mm bei 226 g. Damit spielt es in der Liga der größeren Smartphones mit, ohne zum unhandlichen Klotz zu werden. Der kantige Aluminiumrahmen trifft auf Gorilla Armor Glass vorn und matte Glasrückseite – eine Kombination, die Premium-Gefühle weckt.

Vivo X300 Pro Bilder

Vivo X300 Pro

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Vivo X300 Pro

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Vivo X300 Pro

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Vivo X300 Pro

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Vivo X300 Pro

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Der kreisrunde Kamerablock dominiert die Rückseite. Er ist markant größer als bei den meisten Konkurrenten und zeigt sofort: Hier steckt richtig viel Foto-Handy drin. Die Farboptionen beschränken sich auf Phantom Black und Dune Brown in Europa, während globale Modelle zusätzlich Cloud White und Mist Blue bieten. Unser braunes Testgerät wirkt allerdings etwas zu zurückhaltend – hier hätte Vivo gerne mutiger sein können.

Die Verarbeitung überzeugt mit hochwertiger Aluminiumlegierung und robustem Glas. Die IP69-Zertifizierung schützt gegen das Eindringen von Staub und Wasser. Der Ultraschall-Fingerabdrucksensor unter dem Display reagiert blitzschnell und funktioniert auch mit feuchten Fingern zuverlässig.

Eine 3,5-mm-Klinke sucht man vergebens, dafür bieten die Stereo-Lautsprecher klaren und lauten Sound. Trotz der stattlichen Abmessungen liegt das Gerät gut in der Hand und wackelt dank des mittigen Kameramoduls nicht auf dem Tisch.

Vivo X300 Pro

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Display: Wie gut ist der Bildschirm des Vivo X300 Pro?

Das 6,78-Zoll-AMOLED-Display mit LTPO-Technologie setzt Maßstäbe. Mit 120 Hz Bildwiederholrate, 2160 Hz PWM-Dimmung und Unterstützung für HDR10+, HDR Vivid sowie Dolby Vision lässt es technisch keine Wünsche offen. Die Auflösung von 1260 × 2800 Pixeln erreicht scharfe 452 PPI bei einem modernen 20:9-Verhältnis.

Die maximale Helligkeit ist so hoch, dass selbst direktes Sonnenlicht kaum stört. Auch die automatische Helligkeitsanpassung arbeitet präzise, während die minimale Helligkeit dunkel genug ist, um nachts nicht zu stören. Zudem sind die Displayränder mit nur 1,1 mm äußerst schmal.

Die Farbdarstellung orientiert sich am sRGB-Standard, mit Optionen für dynamische Anpassung je nach Inhalt. Im Vergleich zum kleineren X300 (6,31 Zoll) ist es heller, gegenüber dem X200 Pro bieten die dünneren Ränder ein moderneres Erscheinungsbild.

Kamera: Wie gut sind Fotos mit dem Vivo X300 Pro?

Hier beginnt das X300 Pro der Konkurrenz davonzueilen. Das Dreifach-Kamerasystem mit Zeiss-Optik ist schlichtweg das Beste, was uns bisher untergekommen ist. Die Hauptkamera nutzt einen 50-Megapixel-Sensor (Sony-LYT-828; 1/1,28 Zoll, f/1,6, 24 mm) mit OIS, PDAF und 1,22 µm Pixeln. Der Dynamikumfang umfasst 10,5 Blendenstufen.

Vivo X300 Pro Fotos

Vivo X300 Pro Foto

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Das Teleobjektiv arbeitet mit satten 200 Megapixel (Samsung HPB; 1/1,4 Zoll, f/2,7, 85 mm) und bietet 3,7-fachen optischen Zoom sowie Makro-Funktionen im Verhältnis 2,7:1. Die Ultraweitwinkelkamera löst mit 50 Megapixel auf (f/2,0, 15 mm, 119°) und verfügt über Autofokus.

Die Zeiss-Optik mit T*-Beschichtung und APO-Linse sorgt für natürliches Bokeh ohne störende Lens-Flares. Zusätzliche Features wie Laser-AF, Farbspektrum-Sensor, 3D-LUT-Import, HDR und Panorama-Funktionen machen das System komplett. Auffällig: Die Zoomlinse erzeugt oft bessere Bilder als die Hauptkamera.

Gegenüber dem Google Pixel 10 Pro XL gewinnt das X300 Pro deutlich. Fotos wirken farbenfroher, schärfer und ästhetischer in allen Szenarien – egal ob normaler Tag, Nacht, Makro oder Selfies.

Die Kamera-App bietet endlose Einstellungsmöglichkeiten für Foto-Nerds, aber auch einen vereinfachten Modus für Gelegenheitsknipser. Die automatische Szenenerkennung schlägt passende Modi für Essen oder Konzerte vor – und das Umstellen lohnt sich, da die Bilder dann nochmals eine Schippe drauflegen.

Vivo X300 Pro

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Das optionale Kamera-Zubehör-Set setzt dem noch einen darauf. Die Teleobjektiv-Verlängerung bietet zusätzliche 2,35-fache Vergrößerung bis 300 mm Brennweite und ermöglicht bis zu 1600-fachen Hybrid-Zoom. Der Griff mit physischen Bedienelementen (Auslöser, Zoomhebel, Belichtung), Stativgewinde und integriertem 2300-mAh-Akku verwandelt das Smartphone fast in eine echte Kamera. Topp für Straßenfotografie und Zoom-Aufnahmen weit entfernter Objekte, sogar bei Nacht.

Videos entstehen in 8K bei 30 FPS oder 4K bei 120 FPS mit Dolby Vision und 10-Bit-Log. Zeitlupe funktioniert in 4K bei 120 FPS, Porträt-Videos in 4K bei 60 FPS. Die Stabilisierung kombiniert Gimbal-ähnliches OIS mit Software-Stabilisierung und hält selbst wackelige Hände ruhig. Die 50-Megapixel-Frontkamera (f/2,0, 20 mm, AF, HDR) nimmt Videos bis 4K bei 60 FPS auf und lässt Selfiesticks arbeitslos werden.

Hardware: Wie stark ist das Vivo X300 Pro?

Der MediaTek Dimensity 9500 ist ein Kraftpaket. Der Octa-Core-Prozessor mit 1 × 4,21 GHz, 3 × 3,5 GHz und 4 × 2,7 GHz wird von einer Arm-G1-Ultra-GPU und den speziellen Coprozessoren V3+/VS1 für Bildverarbeitung unterstützt. Das ist mehr Rechenpower, als manche Laptops bieten.

Vivo X300 Pro

Vivo X300 Pro heise bestenlisten

Mit 16 GB Arbeitsspeicher und 512 GB UFS-4.1-Speicher ist das Gerät für die nächsten Jahre gerüstet. Ein Erweiterungsslot fehlt, aber bei dieser Kapazität wird ihn kaum jemand vermissen. In Benchmarks erreicht das X300 Pro 6690 Punkte bei 3DMark Wild Life Extreme (Vulkan) – ein Wert, der selbst Gaming-Smartphones erröten lässt. Im Vergleich zum X200 Pro (Dimensity 9300) arbeitet der neue Chip sparsamer, gegenüber dem kleineren X300 bietet das Pro-Modell deutlich mehr Speicher.

Die Konnektivität lässt keine Wünsche offen: Wi-Fi 7 (Dual-Band), Bluetooth 5.4/6 (aptX HD, LHDC 5), GPS (mehrere Bänder), NFC, Infrarot-Blaster und USB-C 3.2 (OTG). Easyshare ermöglicht Dateitransfer zu PCs, Macs und iPhones via NFC/Bluetooth/WLAN. KI-Features wie generative Bildbearbeitung runden die Ausstattung ab.

Software

Das Vivo X300 Pro läuft mit Origin OS 6 auf Basis von Android 16 – eine Premiere für Europa. Bisher bekam der Kontinent eine abgespeckte Funtouch-OS-Variante, jetzt erhalten alle Regionen das vollwertige System. Vivo verspricht fünf Jahre Hauptupdates und sieben Jahre Sicherheitsaktualisierungen.

Vivo X300 Pro Screenshot

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Die umfangreichen Anpassungen umfassen intelligente Stromspar-Modi, KI-gestützte Kamera-Features wie Fokus-Tracking und sogar Integration zu Apple-Produkten mit Drag-and-drop. Die Nutzung gefällt mit eleganten Öffnungsanimationen und bietet unzählige Optionen.

Das Design überzeugt mit vielen Anpassungsmöglichkeiten. Apps lassen sich in Fenstern zusammenfassen, im Sperrbildschirm verschwindet die Uhr künstlerisch hinter Hintergrundbildern. Die Origin-Insel um die Frontkamera ähnelt Apples Dynamic Island, ein programmierbarer Hardware-Knopf bietet schnellen Zugriff auf Lieblingsfunktionen. Die intelligente Seitenleiste macht wichtige Features schneller verfügbar.

Nach drei Wochen intensiver Nutzung zeigt sich die Kehrseite: OriginOS ist mächtig und kommt mit vielen innovativen Funktionen, ist aber nicht fehlerfrei. Die Kamera öffnet sich gelegentlich nicht über den Schnellzugriff, geschossene Bilder lassen sich nicht sofort teilen, Screenshots können nicht direkt zugeschnitten werden. Die Origin-Insel setzt manchmal aus, Apps laufen nicht so geschmeidig wie bei Pixel-Handys oder iPhones. Hier zeigt sich: Software-Perfektion ist schwerer als Hardware-Excellence.

Akku: Wie lange hält das Vivo X300 Pro durch?

Der Akku fasst 5440 mAh in Europa – weniger als die globale Version mit 6510 mAh. Schuld ist ein EU-Gesetz, das Vivo höhere Einfuhrgebühren bescheren würde. Die Si/C-Li-Ion-Technik sorgt trotzdem für beeindruckende Effizienz.

Das Laden erfolgt mit bis zu 90 W – allerdings nur mit Vivos nicht beiliegendem, speziellem Netzteil für 55 Euro. Das X300 Pro lädt mit normalen Schnellladegeräten immerhin noch mit 45 Watt. Drahtloses Laden funktioniert mit maximal 40 W, umgekehrtes Laden funktioniert sowohl verkabelt als auch drahtlos.

Die Laufzeit beeindruckt: Zwei volle Tage mit einer Ladung sind problemlos möglich. Das zuvor genutzte Google Pixel 9 Pro musste viel schneller wieder ans Netz. Selbst in der gedrosselten europäischen Variante bietet das X300 Pro eine hervorragende Ausdauer.

Preis

In Europa hat das Vivo X300 Pro mit 512 GB und 16 GB RAM eine UVP von 1399 Euro. Der aktuelle Straßenpreis liegt bei 1199 Euro. Das Kamera-Zubehör schlägt mit 190 Euro zu Buche.

Fazit

Das Vivo X300 Pro ist ein fotografisches Meisterwerk im Smartphone-Format. Die Zeiss-Kamera mit dem außergewöhnlichen Teleobjektiv und dem optionalen Zubehör-Set bietet Möglichkeiten, die derzeit kaum ein anderes Smartphone erreicht. Die beste Handy-Kamera, die wir je getestet haben, stellt selbst das Google Pixel 10 Pro XL locker in den Schatten.

Display, Performance und Akkulaufzeit spielen ebenfalls in der Champions League mit. Die Rückkehr nach Europa nach den Nokia-Querelen ist mehr als gelungen – Vivo liefert ein echtes Flaggschiff für Foto-Enthusiasten, welches keine Kompromisse eingeht.

Die Software-Bugs trüben den sonst makellosen Eindruck, zeigen aber auch: Perfektion ist ein Prozess, kein Zustand. Wer bereit ist, gelegentliche Ruckler zu verkraften, bekommt das derzeit beste Fotografie-Smartphone.

Huawei Pura 80 Ultra

 Die beste Smartphone-Kamera – aber mit Haken

Das Huawei Pura 80 Ultra setzt mit seiner Kamera neue Maßstäbe. Deutliche Einschränkungen machen es jedoch nur zu einem Smartphone für Liebhaber.

VORTEILE

  • beste Smartphone-Kamera
  • exzellentes Display
  • hochwertige Verarbeitung

NACHTEILE

  • mäßige Performance
  • Google-Dienste und Apps nur über Umwege
  • ohne 5G

Huawei Pura 80 Ultra im Test: Die beste Smartphone-Kamera – aber mit Haken

Das Huawei Pura 80 Ultra setzt mit seiner Kamera neue Maßstäbe. Deutliche Einschränkungen machen es jedoch nur zu einem Smartphone für Liebhaber.

Ohne 5G, keine echte High-End-Performance, Google-Dienste nur über Umwege: Die US-Sanktionen begrenzen Huaweis Smartphones seit Jahren deutlich. Dennoch demonstriert der Hersteller eindrucksvoll, wie leistungsfähig mobile Hardware weiterhin sein kann. Bei der Kamera ist dem Huawei Pura 80 Ultra aktuell kaum ein Gerät ebenbürtig. Ob sich das Smartphone trotz aller Hürden empfiehlt, zeigt dieser Test.

Auch die Kollegen der c’t haben das Pura 80 Ultra getestet. Wir fassen ihre Erkenntnisse zusammen und gleichen sie mit unseren eigenen Erfahrungen ab. Der vollständige Testbericht der c't findet sich hier als Plus-Artikel: Huawei Pura 80 Ultra – Google-freies Smartphone im Test.

Design

Das Huawei Pura 80 Ultra gibt sich mit seiner glänzenden Oberfläche ausgesprochen präsent, besonders in der Farbvariante Gold. Die spiegelnde Glasrückseite zieht Blicke auf sich, aber auch Fingerabdrücke. Noch auffälliger ist jedoch das üppige Kameramodul, das weit aus dem Gehäuse herausragt. An dieser Stelle ist das Smartphone nahezu doppelt so dick wie der restliche Korpus, was es deutlich kopflastig macht.

Mit Abmessungen von 163 × 76,1 × 8,3 mm fällt das Gerät groß aus und bringt über 230 g auf die Waage, was sich beim Handling und Tragen bemerkbar macht. Die Verarbeitung ist hochwertig, und dank der IP68-/IP69-Zertifizierung ist das Pura 80 Ultra zuverlässig gegen Staub und Wasser geschützt. Huawei setzt an Vorder- und Rückseite auf Kunlun Glass statt auf Gorilla Glass, das sich im Alltag ebenfalls als robust erweist.

Huawei Pura 80 Ultra - Bilder

Huawei Pura 80 Ultra

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Display

Das Huawei Pura 80 Ultra setzt auf ein großformatiges 6,8-Zoll-OLED-Display mit LTPO-Technologie. Die Auflösung von 2848 × 1276 Pixeln sorgt für eine sehr scharfe Darstellung. Dank LTPO passt sich die Bildwiederholrate dynamisch zwischen 1 und 120 Hertz an, lässt sich aber auch fest auf 60 oder 120 Hertz einstellen. Gleiches gilt für die Auflösung, die optional automatisch geregelt wird.

Der Bildschirm überzeugt mit kräftigen Farben, tiefem Schwarz und gut lesbaren Schriften. Eine Schutzfolie ist ab Werk angebracht. Farbmodi und Farbtemperatur sind anpassbar, hinzu kommen Dark Mode und Blaulichtfilter. Es gibt sogar einen zweistufigen E-Book-Modus, der wahlweise monochrom oder mit reduzierter Farbdarstellung arbeitet.

Laut Hersteller erreicht das Panel kurzzeitig bis zu 3000 Nits (auch cd/m²). Die Kollegen der c’t konnten maximal 1235 Nits messen – ausreichend für gute Ablesbarkeit auch bei hellem Umgebungslicht, wenn auch kein Spitzenwert.

Kamera

Das Pura 80 Ultra setzt klar auf Fotografie. Herzstück ist eine 50-MP-Hauptkamera mit großem 1-Zoll-Sensor, variabler Blende (ƒ/1,6 bis ƒ/4) und optischer Bildstabilisierung. Ergänzt wird sie durch eine 40-MP-Ultraweitwinkelkamera sowie zwei stabilisierte Telekameras mit 3,7- und sogar 9,4-fachem Zoom.

Die Hauptkamera des Huawei Pura 80 Ultra liefert überzeugende Bilder mit hoher Schärfe, natürlichen Farben und stimmiger Dynamik. Bei genauer Betrachtung allerdings treten vereinzelt Moiré-Effekte auf. Im Nachtmodus bleibt die Darstellung angenehm natürlich, bei wenig Licht nehmen jedoch Bildrauschen und sichtbare Softwareartefakte zu.

Die beiden Teleobjektive teilen sich einen großen 1/1,28-Zoll-Sensor, der mechanisch zwischen den Optiken verschoben wird. Parallel arbeiten können sie nicht: Das 3,7-fach-Tele nutzt auf Wunsch die volle 50-Megapixel-Auflösung, das 9,4-fach-Tele ist auf 12,5 Megapixel begrenzt. Dank optischer Bildstabilisierung gelingen auch bei Dunkelheit scharfe, detailreiche Aufnahmen mit hoher Trefferquote. Erst bei sehr hohen Zoomstufen kommt es zu verwaschenen Aufnahmen.

Abstriche gibt es bei der Ultraweitwinkelkamera, die zwar viel Bildinhalt einfängt, bei Schärfe und Detailzeichnung aber sichtbar zurückliegt. Die Frontkamera überzeugt hingegen mit scharfen, gut belichteten Selfies und natürlichen Hauttönen. Videos zeichnen Haupt- und Frontkamera bis 4K mit 60 FPS auf.

Huawei Pura 80 Ultra – Originalaufnahmen

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Ausstattung

Die größten Schwächen gehen auf die US-Sanktionen gegen Huawei zurück. Aktuelle ARM-Architekturen stehen dem Konzern nicht mehr zur Verfügung. Der Hisilicon Kirin 9020 mit bis zu 2,5 GHz wird daher noch im 7-Nanometer-Verfahren gefertigt und erreicht lediglich Mittelklasse-Niveau.

Das bestätigen die Benchmarks: PCMark Work weist rund 10.000 Punkte aus, 3DMark Wild Life etwa 5000 Punkte, Wild Life Extreme lediglich rund 1700 Punkte. Damit liegt der Kirin 9020 auf dem Niveau eines Qualcomm Snapdragon 6 Gen 3. Für den Alltag reicht die Leistung aus, für anspruchsvolle Anwendungen oder grafikintensive Spiele ist sie jedoch zu gering.

Eine weitere Folge der Sanktionen: Es bleibt bei LTE (4G), 5G fehlt. Gut ausgestattet zeigt sich das Gerät dagegen beim Speicher mit 512 GB internem Speicher und 16 GB RAM. Hinzu kommen USB-C 3.1, Wi-Fi 7, Bluetooth 5.2 (LDAC, L2HC, AAC, SBC), NFC und ein Infrarot-Port. Zur Positionsbestimmung unterstützt das Smartphone GPS, Glonass, Beidou, Galileo, QZSS und Navic.

Software

Auf dem Huawei Pura 80 Ultra läuft EMUI, eine von Huawei angepasste Oberfläche auf Basis von Android. Das vollständig selbst entwickelte Harmony OS setzt der Hersteller bislang nur in China ein. Google-Dienste fehlen weiterhin und werden durch eigene Angebote ersetzt. Zwar liefert Huawei zahlreiche Apps vorinstalliert aus, die Appgallery bleibt jedoch deutlich kleiner als der Google Play Store und fällt zudem durch starke Werbeeinblendungen auf.

Ergänzend kann Petal Search nach APK-Dateien im Netz suchen. Alternativ lassen sich Google-Dienste über Micro G und den Aurora-Store nachrüsten. Installation und Einrichtung sind vergleichsweise einfach, setzen jedoch ein Google-Konto voraus. Die meisten Apps funktionieren damit, allerdings nicht immer mit automatischen Updates. Zudem erfordert dieser Weg zusätzliche Systemrechte und ist mit einem gewissen Sicherheitsrisiko verbunden.

Akku

Die Akkukapazität fällt mit 5170 mAh solide, im Vergleich zur chinesischen Konkurrenz aber nicht überdurchschnittlich aus. Die Laufzeit von 15,5 Stunden im PCMark Battery Test ist dennoch ordentlich und reicht bei moderater Nutzung für bis zu zwei Tage. Im Spieletest der c't-Kollegen erreichte das Gerät rund 17 Stunden – ein Wert, der auch der eher mäßigen Rechenleistung geschuldet ist. Beim WLAN-Streaming hielt das Smartphone etwa 11 Stunden durch.

Per Kabel lädt das Pura 80 Ultra mit bis zu 100 Watt und ist damit in weniger als einer Stunde vollständig geladen; ein passendes Netzteil liegt bei. Kabellos sind bis zu 80 Watt möglich.

Preis

Die unverbindliche Preisempfehlung liegt mit 1499 Euro sogar über dem üblichen Flaggschiff‑Niveau. Inzwischen ist das Smartphone jedoch bereits ab 1299 Euro bei Huawei erhältlich. Zur Auswahl stehen die Farben Gold und Schwarz.

Fazit

Die Kamera gehört zum Besten, was der Markt derzeit bietet, insbesondere die Telelinsen mit hohen Zoomstufen sind bemerkenswert. Der hohe Preis in Verbindung mit den massiven Einschränkungen durch die US‑Sanktionen macht das Gerät jedoch zur Nischenlösung für Fans und Liebhaber. Standards wie 5G fehlen, die Performance ist nicht mehr zeitgemäß, wenn auch für den Alltag noch ausreichend. Eine klare Kaufempfehlung kann nicht ausgesprochen werden.

Vivo X200 Pro

 Der Geheimtipp unter den Flagship-Smartphones

Starker Telezoom, helles OLED-Display, kräftiger Akku und starker Antrieb: Das Vivo X200 Pro sieht schick aus und wirkt souverän. Überzeugt es im Test?

VORTEILE

  • tolles OLED-Display
  • schickes Gehäuse mit IP69
  • Top-Kamera mit hervorragendem Telezoom
  • schneller Prozessor
  • lange Ausdauer

NACHTEILE

  • Gegenlichtprobleme bei Hauptkamera
  • kein echtes Update-Versprechen
  • schlechte Verfügbarkeit in Deutschland

Vivo X200 Pro im Test: Der Geheimtipp unter den Flagship-Smartphones

Starker Telezoom, helles OLED-Display, kräftiger Akku und starker Antrieb: Das Vivo X200 Pro sieht schick aus und wirkt souverän. Überzeugt es im Test?

Wenn im Jahr 2024 jemand nach dem Smartphone mit dem besten Telezoom fragte, lautete die Antwort nicht selten Vivo X100 Pro – zumindest in Österreich, wo das Smartphone im Gegensatz zu Deutschland verkauft wurde. Auch der Nachfolger X200 Pro ist hierzulande weiterhin nicht offiziell beim Hersteller erhältlich. Das Titanium-Modell lässt sich jedoch momentan noch über Onlineshops wie Amazon, Alza, Ebay oder Galaxus über den Umweg EU-Ausland beziehen.

Das X200 Pro will den Abstand zur Konkurrenz bei der Kamera noch weiter vergrößern. Es bringt ein neu abgestimmtes Kamerapaket mit Zeiss-Know-how, das nicht nur stärker zoomen, sondern auch schärfere Ergebnisse liefern soll. Die Hauptkamera ist angeblich dank besserer Lichtempfindlichkeit bei Low-Light-Aufnahmen leistungsfähiger, und die Tele-Makrofunktion holt selbst winzige Motive ganz nah heran.

Dazu kommt ein strahlend helles OLED-Display, das im Freien deutlich besser ablesbar ist. Außerdem soll das Smartphone länger ohne Steckdose durchhalten. Grund für die höhere Ausdauer ist angeblich der neue Mediatek-Chip, der Leistung und Effizienz vereint. Das Design wirkt erneut schick und beeindruckt zusätzlich mit Schutz gegen Staub und Wasser nach IP69. Nicht zuletzt soll die Nutzeroberfläche Funtouch übersichtlicher geworden sein und eine längere Update-Versorgung versprechen. Klingt nach Fortschritt – wie groß der Schritt wirklich ist, zeigt der Test.

Design

Das Gehäuse des Vivo X200 Pro präsentiert sich schnörkellos und modern. Die Glasrückseite trifft auf einen flachen Metallrahmen, dessen Kanten vorn und hinten sanft abgerundet sind. Das kreisrunde Kameramodul ist riesig und ragt einige Millimeter aus dem Gehäuse heraus. Mit seiner geriffelten Metalleinfassung erinnert es an ein einzelnes, großes Kameraobjektiv. Das wirkt nicht nur etwas übertrieben, sondern bringt auch haptische Nachteile.

Auf dem Tisch liegend kippelt das Smartphone zwar kaum, in der Hand wirkt es jedoch unausgewogen und kopflastig. Für sicheren Halt muss man einen stützenden Finger nicht unter, sondern auf das Kameramodul legen – was zumindest theoretisch zu Verschmierungen führen und dadurch die Bildqualität beeinträchtigen könnte.

Das Display nimmt fast die komplette Front ein. Die Ränder sind schmal und gleichmäßig – so wie es bei einem Spitzenmodell sein sollte. An allen vier Seiten fallen sie sanft gerundet leicht zum Rahmen hin ab, eine spürbare Kante gibt es nicht. Störende Spiegelungen sind aufgrund der engen Radien kaum erkennbar. Je nach Variante wiegt das X200 Pro 223 g oder 228 g. Die Tiefe beträgt 8,5 mm beim Modell in Titanium und Blau sowie 8,2 mm in Black. Die Verarbeitung wirkt hochwertig, Spaltmaße sind praktisch nicht auszumachen. Die Tasten auf der rechten Seite sitzen fest im Rahmen und bieten einen präzisen Druckpunkt sowie angenehmen Hub. Insgesamt sieht das nicht nur gut aus, sondern fühlt sich auch so an – abgesehen davon, dass die Rückseite zwar keine Fingerabdrücke anzieht, aber etwas rutschig ist.

Das X200 Pro ist nach IP68 und IP69 gegen Staub und Wasser geschützt. Der höhere Schutz erlaubt zusätzlichen Wasserdruck in Form von Strahlwasser auf das Gehäuse – im Alltag zwar wenig relevant, aber dennoch beruhigend.

Vivo X200 Pro - Bilderstrecke

Vivo X200 Pro

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Display

Das Display misst knapp 6,8 Zoll und bietet eine Auflösung von 2800 × 1260 Pixeln. Das entspricht einer Pixeldichte von über 450 Pixeln pro Zoll (ppi) und wirkt gestochen scharf. Als Panel-Technik kommt OLED mit LTPO zum Einsatz, was eine variable Bildrate von 0,1 bis 120 Hz erlaubt. Das sorgt sowohl für flüssige Wiedergabe bewegter Inhalte als auch für gute Energieeffizienz. Die Darstellung deckt den P3-Farbraum ab, wirkt insgesamt natürlich und kann auf Wunsch kräftig intensiv erscheinen. Kontraste, Schwarzwert und Blickwinkelstabilität sind ebenfalls vorbildlich. Die Rundungen am Bildschirmrand spiegeln kaum und fallen somit nicht negativ ins Gewicht.

Zur hervorragenden Darstellung trägt auch die hohe Helligkeit des Panels bei. In der Spitze nennt der Hersteller 4500 cd/m² – ein enormer Wert. In unseren Messungen erreichte das Display tatsächlich über 1800 cd/m², was auch abseits von HDR-Inhalten extrem stark ist. Damit bleibt der Bildschirm selbst in direkter Sonne problemlos ablesbar, und HDR-Material profitiert sichtbar – zumal die automatische Helligkeitsregelung schnell reagiert und sich der Umgebung zuverlässig anpasst. Das Schutzglas benennt Vivo zwar nicht konkret, es soll jedoch elfmal widerstandsfähiger sein als beim Vorgänger X100 Pro. Kurzum: Das Panel des X200 Pro überzeugt rundum.

Kamera

Beim X200 Pro kooperiert Vivo erneut mit dem Spezialisten Zeiss. Die Hauptkamera bietet eine Auflösung von 50 Megapixeln und setzt auf den Oberklasse-Sensor Sony LYT-818. Er misst 1/1,28 Zoll und verfügt über eine sehr lichtstarke Blende von f/1.57. Auch die Weitwinkelkamera arbeitet mit 50 Megapixeln. Das Prunkstück ist jedoch die Telekamera mit 200 Megapixeln. Sie basiert auf Samsungs Isocell HP9 und liefert eine 3,7-fache optische Vergrößerung, entsprechend einer Brennweite von 85 mm. Der Sensor misst 1/1,4 Zoll, die Blende beträgt f/2.67. Die Frontkamera bringt 32 Megapixel.

Bei Tageslicht überzeugt die Bildqualität auf ganzer Linie. Die Hauptkamera liefert eine hohe Grundschärfe, natürliche Farben und gute Dynamik. Bildrauschen ist selbst in dunkleren Bereichen kaum sichtbar, und der Autofokus arbeitet zuverlässig. Die Weitwinkelkamera fällt im Vergleich etwas ab: Schärfe und Dynamik sind nicht ganz auf dem Niveau der Hauptkamera, insgesamt bleibt die Qualität aber solide. Besonders stark präsentiert sich das Teleobjektiv. Bei 3,7-facher Vergrößerung liefert es gestochen scharfe Aufnahmen mit vielen Details und toller Bilddynamik. Auch Farben und Kontraste sind hervorragend.

Selbst bei 10-facher Vergrößerung bleiben Aufnahmen plastisch und scharf, und sogar 15- bis 20-fache Vergrößerungen ergeben noch brauchbare Resultate – dann jedoch nur mit ruhiger Hand und bei gutem Licht. Die volle 200-Megapixel-Auflösung steht zur Verfügung, sollte jedoch nur bei guter Beleuchtung genutzt werden – dann überzeugen die Fotos mit beeindruckender Detailfülle. Eine Besonderheit ist die Tele-Makrofunktion: Sie ermöglicht das Fokussieren aus kurzer Distanz bei mittlerer Vergrößerung. So gelingen Nahaufnahmen mit natürlicher Perspektive, ohne dass Nutzer oder Gerät störende Schatten werfen.

Bei schwachem Licht sorgt die große Blendenöffnung für eine verbesserte Lichtausbeute der Hauptkamera. Entsprechend gelingen auch unter schwierigen Bedingungen erstaunlich scharfe Fotos mit vergleichsweise geringem Bildrauschen. Auch die Telekamera überrascht hier positiv, sofern noch ausreichend Restlicht vorhanden ist. In Innenräumen und unter Kunstlicht nimmt sie Details gut auf, Hauttöne wirken überwiegend glaubwürdig. Bildrauschen ist aber stärker sichtbar als bei der Hauptkamera. Das gilt ebenso für die Weitwinkeloptik.

Praktisch: Die HDR-Bildvorschau erleichtert schon vor der Aufnahme die Einschätzung der Bildqualität. Wer mehr Kontrolle wünscht, nutzt den Pro-Modus mit RAW-Aufnahmen bis 14 Bit. Spannend ist auch der zusätzliche Kameramodus namens Humanistic Street Snap Camera. Er wird in der Kamera-App über den kleinen Pfeil rechts neben dem Auslöser gestartet und bietet eine Art vereinfachten Pro-Modus mit Tools für die Straßenfotografie – schnell, aber mit manueller Kontrolle. Der Modus deckt diverse Brennweiten ab, inklusive 85 und 135 Millimetern. Farblooks reichen von neutral mit Zeiss Natural Colour bis kräftig mit Vivid-Filter.

Bei Gegenlicht kann es gelegentlich zu auffälligen Reflexionen kommen – vorwiegend bei der Hauptkamera, wie in Nutzerberichten zu lesen ist. In unseren Tests trat das Phänomen kaum oder nur schwach auf, etwa bei tief stehender Sonne und schrägem Winkel. Laut Hersteller hängt dies mit der großen Blendenöffnung und der Linsenbeschichtung zusammen. Mit etwas Übung kann man solche Effekte auch gezielt als Stilmittel einsetzen. Wer das nicht wünscht, kann ein Galerie-Tool nutzen, das Reflexe per KI reduziert. Das Problem kann auftreten, muss aber nicht – wer häufig bei Gegenlicht fotografiert, sollte es berücksichtigen.

Auch bei Videoaufnahmen überzeugt das X200 Pro: 4K mit 60 Bildern pro Sekunde und Dolby Vision ist mit allen drei Kameras möglich, maximal sind 8K-Aufnahmen mit 30 fps drin. Zeitlupe beherrscht das Gerät in 4K mit 120 fps. Ergänzt wird dies durch einen cineastischen Porträtmodus sowie LOG-Aufzeichnung. Die Stabilisierung ist wirkungsvoll und wirkt dennoch natürlich – Schwenks sind flüssig und ruhig. Auch beim Ton liefert Vivo gute Ergebnisse: Der Klang ist klar, die Windfilter arbeiten dezent und reduzieren Störgeräusche spürbar.

Insgesamt bewegt sich die Kamera des Vivo X200 Pro auf Augenhöhe mit der High-End-Konkurrenz – bei Teleaufnahmen vielleicht sogar leicht darüber, in anderen Bereichen situationsabhängig etwas darunter.

Vivo X200 Pro - Originalaufnahmen

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Ausstattung

Im Inneren arbeitet der High-End-Chipsatz Mediatek Dimensity 9400. Er verfügt über acht Kerne mit bis zu 3,62 GHz und wird im 3-nm-Verfahren gefertigt. Als GPU kommt die Immortalis-G925 MC12 zum Einsatz, ergänzt durch eine NPU 890 (Neural Processing Unit) zur Beschleunigung von KI-Aufgaben. In Benchmarks bewegt sich die Leistung auf Flaggschiff-Niveau: Im PCmark Work 3.0 erreicht das X200 Pro 17.100 Punkte, im 3Dmark Wild Life Extreme 6.200 Punkte. Das liegt zwar leicht unter dem Spitzen-Chipsatz Snapdragon 8 Elite von Qualcomm, ist aber dennoch sehr stark.

Im Alltag läuft das Vivo X200 Pro ausgesprochen flüssig. App-Starts, Multitasking, Scrollen durch Menüs oder Gaming – all das meistert das Smartphone ohne Mühe. Unterschiede zu Modellen mit Qualcomm-Chipsätzen sind im praktischen Gebrauch nicht erkennbar. Unter Dauerlast kommt es jedoch zu spürbarem Throttling: Im Stresstest halbierte sich die Performance zeitweise. Relevanz hat das aber höchstens in fordernden Benchmarks, selbst bei AAA-Spielen sind keine nennenswerten Leistungseinbußen zu erwarten.

Als Speicher nutzt das Gerät LPDDR5X-RAM und UFS 4.0. In Europa wird es mit 16 GB Arbeitsspeicher und 512 GB internem Speicher angeboten. Eine Speichererweiterung per Karte ist nicht vorgesehen, stattdessen lassen sich zwei Nano-SIM-Karten einsetzen. Die Konnektivität umfasst Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4, NFC und einen Infrarotsender zum Steuern kompatibler Geräte wie Fernseher oder Klimaanlagen. Der USB-C-Port unterstützt den Standard USB 3.2 Gen 1 und gibt auch Bildsignale aus. Zur Standortbestimmung greift das X200 Pro auf GPS, Galileo, Glonass, Beidou, QZSS und Navic zurück.

Die Audiowiedergabe erfolgt über Stereo-Lautsprecher. Sie klingen klar, Stimmen sind gut verständlich. Bei Musik fehlt etwas Bass-Fundament, doch für Serien, Spiele und Videos sind Lautstärke und Klangqualität vollkommen ausreichend. Der Fingerabdrucksensor mit 3D-Ultraschall entsperrt schnell und zuverlässig – auch bei leicht feuchten Händen ist die Erkennungsquote hoch. Zusätzlich gibt es eine Gesichtserkennung, die jedoch nur im weniger sicheren 2D-Verfahren arbeitet.

Software

Ab Werk läuft auf dem Vivo X200 Pro Android 15 mit Funtouch OS 15. Die Oberfläche ist übersichtlich, bietet zahlreiche Funktionen und einige KI-Tools. Dazu gehören eine sehr gute Objektentfernung und Hochskalierung bei Fotos sowie automatische Zusammenfassungen im Recorder. Praktisch ist zudem die neue Option „Reduktion von Glanz“ in der Kamera-App. Damit reagiert Vivo auf das im Kamera-Kapitel erwähnte Gegenlichtproblem. Zusätzlich gibt es in der Galerie das Werkzeug „Glare Reduction“ unter dem Punkt „AI Erase“. Beide Lösungen mindern das Phänomen teilweise, wenn auch nicht in allen Fällen.

Ein Teil der KI-Funktionen arbeitet in der Cloud und setzt daher eine Internetverbindung voraus. In den Tests störten zudem wiederholt Vorschläge für installierbare Zusatz-Apps. Diese lassen sich jedoch überspringen, und bereits installierte Zusatz-Apps können bei Bedarf deinstalliert werden. Insgesamt bleibt Funtouch OS relativ nah an Stock-Android, wirkt aber nicht ganz so schlank wie Googles eigene Software.

Beim Thema Updates bleibt Vivo zurückhaltend. Zwar kursieren im Netz Hinweise auf vier Android-Upgrades und fünf Jahre Sicherheitsupdates für das X200 Pro, eine offizielle Bestätigung des Herstellers steht jedoch noch aus. Verbindlich zugesichert sind bisher lediglich monatliche Sicherheits-Patches.

Akku

Der Akku des in Deutschland erhältlichen Vivo X200 Pro bietet eine Kapazität von 5200 mAh. In einigen Märkten, etwa in Spanien, ist zudem eine Version mit 6000 mAh verfügbar. Im Alltag zeigt sich das X200 Pro sehr ausdauernd und gehört zu den langlebigsten Flaggschiffen seines Jahrgangs. Im PCmark Battery Test erzielte es bei einer Display-Helligkeit von 200 cd/m² eine starke Laufzeit von 14,5 Stunden. Praktisch: Ein kompletter Tag ohne Zwischenladen ist problemlos machbar, und bei moderater Nutzung sind sogar bis zu zwei Tage drin.

Das Aufladen erfolgt kabelgebunden mit bis zu 90 Watt, ein passendes Netzteil liegt dem Gerät jedoch nicht bei. Eine vollständige Ladung dauert deutlich weniger als eine Stunde. Zudem unterstützt das Smartphone kabelloses Laden mit bis zu 30 Watt (abhängig von Markt und Ladegerät). Reverse Charging per Kabel ist ebenfalls möglich.

Preis

Zum Marktstart in Europa lag die unverbindliche Preisempfehlung bei 1299 Euro. In Deutschland beginnt der Straßenpreis für das Modell in Titanium bei nur 883 Euro, Modelle in Cobalt Blue und Carbon Black sind derzeit vergriffen.

Fazit

Das Vivo X200 Pro richtet sich an Interessenten, die beim Fotografieren keine Kompromisse eingehen wollen. Die Telekamera mit 200 Megapixeln liefert absolute Spitzenklasse, selbst bei 10- und 20-facher Vergrößerung sind Aufnahmen hervorragend. Auch die Hauptkamera ist stark, auch wenn sie sich hier von der Konkurrenz nicht absetzen kann und bisweilen leichte Probleme bei Gegenlicht haben soll – im Test war davon aber so gut wie nichts zu bemerken. Die Weitwinkelkamera ist solide.

Das OLED-Display ist exzellent, die Helligkeit spielt ganz oben mit. Auch bei der restlichen Ausstattung gibt es nichts zu meckern. Die Verbindungsstandards liegen auf Spitzenniveau, und der Mediatek-Chip liefert hohes Tempo. Damit kommt das X200 Pro vielleicht nicht ganz an Modelle mit Snapdragon 8 Elite heran, davon ist im Alltag aber nichts zu merken.

Die Software wirkt erwachsen, trägt aber etwas mehr Ballast als die Konkurrenz von Google. Schade: Eine echte Update-Zusage gibt es zudem nicht, auch wenn Gerüchte von konkurrenzfähiger Update-Dauer sprechen. Insgesamt ist das Vivo X200 Pro ein fantastisches Smartphone, das sich nicht hinter der Konkurrenz verstecken muss.

Apple iPhone 17 Pro Max

 Das beste Smartphone 2025

Apples neues Flaggschiff ist da: Im Test zeigt sich, welche Stärken das iPhone 17 Pro Max hat und ob Apple ein großer Wurf gelungen ist.

VORTEILE

  • brachiale Power
  • hervorragende Kamera
  • hohe Qualität
  • lange Akkulaufzeit

NACHTEILE

  • kostenintensiv
  • Dynamic Island verdeckt Inhalte

Apple iPhone 17 Pro Max im Test: Das beste Smartphone 2025

Apples neues Flaggschiff ist da: Im Test zeigt sich, welche Stärken das iPhone 17 Pro Max hat und ob Apple ein großer Wurf gelungen ist.

Optisch hebt sich das neue iPhone 17 deutlich vom Vorgänger ab. Während derzeit vielerorts über mögliche Probleme mit Kratzern diskutiert wird, hat die Redaktion von Mac & i das neue Apple-Flaggschiff gründlich getestet und zeigt, was sich alles verbessert hat.

Design

Apple spendiert dem iPhone 17 Pro Max ein neues Unibody-Gehäuse aus Aluminium, das nun auch Teile der Rückseite einbezieht. Dadurch soll die Wärmeableitung effizienter funktionieren als beim bisherigen Titanrahmen – etwas, das sich im Alltag durchaus bemerkbar machen dürfte. Allerdings geht das leichtere Material geringfügig zulasten der Stabilität.

Auffällig ist vor allem die Rückseite: Das breite Kameraplateau mit LED-Blitz und Lidar-Scanner dominiert das Design, während die drei Objektive deutlich hervorstehen und dem Pro Max seinen charakteristischen Look verleihen.

Damit wächst die Dicke auf 13,3 mm. Die Abmessungen liegen insgesamt bei 163,4 × 78 × 8,8 mm, das Gewicht bei 231 g. Die IP68-Zertifizierung ist wieder an Bord.

Display

Größe und Auflösung bleiben unverändert: Das 6,9-Zoll-OLED mit LTPO-Technik löst mit 2868 × 1320 Pixeln bei 458 PPI auf und bietet eine variable Bildwiederholrate von 1 bis 120 Hertz. Die maximale Helligkeit steigt jedoch von 2000 auf 3000 Nits deutlich. Im Test der Kollegen erreichte es 803 Nits im Innenraum, 1403 Nits bei HDR und bis zu 2810 Nits unter direkter Sonneneinstrahlung.

Kamera

Das iPhone 17 Pro Max bringt deutliche Fortschritte bei der Kamera. Das Teleobjektiv erhält wie auch der Haupt- und Ultraweitwinkel einen 48-Megapixel-Sensor samt Tetraprisma und bis zu 8-fachen optischen Zoom. Die Frontkamera löst mit 18 Megapixeln auf.

Standardmäßig erzeugt die Kamera per Pixel Binning Aufnahmen mit 24 Megapixeln, die aus mehreren Sensordaten kombiniert werden. Im Test von Mac & i lieferte die Telelinse im Vergleich zum iPhone 16 Pro sichtbar schärfere Ergebnisse, selbst bei wenig Licht. Besonders beeindruckt zeigte sich die Redaktion vom Bildstabilisator, der selbst bei 200 Millimetern Brennweite und Belichtungszeit von einer Zehntelsekunde noch verwacklungsfreie Fotos ermöglicht.

Auch bei Videos setzt das iPhone 17 Pro Max Maßstäbe: 4K mit Dolby Vision gelingt nun mit 120 FPS, außerdem unterstützt das Gerät Prores RAW, Log 2 und Genlock. Damit richtet sich das Pro-Modell noch stärker als bisher an ambitionierte Filmer und Profis.

Die Heise-Redaktion hat das iPhone 17 Pro Max mit dem Google Pixel 10 Pro XL verglichen. Ergebnis: Das iPhone zeigt seine Stärken bei Porträt- und Ultraweitwinkelaufnahmen, während das Pixel vorrangig bei schwachem Licht überzeugt. Mehr Details finden sich im Plus-Artikel Foto-Duell: Apple iPhone 17 Pro Max gegen Google Pixel 10 Pro XL (Heise+).

Ausstattung

Der A19 Pro verleiht den iPhone‑17‑Pro-Modellen eine deutlich stärkere Performance, vorrangig bei Multi-Core-Aufgaben. Damit schlägt der Chip laut Mac & i auch die schnellsten Android-Smartphones. Die GPU mit sechs Kernen profitiert von neuen KI-Beschleunigern und verdoppelt die AI-Leistung gegenüber dem 16 Pro. Im Geekbench-AI-Benchmark legte das iPhone 17 Pro Max im GPU-Modus deutlich zu und steigerte die Punktzahl von 7144 auf 16.428 gegenüber dem 16 Pro. Im Test überzeugte das SoC mit dauerhaft hoher Geschwindigkeit ohne Hitzeprobleme.

Zudem gibt es mehr Arbeitsspeicher (12 statt 8 GB) und einen vergrößerten L2-Cache (6 statt 4 MB). Der interne Speicher startet bei 256 GB und reicht über 512 GB und 1 TB bis 2 TB.

Akku

Dank größerem Akku und effizienterem A19 Pro steigern die iPhone‑17‑Pro-Max-Modelle ihre Laufzeiten spürbar: Videos laufen nun knapp 32 Stunden, 3D-Spiele rund 15 Stunden. Die Surfzeiten bleiben nahezu unverändert gegenüber dem Vorgänger. Beim Schnellladen erreichte das Pro Max in 20 Minuten 41 Prozent – solide Werte, auch wenn Apples Versprechen von „50 Prozent“ knapp verfehlt wird.

Preis

So viel Qualität hat ihren Preis. Das iPhone 17 Pro Max wird mit Speichergrößen von 256 GB bis 2 TB angeboten, die unverbindlichen Preisempfehlungen (UVP) liegen zwischen 1499 und 2449 Euro. Straßenpreise beginnen bei 1319 Euro. 512 GB gibt es ab 1549 Euro, für 1 TB sind 1817 Euro fällig, 2 TB kosten 1999 Euro. Erhältlich ist es in den Farben Silber, Cosmic Orange und Tiefblau.

Fazit

Im Test von Mac & i überzeugte das iPhone 17 Pro Max mit starker Performance dank A19 Pro, einer auf 48 Megapixel aufgerüsteten Tele-Kamera und verbessertem Wärmemanagement durch das neue Unibody-Design. Dazu kommen das noch hellere Display, längere Akkulaufzeiten und neue Profi‑Video-Features. Letztlich liefert Apple ein rundes Update, das vorrangig für Foto- und Videoenthusiasten ebenso wie für Power-User spannend ist.

Honor Magic 8 Pro

 Dieses Smartphone ist der neue Testsieger

Das Honor Magic 8 Pro bleibt beim bewährten Design. Es setzt auf eine starke 200-Megapixel-Telekamera und einen großen Akku.

VORTEILE

  • starke Performance
  • exzellente Kamera
  • lange Akkulaufzeit
  • exzellentes Display
  • 3D-Gesichtserkennung

Honor Magic 8 Pro im Test: Dieses Smartphone ist der neue Testsieger

Das Honor Magic 8 Pro bleibt beim bewährten Design. Es setzt auf eine starke 200-Megapixel-Telekamera und einen großen Akku.

Seit Jahren überzeugt uns Honors Flaggschiff, insbesondere mit seiner starken Kamera. Für den Spitzenplatz fehlten meistens nur Kleinigkeiten gegenüber Samsung, Xiaomi oder Apple. Jetzt hat es geklappt: Das Honor Magic 8 Pro erklimmt die Spitze unserer Smartphone-Bestenliste – vorerst.

Der Fokus des Mobilgeräts liegt erneut auf der Telekamera. Technisch hat sich zwar wenig geändert. Das Feintuning sitzt dieses Mal aber punktgenau. Honor liefert hier keine Revolution, sondern Präzisionsarbeit.

Hinzu kommen ein widerstandsfähiges Gehäuse und ein ausdauernder Akku. Letzterer hält nicht nur auf dem Papier durch, sondern auch im Alltag. Das ist weniger spektakulär, aber deutlich angenehmer.

Wir haben das Honor Magic 8 Pro Ende letzten Jahres ausführlich getestet. Auch die Kolleginnen und Kollegen der c’t haben das High-End-Smartphone intensiv geprüft. In diesem Artikel fassen wir unsere Ergebnisse mit den Erfahrungen der c’t-Redaktion zusammen. Der vollständige Testbericht der c’t findet sich hier: Honor Magic 8 Pro und Magic 8 Lite – Android-Smartphones im Vergleich.

Design

Optisch hat sich tatsächlich wenig getan. Honor bleibt der bekannten Designsprache mit dem großen, runden Kameramodul treu. Die Unterschiede zum Vorgänger fallen minimal aus. Das runde Kameramodul wirkt lediglich etwas präsenter. Dieses findet sich inzwischen aber auch bei anderen Herstellern wie Xiaomi oder Vivo wieder. Für einen eigenständigen Look mit hohem Wiedererkennungswert reicht das nicht.

Allerdings sind die Abmessungen und Display-Diagonale etwas geringer: Das Honor Magic 8 Pro misst 161,2 × 75 × 8,3 mm und bringt 219 g auf die Waage. In einer ähnlichen Größenklasse und Gewichtsklasse bewegt sich auch das Xiaomi 15 Ultra. Die Verarbeitung ist erstklassig. Die Glasrückseite trifft auf einen dunklen Metallrahmen. Das fühlt sich hochwertig an und sieht auch so aus.

So filigran das Magic 8 Pro wirkt, so robust zeigt es sich. Vor Flüssigkeiten muss man sich kaum sorgen. Honor kombiniert IP68 und IP69 und erfüllt zusätzlich die IP69K-Norm. Das bedeutet, das Smartphone übersteht selbst Hochdruckreinigungen mit heißem Wasser. Eine Eigenschaft, die man hoffentlich nie benötigt.

Neu hinzugekommen ist eine sogenannte KI-Taste, die an den Action-Button des iPhone erinnert. Standardmäßig öffnet sie einen KI-Agenten, lässt sich jedoch auch mit weiteren Funktionen belegen – etwa zum Starten der Kamera oder vollständig deaktivieren, falls der Nutzer von einer solchen Taste nicht gestört werden will. Insgesamt können bis zu drei Aktionen zugewiesen werden, ausgelöst durch kurzes, doppeltes oder langes Drücken. Anders als bei Apple unterscheidet das System allerdings keine verschiedenen Druckstärken.

Honor Magic 8 Pro - Bilder

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Display

Erstklassig präsentiert sich erneut das OLED-Display mit LTPO-Technologie und einer Diagonale von 6,71 Zoll. Damit fällt es minimal kleiner aus als beim Vorgänger mit 6,8 Zoll. Die Bildwiederholrate passt sich dynamisch zwischen 1 und 120 Hz an, was sowohl für eine flüssige Darstellung als auch für einen geringeren Energieverbrauch im Always-on-Betrieb sorgt.

Mit 2808 × 1256 Pixeln ist die Auflösung sehr hoch und liefert eine entsprechend scharfe Darstellung. Zudem erreicht das Panel eine außergewöhnlich hohe Helligkeit: Laut Hersteller sind im HDR-Modus bis zu 6000 Nits möglich. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung blieb das Display im Test gut ablesbar.

Die Bildqualität überzeugt mit satten Farben, hohem Kontrast, tiefen Schwarzwerten und stabilen Blickwinkeln. Nutzer können verschiedene Farbtemperaturen wählen, standardmäßig ist der Modus „Lebhaft“ aktiviert. Dank hochfrequentem PWM-Dimming mit bis zu 4320 Hz gilt das Display zudem als besonders augenfreundlich, was durch eine Zertifizierung des TÜV-Rheinland bestätigt wird.

Kamera

Die Hauptkamera setzt erneut auf drei Objektive: eine 50-Megapixel-Hauptkamera mit f/1,6-Blende und optischer Bildstabilisierung (OIS), ein 50-Megapixel-Weitwinkelobjektiv mit f/2,0-Blende, das zugleich für Makroaufnahmen genutzt wird, sowie ein Periskop-Teleobjektiv mit 200 Megapixeln, f/2,6-Blende, OIS und 3,7-fachem optischem Zoom.

Für Selfies stehen zwei Frontkameras zur Verfügung. Die eigentliche Aufnahmekamera löst mit 50 Megapixeln bei f/2,0 auf, während das zweite Modul ausschließlich zur Erfassung von Tiefeninformationen dient. Zudem bietet das Frontkamerasystem in einer etwas breiteren Notch auch 3D-Gesichtserkennung wie das iPhone – selten bei Android-Smartphones. Das ist sicherer als Gesichtserkennung mit 2D-Technologie.

Bei Tageslicht gelingen exzellente Aufnahmen. Die Hauptkamera liefert detailreiche, ausgewogene Bilder mit hohem Dynamikumfang. Damit schließt das Honor Magic 8 Pro zur Spitzengruppe auf und kann problemlos mit dem iPhone 17 Pro und dem Samsung Galaxy S25 Ultra mithalten. Lediglich aktuelle Pixel-Modelle sowie das Vivo X300 Pro und das Huawei Pura 80 Ultra liegen hier noch hauchdünn vorn.

Der eigentliche Star des Kamerasystems ist jedoch das hochauflösende Teleobjektiv. Während viele Hersteller die höchste Sensorauflösung der Hauptkamera vorbehalten, setzt Honor erneut auf das Zoommodul – mit überzeugenden Ergebnissen. Selbst Aufnahmen mit zehnfacher Vergrößerung wirken noch scharf und detailreich.

Zusätzlich kann das Magic 8 Pro Fotos per KI nachschärfen, was allerdings eine aktive Internetverbindung erfordert. Ein bis zu 100-facher Zoom ist zumindest theoretisch möglich, wirkt dann jedoch trotz KI-Unterstützung sichtbar grobpixelig. Mit an Bord sind erneut die Porträtfilter, die in Zusammenarbeit mit dem französischen Fotostudio Harcourt entstanden sind und je nach Auswahl stimmungsvolle Aufnahmen im Vintage-Look erzeugen.

Auch bei Nacht überzeugt die Kamera mit einer effektiven Aufhellung der Aufnahmen. Lediglich das Ultraweitwinkelobjektiv fällt mangels optischer Bildstabilisierung etwas ab und liefert weniger scharfe Ergebnisse. Leichtes Bildrauschen bei höheren Zoomstufen lässt sich nicht vollständig vermeiden, insgesamt bleibt die Bildqualität jedoch auf hohem Niveau.

Auch für Videoaufnahmen eignet sich das Magic 8 Pro hervorragend. In 4K sind hohe Bildraten von bis zu 120 Bildern pro Sekunde möglich, auf 8K-Video verzichtet Honor allerdings. Ebenfalls überzeugend fallen die Selfies aus: Die Frontkamera liefert ansprechende Porträts mit natürlicher Anmutung.

Honor Magic 8 Pro - Originalaufnahmen

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Ausstattung

Als Antrieb kommt das derzeit Beste zum Einsatz, was Qualcomm zu bieten hat: der Snapdragon 8 Elite Gen 5. Mehr Rechenleistung gibt es aktuell in der Android-Welt nicht, lediglich Apples A19-Pro-Chip liegt noch etwas darüber. Im Alltag präsentiert sich das Magic 8 Pro jederzeit schnell und geschmeidig und dürfte auch auf lange Sicht über ausreichende Leistungsreserven verfügen. Das unterstreichen die fantastischen Ergebnisse im PCMark-Benchmark mit rund 23.000 Punkten.

Auch für Gaming ist das Magic 8 Pro uneingeschränkt geeignet. Im Grafik-Benchmark 3DMark Wild Life Extreme erreichten wir – ebenso wie die Kollegen der c’t – Spitzenwerte zwischen 6.800 und 7.100 Punkten. Bei Geekbench 6 wurden zudem rund 3.500 Punkte im Single-Core- sowie etwa 5.070 Punkte im Multi-Core-Test gemessen.

Unter Dauerlast wird das Gerät zwar spürbar warm, erreicht dabei jedoch eine insgesamt gute Effizienz von knapp über 60 Prozent. Noch etwas stärker – trotz identischem Chipsatz – schnitt allerdings das Gaming-Smartphone Redmagic 11 Pro ab, das im 3DMark Wild Life über 8.000 Punkte erzielte.

Als interner Speicher stehen grundsätzlich 512 GB zur Verfügung, der Arbeitsspeicher beträgt 12 GB RAM. Die Schnittstellen entsprechen dem aktuellen Stand der Technik und umfassen USB-C 3.2, Wi-Fi 7, 5G, Bluetooth 6.0 (inklusive aptX Adaptive, aptX Lossless, LDAC, LHDC, AAC, SBC und LC3), NFC sowie einen Infrarot-Port zum Steuern von kompatiblem TV oder Audio-Geräten. Für die Ortung setzt das Magic 8 Pro auf GPS, Glonass, Beidou und Galileo.

Einen microSD-Slot zur Speichererweiterung gibt es nicht, dafür unterstützt das Gerät Dual-SIM – wahlweise auch mit zwei eSIMs. Der unter dem Display integrierte Fingerabdrucksensor arbeitet schnell und zuverlässig, auch der Klang des Lautsprechers überzeugt.

Software

Das Magic 8 Pro wird bereits mit Magic OS 10 auf Basis von Android 16 ausgeliefert. Standardmäßig verzichtet die Oberfläche auf einen App-Drawer und orientiert sich damit stärker an iOS als an klassischem Android. Auf Wunsch kann man diesen aber einblenden.

Wie üblich installiert Honor zahlreiche eigene Apps als Alternativen zu Google-Diensten, darunter einen eigenen Kalender und einen App-Store. Der Umfang fällt üppig aus, nicht alle Zusatz-Apps lassen sich deinstallieren. Der Kalender unterstützt neben Google-Konten auch Exchange, zeigte sich in der Praxis jedoch gelegentlich mit verzögerter Synchronisierung. Zudem ist standardmäßig stets der lokale Telefonkalender vorausgewählt.

Bei der Update-Versorgung verspricht Honor bis zu sieben Jahre lang monatliche Sicherheitspatches und Android-Upgrades und liegt damit auf Augenhöhe mit Samsung und Google. Zum Testzeitpunkt stammte der Sicherheitspatch von Ende November und war damit hinreichend aktuell.

Die wichtigste Neuerung von Magic OS 10 ist ein KI-Agent, der dabei helfen soll, Systemeinstellungen per Spracheingabe oder Kontext anzupassen. Statt sich durch teils verschachtelte Menüs zu arbeiten, lassen sich etwa Display- oder Konnektivitätsoptionen direkt per KI ändern.

Zur Ausstattung gehören außerdem eine Multi-Window-Funktion, die seitlich einblendbare „Magic Sidebar“ mit häufig genutzten Apps sowie das „Magic Portal“. Darüber lassen sich Inhalte wie Adressen aus Textnachrichten markieren und direkt an passende Apps wie Google Maps übergeben. Alternativ kann per Kreisbewegung mit dem Fingerknöchel ein Bildausschnitt markiert werden – Honors Pendant zu Samsungs „Circle to Search“. Der markierte Bereich lässt sich teilen oder zur Objekterkennung an Google übergeben.

Die KI-Funktionen basieren weitgehend auf Google Gemini und sind tief ins System integriert. Dazu zählen unter anderem ein Fotoradierer, Übersetzungsfunktionen sowie die automatische Zusammenfassung von Mitschriften und Transkripten in der Notizen-App. Einige dieser Dienste sind langfristig kostenpflichtig, abhängig von den jeweiligen Google-Tarifen.

Akku

Dank Lithium-Carbon-Technologie bietet das Magic 8 Pro trotz schlanken Gehäuses eine sehr hohe Akkukapazität von 6270 mAh – ein klarer Vorteil gegenüber vergleichbaren Samsung-Modellen. In asiatischen Varianten fällt der Akku mit bis zu 7100 mAh sogar noch größer aus. Aufgrund von EU-Vorgaben zur Akkulogistik musste Honor hierzulande allerdings einen Kompromiss eingehen, der dennoch eine üppige Kapazität ermöglicht.

Die Akkulaufzeit fällt entsprechend beeindruckend aus. Im Alltag hält das Magic 8 Pro bis zu zwei Tage durch. Im PCMark Battery Test erreichten wir im simulierten Dauerbetrieb rund 15 Stunden. Die Kollegen der c’t kamen im Streaming-Test auf etwa 22 Stunden über WLAN und rund 20 Stunden über 5G. Auch beim Spielen hielt das Gerät lange durch, selbst die kontinuierliche Wiedergabe von 4K-Video ist bis zu 16 Stunden möglich.

Beim Laden zeigt sich das Magic 8 Pro ebenfalls sehr leistungsfähig: Kabelgebunden sind bis zu 100 Watt möglich, womit der Akku in rund 45 Minuten vollständig geladen ist. Kabelloses Laden unterstützt Honor mit bis zu 80 Watt – entsprechende, kompatible Ladegeräte vorausgesetzt.

Preis

Die UVP liegt bei 1299 Euro. Allerdings gibt es bereits Straßenpreise, die bei knapp 1025 Euro starten. Als Farben gibt es Schwarz, Gold und Hellblau.

Honor bietet zum Marktstart ein spannendes Bundle mit Rabattcode (AM8P2; gültig bis 28. Februar 2026) von 200 Euro an. Damit kostet das Premium-Smartphone nur 1100 Euro. Obendrein gibt es als Early-Bird-Angebot kostenlos das Tablet Honor Pad X9a sowie eine Schutzhülle und einen einjährigen Ersatzservice mit kostenlosem Geräteaustausch dazu - gültig bis zum 3. Februar 2026 um 10 Uhr.

Fazit

Auf den ersten Blick hat sich wenig getan, tatsächlich ist Honor mit dem Magic 8 Pro jedoch ein starkes Update seiner Flaggschiff-Reihe gelungen. Das Gerät beseitigt die Schwächen des Vorgängers konsequent und präsentiert sich insgesamt so ausgereift, dass es derzeit zu den besten Smartphones am Markt zählt.

Das exzellente Display, der sehr leistungsstarke Prozessor und die hochwertige Verarbeitung überzeugen. Herausragend ist zudem das Kamerasystem, das auf Augenhöhe mit der Spitze agiert – insbesondere das Teleobjektiv. Hinzu kommt der große Akku, der für eine sehr lange Laufzeit sorgt.

Nur wenige Schwächen trüben den Gesamteindruck. Am ehesten betrifft dies die Software mit zahlreichen vorinstallierten Apps, die nicht immer den Komfort der Google-Pendants bieten. Der Einstiegspreis fällt hoch aus, dürfte sich am Markt aber rasch relativieren. Android-Enthusiasten, die ein starkes Gesamtpaket mit exzellenter Zoom-Kamera suchen, finden im Honor Magic 8 Pro ein nahezu perfektes Smartphone.

Google Pixel 10 Pro XL

 KI-Dolmetscher mit eigener Stimme & Top-Kamera

Das Google Pixel 10 Pro XL setzt auf eine starke Kamera, ein riesiges Display und massenhaft tatsächlich sinnvolle KI-Funktionen.

VORTEILE

  • exzellentes Display
  • hervorragende Kamera mit 100x-KI-Zoom
  • 16 GB RAM standardmäßig
  • 7 Jahre Updates
  • Magnetisches Qi2.2-Laden

NACHTEILE

  • Tensor G5-Chip recht langsam
  • Akkulaufzeit nur durchschnittlich
  • unhandlich für kleine Hände
  • teuer

Google Pixel 10 Pro XL im Test: KI-Dolmetscher mit eigener Stimme & Top-Kamera

Das Google Pixel 10 Pro XL setzt auf eine starke Kamera, ein riesiges Display und massenhaft tatsächlich sinnvolle KI-Funktionen.

Das Pixel 10 Pro XL im 6,8-Zoll-Format richtet sich an Nutzer, die maximale Bildschirmfläche wollen – und bereit sind, dafür beide Hände einzusetzen. Herzstück sind der neue Tensor G5-Chip und erweiterte KI-Funktionen. Im Vergleich zum kompakteren Pixel 10 Pro bietet das XL-Modell mehr Display, einen größeren Akku und standardmäßig 16 GB RAM. Das kleinere Pixel 10 muss bei der Kamera Abstriche machen – es bietet nur zweifachen statt fünffachen optischen Zoom und weniger KI-Features.

Design und Verarbeitung

Google bleibt seinem Designkredo treu – und das ist auch gut so. Das Pixel 10 Pro XL wirkt mit seinem Kamerabalken vertraut, das Design hat sich gegenüber dem Vorgänger nicht verändert. Die matte Oberfläche mit den abgerundeten Ecken zeigt keine Fingerabdrücke und sorgt für einen sicheren Griff. Mit 220 g und Abmessungen von 162,8 × 76,6 × 8,5 mm gehört es zu den Schwergewichten – einhändige Bedienung ist meist aussichtslos.

Die Verarbeitung liegt auf Spitzenniveau. Gorilla Glass Victus 2 schützt Vorder- und Rückseite vor den Tücken des Alltags. Der Aluminiumrahmen verleiht die nötige Stabilität. Die IP68-Zertifizierung gewährleistet Schutz vor Wasser und Staub bis 1,5 Meter Tiefe für 30 Minuten – perfekt für unfreiwillige Tauchgänge.

Neu sind die integrierten Magnete für Pixelsnap-Zubehör, das mit dem Qi2-Standard kompatibel ist. Google übernimmt hier das von Apple geprägte Magsafe-Konzept – und macht es richtig gut. Die verfügbaren Farben Moonstone, Jade, Porcelain und Obsidian wirken dezent bis langweilig. Google hat sich nicht getraut, dem Pixel 10 Pro XL knalligere Farben zu spendieren – schade, aber die meisten werden ihr Telefon ohnehin in einer Hülle verstecken.

Die Stereo-Lautsprecher liefern klaren und lauten Sound ohne Verzerrungen. Hier hat Google insbesondere am Ohrmuschel-Lautsprecher nachgebessert. Das sorgt für noch satteren Klang und ist richtig gut. Das haptische Feedback gehört zur Spitzenklasse. Die Tasten haben einen präzisen Druckpunkt. Ein Nachteil des markanten, hervorstehenden Kamerabalkens ist, dass sich dort gerne in den Ritzen Staub sammelt.

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Display: Wie gut ist der Bildschirm des Pixel 10 Pro XL?

Das 6,8-Zoll-OLED-Display ist schlicht spektakulär. Mit QHD+-Auflösung (1344 × 2992 Pixel) zeigt es gestochen scharfe Inhalte. Die 120 Hz Bildwiederholrate sorgt für butterweiche Animationen.

Die Spitzenhelligkeit von 2200 cd/m², partiell gar 2600 cd/m², ist ein echter Gamechanger. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt alles ablesbar. Gleichzeitig wird das Display auf Wunsch angenehm dunkel für nächtliche Netflix-Sessions. Dabei hat Google die bisherige Option „Extradunkel“ abgeschafft und erlaubt nun, den Helligkeitsregler weiter herunterzustellen. Die adaptive Helligkeit arbeitet zuverlässig, ohne dass man ständig nachjustieren muss.

Die Farbwiedergabe wirkt natürlich und lebendig, ohne ins Knallige abzudriften. HDR10+-Inhalte kommen perfekt zur Geltung. Das Always-On-Display informiert dezent über Benachrichtigungen. Für Medienkonsum und Multitasking bietet das große Display Vorteile gegenüber dem Pixel 10 Pro mit seinen 6,3 Zoll. Split-Screen-Apps sind so besser nutzbar.

Google Pixel 10 Pro XL

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Kamera: Wie gut sind Fotos mit dem Pixel 10 Pro XL?

Google stattet das Pixel 10 Pro XL mit einer Quad-Kamera aus, die technisch identisch zum Pixel 10 Pro ist. Die 50-MP-Hauptkamera (f/1.68) mit optischer Stabilisierung liefert exzellente Aufnahmen. Der Dynamikumfang ist beeindruckend, die Farben wirken natürlich ohne Googles frühere Tendenz zu übersättigten Tönen. Besonders bei Essen-Aufnahmen zeigt sie ihre Stärken – Gerichte wirken natürlicher und leckerer als bei der Konkurrenz. Auch Produktbilder profitieren vom höheren Dynamikumfang.

Die 48-MP-Ultraweitwinkelkamera (f/1.7) erfasst mit 123° Bildwinkel weitläufige Szenen. Die Details bleiben auch an den Rändern scharf, Verzerrungen hält Google geschickt in Grenzen. Bei Tag entstehen hervorragende Aufnahmen, bei schwachem Licht zeigt sich minimales Bildrauschen.

Highlight ist die 48-MP-Periskop-Telelinse mit fünffachem optischen Zoom und f/2.8-Blende. Bis zum zehnfachen Zoom bleiben Aufnahmen beeindruckend scharf. Ansonsten unterstützt die KI-Funktion Pro Res Zoom bis zu 100-facher Vergrößerung. Die generative KI ergänzt dabei Details und vermeidet Verzerrungen bei Gesichtern – ein cleverer Kniff. Allerdings macht sie aus Text unlesbares Kauderwelsch und funktioniert nicht bei Personen. Das Pixel 10 muss sich mit nur zweifachem optischen Zoom begnügen – ein deutlicher Nachteil.

Google Pixel 10 Pro XL Fotos

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Dank der 42-MP-Frontkamera (f/2.2) mit Autofokus gelingen scharfe Selfies. Der Autofokus arbeitet zuverlässig. KI-Features wie Best Take wählen automatisch die besten Gesichtsausdrücke.

Videos entstehen standardmäßig in 10-Bit-Qualität bei 4K mit 60 fps. Die Stabilisierung arbeitet perfekt, Motion Deblur reduziert Bewegungsunschärfe effektiv. Der Audio Magic Eraser entfernt störende Hintergrundgeräusche aus Clips. Video Boost verbessert die Qualität über die Cloud, benötigt aber eine Internetverbindung.

Hardware: Wie stark ist das Pixel 10 Pro XL?

Der neue Tensor G5-Chip von TSMC bringt verbesserte Effizienz und läuft kühler als der Vorgänger. Das ist auch bitter nötig – frühere auf Basis von Samsungs Exynos-SoCs gefertigte Tensor-Chips verwandelten Pixel-Phones gerne in Handwärmer. Mit standardmäßig 16 GB RAM ist das XL-Modell bestens für Multitasking gerüstet. Die Speicheroptionen reichen von 256 GB bis zu 1 TB.

Im 3DMark Wild Life Extreme erreicht das Gerät 3323 Punkte – ein ordentlicher, aber nicht überragender Wert. Das ist kaum besser als beim Pixel 9, zeigt aber Googles entspannte Haltung zu Benchmark-Rennen. Für anspruchsvolle Games reicht die Leistung nicht – hier dominiert weiterhin Snapdragon und Co. Im Alltag arbeitet das Gerät aber flüssig und ohne Ruckler. Trotzdem sehen wir den Prozessor als Schwachstelle. Von einem Flagship-Smartphone dieser Preisklasse erwarten wir mehr.

Der Ultraschall-Fingerabdrucksensor unter dem Display reagiert schnell und zuverlässig. Bei der Konnektivität ist alles auf dem neuesten Stand: 5G, Wi-Fi 7, das brandneue Bluetooth 6 und NFC funktionieren tadellos. Sogar als Auracast-Sender fungiert das Smartphone auf Wunsch. Auch der Funkstandard UWB (Ultra Wideband) für eine sehr präzise Positionsbestimmung ist an Bord. Diese ist von Apples Air Tags bekannt und erlaubt dort, den Tracker innerhalb der eigenen Wohnung gezielt orten zu können. Bei Android sind die konkreten Anwendungsfelder aber bis dato rar gesät, so gibt es bisher nur einen UWB-Tracker für Googles Suchnetzwerk-Pendant Find Hub.

Die KI-Funktionen profitieren spürbar vom größeren Arbeitsspeicher. Während das Pixel 10 Pro mit 12 oder 16 GB RAM auskommen muss und das Pixel 10 nur 12 GB bekommt, läuft die KI-Verarbeitung beim XL merklich schneller. Gemini Nano arbeitet vollständig auf dem Gerät für Sprachübersetzungen und Bildbearbeitung. Der Tensor G5 bleibt jedoch die größte Schwäche – von einem Flagship-Smartphone dieser Preisklasse erwarten wir mehr.

Software

Das Pixel 10 Pro XL wird mit Android 16 ausgeliefert. Google verspricht sieben Jahre Updates bis 2032. Die Material-3-Expressive-Oberfläche wirkt modern mit flüssigen Animationen und lässt sich umfangreich personalisieren. Die Bedienoberfläche reagiert flüssig und ohne Verzögerungen.

Googles KI-Features sind tief integriert und funktionieren größtenteils gut. Der Magic Editor verbessert Fotos automatisch mit beeindruckenden Ergebnissen. Add Me fügt nachträglich Personen in Fotos ein – perfekt für den Fotografen, der immer hinter der Kamera steht. Detail Recovery verbessert Gruppenaufnahmen automatisch.

Call Assist screent unerwünschte Anrufe intelligent – eine Funktion, die jeder Smartphone-Hersteller kopieren sollte. Die Pixel-exklusiven Tools wie Anrufscreening machen den Alltag spürbar angenehmer.

Beeindruckt hat uns auch der lokale KI-Dolmetscher, der während Telefonaten die eigene und die Fremdstimme übersetzt. Dabei nutzt die KI tatsächlich die echte Originalstimme. Vorbei sind die Zeiten, in denen eine generische KI-Stimme die Übersetzung vorliest. Allerdings übersetzt die KI zuweilen noch Quatsch. Für Business-Gespräche ist diese Lösung noch nicht geeignet, im privaten Umfeld dagegen schon. Vor der Erstverwendung muss man die Funktion in der Telefon-App aktivieren und das über 1 GB große Datenpaket für die lokale KI-Verarbeitung herunterladen.

Akku: Wie lange hält das Pixel 10 Pro XL durch?

Der 5200-mAh-Akku ist eine deutliche Verbesserung. Im PCMark Battery Test erreicht das Gerät solide 15,5 Stunden. In unserem Praxiseinsatz über die letzten Wochen kamen wir meist auf etwa 5 bis 6 Stunden Displayzeit. Das ist weniger als bei der Konkurrenz mit ähnlicher Akkukapazität.

Das reicht für einen Tag normaler Nutzung. Power-User müssen abends nachladen, was bei der Größe des Geräts keine Überraschung ist. Das Pixel 10 Pro mit 4870 mAh und das Pixel 10 mit 4970 mAh halten etwas kürzer durch.

Die Ladegeschwindigkeit legt endlich etwas zu, bleibt aber immer noch unter dem Niveau von schnell ladenden Smartphones von Motorola, Xiaomi und Co. Mit 45 Watt erreicht das Gerät in 30 Minuten 70 Prozent Akkustand. Dafür benötigt man ein PPS-Netzteil mit 21 Volt und mindestens 2 Ampere – unser Ladegerät-Testsieger Novoo RG100 (Testbericht) für nur 22 Euro kann das und funktioniert hier perfekt.

Kabelloses Laden funktioniert mit bis zu 25 Watt über Qi2.2-Standard – deutlich schneller als die anderen Pixel 10-Modelle. Zudem ist es abwärtskompatibel mit Qi2-Zuebhör sowie früherem Magsafe-Ladeequipment, dann aber mit deutlich geringerer Ladegeschwindigkeit (15 Watt oder weniger). Umgekehrtes Laden zum Laden kleiner Gadgets auf dem Smartphone gibt es im Unterschied zum Vorgänger nicht mehr, schuld sind die Magnete. Die magnetische Pixelsnap-Technik erleichtert die Positionierung auf kabellosen Ladestationen – endlich kein Fummelei mehr im Dunkeln.

Preis

Die UVP von 1299 Euro ist happig. Mittlerweile sind die Preise gesunken. Für die 256-GB-Variante sind 899 Euro fällig, angesichts der Ausstattung gerechtfertigt. Die 512-GB-Version kostet 1079 Euro, die 1-TB-Variante schlägt mit 1389 Euro zu Buche. Google positioniert sich damit im Premium-Segment. Beim Kauf gewährt Google ein Jahr lang den kostenfreien Zugang zu seinem KI-Abo Google One Pro.

Fazit

Das Google Pixel 10 Pro XL ist Googles bisher bestes Smartphone. Das 6,8-Zoll-Display setzt Maßstäbe, die exzellente Kamera mit cleveren KI-Features sucht ihresgleichen. Sieben Jahre Updates sind vorbildlich, die Verarbeitung liegt auf Spitzenniveau.

Das Design wirkt zeitlos elegant, ohne aufdringlich zu sein. Die KI-Funktionen sind größtenteils nützlich und arbeiten dank 16 GB RAM flüssig. Google hat endlich ein Smartphone gebaut, das in allen Bereichen überzeugt – fast.

Schwächen zeigen sich beim Tensor G5-Chip, der bei anspruchsvollen Aufgaben nicht mit Snapdragon oder Apple Silicon mithalten kann. Die Akkulaufzeit fällt trotz großer Kapazität nur durchschnittlich aus. Der hohe Preis macht das Gerät zu einer kostspieligen Investition, die sich nicht jeder leisten kann oder will.

Wer Googles KI-Features schätzt, ein großes Display benötigt und bereit ist, viel Geld auf den Tisch zu legen, erhält ein hervorragendes Smartphone. Alle anderen greifen zum kompakteren Pixel 10 Pro oder warten auf Preissenkungen.

Xiaomi 15 Ultra

 Das beste Android-Smartphone 2025

Das Xiaomi 15 Ultra bietet eine erstklassige Leica-Kamera, ein starkes Display und Top-Performance. Warum das Flaggschiff-Smartphone so gut ist, klärt dieser Test.

VORTEILE

  • exzellente Leica-Kamera
  • hervorragendes Display
  • Top-Performance
  • lange Akkulaufzeit und schnelles Laden
  • Software-Updates für 6 Jahre

NACHTEILE

  • Benchmark-Ergebnisse leicht hinter Samsung Galaxy S25 Ultra
  • sehr wuchtig wegen präsenter Kamera
  • Luft nach oben bei Nachtaufnahme mit Zoom
  • teuer

Xiaomi 15 Ultra im Test: Das beste Android-Smartphone 2025

Das Xiaomi 15 Ultra bietet eine erstklassige Leica-Kamera, ein starkes Display und Top-Performance. Warum das Flaggschiff-Smartphone so gut ist, klärt dieser Test.

Mit dem Xiaomi 15 Ultra liefern die Chinesen ein Top-Smartphone mit klarem Fokus auf die Leica-Kamera. An Bord des Flaggschiffs findet sich alles, was man von einem High-End-Gerät erwartet: der schnellste Qualcomm-Prozessor, eine Telekamera sowie zusätzlich eine Periskop-Telelinse – letztere sogar mit 200 Megapixeln. Ähnlich hat das auch Honor beim Magic 7 Pro gehandhabt, wo die Telelinse die größte Auflösung erhalten hat. Auch bei der Software legt der Hersteller nach und bietet jetzt sechs Jahre Updates. Damit setzt sich das Xiaomi 15 Ultra in unserer Bestenliste erstmals seit Jahren vor Samsung.

Design

Xiaomi bleibt dem Design seiner Ultra-Reihe weitgehend treu. Das große, runde Kameraelement auf der Rückseite dominiert erneut das Erscheinungsbild. Wie schon bei den Vorgängern stand Leica als Kamera-Partner Pate für das Flaggschiff-Smartphone. Entsprechend prangt auch dieses Mal der Schriftzug des Kamera-Pioniers aus Wetzlar auf dem Modul, das ganze 7 Millimeter aus dem Gehäuse herausragt. Die fein geriffelte Struktur entlang des umlaufenden Metallrings erinnert dabei nicht zufällig an ein echtes Kameraobjektiv. Damit wirkt das Smartphone allerdings auch sehr massiv und weniger handlich. Es ist zudem sehr kopflastig. Selbst das Samsung Galaxy S25 Ultra wirkt dagegen fast schon filigran.

Der Rahmen besteht aus Metall. In unserem Test hatten wir die Variante mit einer Rückseite aus weißem Glas, das mit einer Marmor-ähnlichen Maserung veredelt ist. Alternativ bietet Xiaomi auch eine Version mit schwarzem Glas an. Besonders auffällig ist jedoch das Modell in Silver Chrome, das optisch einer echten Leica-Kamera nachempfunden wurde – ein Highlight für Freunde auffälliger Designs.

Die Verarbeitungsqualität ist, wie es sich für ein Flaggschiff gehört, tadellos. Allerdings hört man ein leichtes Klappern deutlich, wenn man es schüttelt. Mit Abmessungen von 161,3 × 75,3 × 9,5 mm gehört das Gerät zu den größeren Smartphones, bei denen eine einhändige Bedienung kaum möglich ist. Das Gewicht von 225 g ist angesichts der Größe noch im Rahmen und liegt auf dem Niveau der Konkurrenz wie dem Apple iPhone 16 Pro Max oder dem Samsung Galaxy S25 Ultra. Dank IP68-Zertifizierung übersteht das Gerät problemlos den Aufenthalt in bis zu 1,5 Meter tiefem Süßwasser für rund 30 Minuten.

Xiaomi 15 Ultra - Bilder

Xiaomi 15 Ultra

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Display

Wie gewohnt setzt Xiaomi auf ein erstklassiges OLED-Display mit moderner LTPO-Technologie. Diese ermöglicht eine variable Bildwiederholrate von 1 bis 120 Hz – je nach Inhalt und Nutzungssituation. Die Auflösung von 3200 × 1440 Pixel bei einer Bildschirmdiagonale von großzügigen 6,73 Zoll sorgt mit 521 PPI für eine messerscharfe Darstellung.

Die Bildqualität ist schlichtweg hervorragend – mehr gibt es dazu kaum zu sagen. Farben wirken lebendig, Kontraste ausgeprägt und Schwarz ist wirklich tiefschwarz. Auch im Freien macht das Display Freude: Selbst bei direktem Sonnenlicht bleibt der Bildschirminhalt ablesbar. Dafür sorgt die enorme Spitzenhelligkeit von bis zu 3000 Nits laut Herstellerangaben.

Kamera

Herzstück des Xiaomi 15 Ultra ist die gemeinsam mit Leica entwickelte Kamera. Die Hauptlinse nutzt ein 50-Megapixel-Objektiv mit optischer Bildstabilisierung (OIS) und einer lichtstarken f/1.63-Blende. Ergänzt wird sie durch eine Ultraweitwinkelkamera mit 50 Megapixeln, OIS und f/2.2, die auch als Makroobjektiv dient.

Für entfernte Objekte stehen zwei Telelinsen zur Verfügung: Die erste ist vorwiegend für Porträtaufnahmen und näher gelegene Motive gedacht und bietet eine dreifache optische Vergrößerung mit 50 Megapixeln, f/1.8 und OIS. Der eigentliche Star des Xiaomi 15 Ultra ist jedoch das Periskop-Teleobjektiv mit satten 200 Megapixeln, f/2.6 und OIS. Es ermöglicht einen 4,3-fachen optischen Zoom. Für Selfies kommt eine 32-Megapixel-Frontkamera (f/2.0) zum Einsatz. Das Xiaomi 15 Ultra zählt damit zu den vielseitigsten Smartphone-Kameras auf dem Markt. Der Pro-Modus wiederum erlaubt sehr viele Einstellungen für Hobbyfotografen.

Die Hauptkamera liefert detailreiche Aufnahmen mit hoher Bildschärfe und ausgewogenen Kontrasten, während der Autofokus schnell und präzise arbeitet. Nutzer können zwischen zwei Farbmodi wählen: Leica Vibrant („lebendig“) sorgt für kräftige Farben und intensivere Kontraste, während Leica Authentic („authentisch“) dezenter gesättigte Farben mit einem leicht finsteren Look erzeugt. Im Alltag bewährt sich der lebendige Modus am besten, der aber recht knallig herüberkommt. Der authentische Modus eignet sich gut dazu, eine düstere Atmosphäre zu erzeugen.

Die beiden Teleobjektive bieten mit dreifacher und 4,3-facher optischer Vergrößerung einen guten kreativen Spielraum. Besonders die Periskop-Telelinse mit 200 Megapixeln ermöglicht eine weitere digitale Vergrößerung – bis etwa zum zehnfachen Zoom bleiben die Ergebnisse noch ansehnlich, darüber hinaus werden Fotos dann sichtbar pixelig.

In der Nachtfotografie schlägt sich das Xiaomi 15 Ultra mit der Hauptkamera richtig gut, auch wenn in dieser Disziplin das Pixel 9 Pro von Google vielleicht etwas stärker ist. Die Selfie-Linse ist recht unspektakulär und entspricht dem Vorgänger. Die Ultraweitwinkellinse macht ebenfalls einen guten Job, kann bei Dunkelheit wenig überraschend nicht mit der Hauptkamera mithalten.

Bei Videos ist das Xiaomi 15 Ultra gut aufgestellt: Die Hauptkamera nimmt bei 8K mit 30 FPS und bei 4K mit 60 FPS auf, während die Frontkamera immerhin 4K mit 60 FPS bietet. Die Bildqualität der Video-Clips ist tadellos, die Stabilisierung gelungen.

Xiaomi 15 Ultra - Originalaufnahmen

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Ausstattung

Im Xiaomi 15 Ultra arbeitet der derzeit leistungsstärkste Chip aus dem Hause Qualcomm – der Snapdragon 8 Elite. Dieser sorgt für eine erstklassige Performance. Damit ist das Flaggschiff für jeden Einsatzzweck bestens gerüstet, egal ob Gaming, Streaming, Multitasking oder einfach nur Surfen und Chatten. Die gebotene Leistung dürfte für die nächsten Jahre mehr als ausreichen.

Etwas überraschend ist jedoch das Abschneiden in den Benchmarks: Hier liegt das Xiaomi 15 Ultra leicht hinter dem Samsung Galaxy S25 Ultra, obwohl beide Geräte denselben Prozessor verwenden. Allerdings hat Samsung den Zusatz „for Galaxy“ und hat hier eng mit Qualcomm zusammengearbeitet. Nicht falsch verstehen, das Xiaomi ist dennoch ausgesprochen schnell, wie die rund 19.000 Punkte im PCmark-Test und über 6000 Punkte bei 3Dmark Wild Life Extreme zeigen.

Dafür zeigt sich das Xiaomi 15 Ultra in einem anderen Bereich überlegen – bei der Effizienz. Im Stresstest von Wild Life Extreme erreicht in unserem Test einen Effizienzwert von 73 Prozent, was deutlich über dem Ergebnis des koreanischen Konkurrenten liegt. In der Praxis bedeutet das, dass das 15 Ultra seine hohe Performance über einen längeren Zeitraum konstant halten kann, ohne schnell zu drosseln. Das Handy wird spürbar warm, aber nicht heiß.

Auch abseits der reinen Rechenleistung gibt es keine Kompromisse. Das Gerät kommt mit satten 512 GB internem Speicher nach UFS-4.1-Standard und großzügigen 16 GB RAM. Es unterstützt modernste Standards wie Wi-Fi 7, 5G und Bluetooth 6.0 und bringt darüber hinaus NFC, einen Infrarot-Port sowie einen USB-C-3.2-Anschluss mit. Eine eSIM-Unterstützung ist vorhanden. Die Stereo-Lautsprecher überzeugen mit richtig gutem, klarem und vollem Klang, und auch die Gesprächsqualität beim Telefonieren ist gut und klar. Eine Speichererweiterung ist aber nicht möglich.

Der im Display integrierte Fingerabdrucksensor auf Ultraschall-Basis reagiert schnell und präzise. Für die Ortung werden alle gängigen Satellitensysteme unterstützt, darunter GPS, Glonass, Beidou, Galileo, QZSS sowie Navic. Die Positionsgenauigkeit liegt bei etwa drei Metern. Schön wäre allerdings ein eigener Knopf als Kameraauslöser gewesen, wie ihn mittlerweile Apple bietet.

Software

Auf dem Xiaomi 15 Ultra läuft Android 15 mit der Xiaomi-Benutzeroberfläche Hyper OS 2, die eher an iOS denn Stock-Android erinnert. Die Bedienoberfläche erlaubt umfangreiche optische Anpassungen – vom Hintergrundbild über Icons bis zur Schriftart, teils über kostenpflichtige Themes sowie mit oder ohne App-Drawer. Neben den Google-Apps installiert Xiaomi eigene Dienste, inklusive eines eigenen App-Stores namens App Mall. Das bringt Vielfalt, aber auch Dopplungen, da sich weder die Google- noch die Xiaomi-Apps einfach deinstallieren lassen.

Immerhin hält sich die Zahl der vorinstallierten Drittanbieter-Apps dieses Mal in Grenzen. Bei den KI-Funktionen setzt Xiaomi primär auf Google Gemini. Ergänzend liefert der Hersteller unter dem Namen Hyper AI einige eigene KI-Funktionen kostenlos mit, darunter dynamisch generierte Hintergrundbilder, einen Schreibassistenten, Zusammenfassen von Texten und einen Sprachrekorder mit Übersetzungsfunktion. Bei Fotos kann man – wie auch bei Google oder Samsung – etwa Spiegelungen oder ganze Objekte verschwinden lassen.

Bei der Update-Politik zeigt sich Xiaomi jetzt großzügiger und verlängert den Zeitraum für Patches auf sechs Jahre – also bis 2031. Android-Updates soll es bis 2029 insgesamt vier Stück geben. Samsung, Google und mittlerweile auch Honor beim Magic 7 Pro gewähren jedoch sieben Jahre Software-Updates. Zum Testzeitpunkt im März stammt der Patch allerdings noch aus dem Januar und könnte bald ein Update vertragen.

Akku

Der Akku des Xiaomi 15 Ultra fasst stattliche 5410 mAh und zeigt sich im Alltag erfreulich ausdauernd. Im Battery Test von PCmark erreicht das Gerät solide 15 Stunden – ein hervorragender Wert. Hier zeigt sich die gute Energieeffizienz des Geräts. Damit kommt man problemlos durch einen Tag, bei sparsamer Nutzung sind auch zwei volle Tage drin.

Aufgeladen wird wahlweise kabelgebunden mit bis zu 90 Watt oder kabellos mit satten 80 Watt. Ein Netzteil liegt allerdings nicht im Lieferumfang bei. Mit einem 120-Watt-Netzteil mit USB PD 3.0 dauert eine vollständige Ladung rund 90 Minuten, von 20 auf 100 Prozent gelingt das in knapp über einer Stunde. Das können andere Smartphones schneller.

Preis

Die UVP für die Variante mit 512 GB liegt bei rund 1500 Euro, mit 1 TB sind es 1700 Euro – eine Menge Geld. Mittlerweile bekommt man das Xiaomi 15 Ultra bereits ab 1129 Euro in Silver Chrome. Das Modell in Schwarz liegt bei 1129 Euro. Das weiße Modell startet bei 1279 Euro.

Als Zubehör gibt es wieder ein Photography Kit für 170 Euro. Dabei handelt es sich um einen Kamera-Griff mit Auslöser, Zoom-Wippe und Zusatzakku, was aus dem Smartphone eine richtige Kompaktkamera macht.

Fazit

Das Xiaomi 15 Ultra ist ein hervorragendes Smartphone mit viel Power, einem brillanten Display, hervorragender Akkuleistung und einer exzellenten Kamera von Leica. Damit übertrifft das 15 Ultra in unseren Augen sogar das Samsung Galaxy S25 Ultra. Die Ausstattung ist top und das Design ist gelungen – auch wenn das Kameramodul äußerst massiv wirkt. Mit dem Gesamtpaket ist das Xiaomi 15 Ultra derzeit das in unsern Augen beste Smartphone.

Oppo Find X8 Pro

 Top-Smartphone mit zwei Periskop-Telelinsen

Zwei Periskop-Telelinsen, ein starker Prozessor, elegantes Design und lange Akkulaufzeit – ist das Oppo Find X8 Pro ein Geheimtipp für unter 1000 Euro? Das zeigt unser Test.

VORTEILE

  • starke Performance
  • tolles Display
  • hervorragende Quad-Kamera
  • sehr lange Akkulaufzeit

NACHTEILE

  • Fotos bei Nacht mit Luft nach oben
  • kein Ultra-Wideband
  • Taste für Kamera-Auslöser weniger gelungen

Oppo Find X8 Pro im Test: Top-Smartphone mit zwei Periskop-Telelinsen

Zwei Periskop-Telelinsen, ein starker Prozessor, elegantes Design und lange Akkulaufzeit – ist das Oppo Find X8 Pro ein Geheimtipp für unter 1000 Euro? Das zeigt unser Test.

Es ist schon eine Weile her, dass wir ein Oppo-Gerät getestet haben – Grund dafür war ein Verkaufsverbot aufgrund von Patentstreitigkeiten. Lange Zeit war das Unternehmen selbst unsicher, ob es in Deutschland wieder auf dem Markt Fuß fassen möchte. Doch seit Jahresbeginn ist Oppo zurück und präsentiert mit dem Find X8 Pro sein neues Flaggschiff. Das High-End-Smartphone liest sich spannend und wartet gleich mit zwei Periskop-Teleobjektiven sowie einem leistungsstarken Mediatek-Chip auf.

Wie gut das Find X8 Pro tatsächlich ist und ob es mit Konkurrenten wie Honor, Xiaomi, Samsung und Co. mithalten kann, klären wir in diesem Testbericht.

Design

Wenn es um das Design geht, scheinen sich chinesische Hersteller derzeit gegenseitig zu inspirieren. Auch das Oppo Find X8 Pro setzt auf ein großes, rundes Kameraelement auf der Rückseite – ähnlich wie das Honor Magic 7 Pro oder das deutlich wuchtigere Xiaomi 15 Ultra. Im Vergleich zum Magic 7 Pro fällt das Kameraelement beim Oppo sogar größer aus. Mit Abmessungen von 162,3 × 76,7 × 8,2 mm ist es in etwa so groß wie diese Konkurrenten, jedoch deutlich schlanker als das Xiaomi 15 Ultra.

Die Verarbeitung ist erstklassig: Optisch erinnert das Find X8 Pro fast an ein Smartphone mit Unibody-Gehäuse, obwohl der Rahmen aus Aluminium und die matte Rückseite aus Glas bestehen. Spaltmaße sind faktisch nicht vorhanden, und die physischen Tasten bieten einen soliden Druckpunkt. Ein kleines Manko gibt es jedoch: Beim Schütteln des Geräts ist ein leichtes Klappern zu vernehmen. Abgesehen davon liegt das Smartphone gut in der Hand und ist mit einem Gewicht von 215 g nicht übermäßig schwer.

Besonders positiv hervorzuheben ist die IP69-Zertifizierung. Damit ist das Find X8 Pro nicht nur gegen Staub und Wasser geschützt, sondern hält auch Hochdruckreinigern und starkem Wasserstrahl stand.

Allerdings gehört das Gerät zu den größeren Smartphones, sodass eine einhändige Bedienung schwierig ist. Auffällig ist der Schieberegler auf der linken Seite, mit dem man sich bequem zwischen Stumm-, Laut- und Vibrationsmodus umschalten lässt. Rechts unten befindet sich der sogenannte „Quick Button“, der jedoch bündig mit dem Gehäuse abschließt und dadurch schwer zu ertasten ist. Eine besser zu spürende Taste wäre hier aus unserer Sicht die bessere Lösung gewesen. Standardmäßig startet ein doppelter Druck die Kamera-App, danach fungiert der Button als Auslöser.

Oppo Find X8 Pro – Bilderstrecke

Oppo Find X8 Pro

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Oppo Find X8 Pro

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Oppo Find X8 Pro

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Display

Am OLED-Display gibt es nichts zu bemängeln. Mit schmalen Rändern bietet es eine großzügige Diagonale von 6,78 Zoll. Dank LTPO-Technologie passt die Bildwiederholrate je nach Nutzungsszenario flexibel zwischen 1 und 120 Hz. Das sorgt für eine flüssige Darstellung bei hohen Bildwiederholraten und senkt bei niedrigen Frequenzen den Stromverbrauch.

Mit einer Auflösung von 2780 × 1264 Pixeln erreicht das Display eine hohe Pixeldichte von 450 PPI und stellt Inhalte dementsprechend gestochen scharf dar. Auch die Helligkeit überzeugt. Messbar sind für uns in der Spitze über 1100 Nits – mehr als ausreichend für eine gute Ablesbarkeit im Freien.

Drei Farbmodi stehen zur Auswahl: natürlich, pro und lebhaft. Bereits die natürliche Einstellung liefert kräftige Farben, während „lebhaft“ für unseren Geschmack etwas zu knallig wirkt – insbesondere bei Rot. Die Farbtemperatur lässt sich individuell anpassen, zudem sorgt die „Naturtonanzeige“ für eine automatische Anpassung an das Umgebungslicht – meist mit einem wärmeren Gelbstich. Werkseitig ist eine Schutzfolie aufgebracht, um das Display vor Kratzern zu bewahren.

Kamera

Wie schon beim Konzernbruder Oneplus entstand die Kamera des Oppo Find X8 Pro in Zusammenarbeit mit Hasselblad. Die Hauptkamera bietet 50 Megapixel, eine lichtstarke f/1.6-Blende und optische Bildstabilisierung (OIS). Ergänzt wird sie durch ein 50-Megapixel-Ultraweitwinkelobjektiv (f/2.0), das allerdings auf OIS verzichtet.

Besonders interessant ist das Tele-Duo: Beide Linsen bieten ein Periskop-Objektiv. Das erste verfügt über eine f/2.6-Blende und bietet dreifachen optischen Zoom, während das zweite Periskop-Teleobjektiv mit einer f/4.3-Blende und sechsfachem optischen Zoom ausgestattet ist. Auf der Front sitzt eine 32-Megapixel-Kamera (f/2.4), die solide Selfies liefert.

Die vier Rückkameras liefern durchweg scharfe und detailreiche Aufnahmen mit einem weitreichenden Dynamikumfang. Besonders die Teleobjektive punkten mit hoher Bildqualität und stabilisierten Zoom-Fotos. Die erste Telelinse entfaltet ihre Stärken bei Porträtaufnahmen mit schönem Bokeh sowie auch im Makromodus für Nahaufnahmen per Zoom. Das „lange“ Teleobjektiv hingegen holt weit entfernte Objekte nah heran. Aufnahmen mit zehnfacher Vergrößerung wirken nahezu pixelfrei, selbst bei 30-fach vergrößerten Motiven bleibt das Bildrauschen minimal.

Die Farbwiedergabe ist weitgehend natürlich, bei schwachem Licht tendiert das Oppo allerdings zu einer kühleren Darstellung – viele Konkurrenten neigen in solchen Situationen zu wärmeren Gelbtönen. Alle Linsen bieten die gleiche Auflösung und weichen auch farblich kaum voneinander ab. Nachtaufnahmen gehören jedoch nicht zur absoluten Spitzenklasse. Häufig wirken Bilder unscharf, zudem reduziert die Software beim Entrauschen viele Details.

Selfies sehen gut aus und bieten zwei Brennweiten. Bei schlechten Lichtverhältnissen kommt es jedoch zu leichten Verwacklungen. Das Bokeh im Porträtmodus ist ebenfalls gelungen. Video-Clips sind mit der Hauptkamera sowie der Frontkamera scharf und gut stabilisiert, die Farbwiedergabe wirkt dabei sehr authentisch und naturgetreu. Mit 60 FPS sind Aufnahmen bis zu 4K möglich.

Insgesamt liefert Hasselblad in Zusammenarbeit mit Oppo eine wirklich überzeugende Kamera, die besonders beim Zoomen ihre Stärken ausspielt und sich in diesem Bereich von der Konkurrenz abhebt. Hinzu kommt eine frische, naturgetreue Farbwiedergabe. Einzig bei schwachem Licht schwächelt das Oppo Find X8 Pro im Vergleich zur Konkurrenz.

Oppo Find X8 Pro – Originalaufnahmen

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Ausstattung

Anders als viele High-End-Konkurrenten setzt Oppo nicht auf einen Qualcomm-Chip, sondern auf den Mediatek Dimensity 9400. Vor dem Test gab es leichte Skepsis – doch der Achtkerner liefert beeindruckende Performance. Verantwortlich dafür zeigen sich ausschließlich starke Prozessorkerne. Schwächere, aber stromsparende Kerne gibt es hier nicht.

Besonders die Grafikleistung überzeugt: Im 3Dmark Wild Life Extreme erreicht das Gerät starke 6400 Punkte und liegt damit auf Augenhöhe mit dem Snapdragon 8 Elite. Bei der Effizienz ist im Stresstest von Wilde Life Extreme dafür mit lediglich 50 Prozent Luft nach oben.

Etwas schwächer schneidet das Find X8 Pro im PCmark-Benchmark ab, wo es auf 13.000 Punkte kommt – zum Vergleich: Ein Honor Magic 7 Pro erreicht hier fast 20.000 Punkte. In der Praxis ist das jedoch Jammern auf hohem Niveau. Das Smartphone arbeitet durchweg flott und flüssig, die Performance sollte auch in den kommenden Jahren mehr als ausreichend sein. Insgesamt schlägt der Dimensity 9400 den Snapdragon 8 Gen 3 – kann aber nicht ganz mit dem Snapdragon 8 Elite mithalten. Der Abstand ist allerdings nur gering.

Auch die restliche Ausstattung wird einem Flaggschiff gerecht: 512 GB UFS-4.0-Speicher, 16 GB RAM und moderne Schnittstellen wie Wi-Fi 7, 5G, Bluetooth 5.4, NFC, ein Infrarot-Port sowie ein USB-C-3.2-Anschluss. Ultra-Wideband (UWB) gibt es aber nicht. Eine Erweiterung mittels microSD-Karte ist auch nicht möglich.

Die Ortung per GNSS mit GPS, Glonass, Beidou, QZSS und Navic arbeitet mit einer Genauigkeit von bis zu zwei Metern recht präzise. Die Telefonqualität ist richtig gut, die Lautsprecher liefern soliden Klang. Der Fingerabdruckscanner unter dem Bildschirm reagiert schnell und zuverlässig.

Software

Das Oppo Find X8 Pro läuft mit Color OS 15 auf Basis von Android 15. Zum Testzeitpunkt im März stammt der Sicherheitspatch aus Februar und ist damit noch halbwegs aktuell. Oppo verspricht sechs Jahre Software-Patches (bis 2030) sowie fünf große Updates (bis Android 20). Allerdings mangelt es nicht gerade an Bloatware.

Die Bedienoberfläche erinnert an eine Mischung aus Android und iOS und bietet zahlreiche und detaillierte Anpassungsmöglichkeiten. Das Design der Oberfläche hat uns im Test schnell gefallen. So lässt sich die Menüleiste wahlweise ein- oder zweigeteilt darstellen, und auch die Nutzung eines App-Drawers ist optional. Neben den bekannten Android-Gesten gibt es zusätzliche Funktionen, etwa das Erstellen eines Screenshots durch Wischen mit drei Fingern nach unten. Eine smarte Seitenleiste bietet zudem schnellen Zugriff auf häufig genutzte Apps und Funktionen.

KI-Dienste dürfen heute natürlich nicht fehlen. Oppo setzt dabei auf Google Gemini. Zu den KI-Features gehören das Transkribieren von Audioaufzeichnungen, das Zusammenfassen von Texten. Zusätzlich gibt es noch das Nachschärfen von Fotos, das Entfernen unerwünschter Objekte oder Spiegelungen sowie das Erstellen von Porträts mit exotischen Hintergründen. Auch Googles „Circle to Search“ ist integriert.

Akku

Trotz des schlanken Gehäuses und moderatem Gewicht überrascht das Oppo Find X8 Pro mit einer hohen Akkukapazität von 5910 mAh – ein beachtlicher Wert. Verantwortlich macht sich dafür ein Akku aus Silizium-Kohlenstoff-Verbindungen. Im Test zeigt sich dann auch eine der größten Stärken des Smartphones: Die Laufzeit liegt im simulierten Betrieb zwischen 17 und 19 Stunden. Das ist fast auf dem Niveau eines Outdoor-Smartphones (Bestenlisten) und schlägt die Flaggschiff-Konkurrenz deutlich. Ein Tag Nutzung ist problemlos möglich, und bei moderater Beanspruchung sind auch zwei Tage ohne Steckdose realistisch.

Per Kabel lädt das Find X8 Pro mit bis zu 80 Watt über Supervooc, zudem wird Power Delivery unterstützt. Mit einem 120-Watt-Netzteil (PD 3.0) von Ulefone dauerte eine vollständige Ladung im Test knapp über eine Stunde. Kabelloses Laden ist mit bis zu 50 Watt möglich, allerdings nur mit einer proprietären Airvooc-Ladeschale.

Preis

Die UVP von 1200 Euro zum Marktstart Ende des letzten Jahres war zunächst recht hoch. Zwischendurch war der Preis auf knapp unter 800 Euro gefallen.

Fazit

Das Oppo Find X8 Pro hat uns im Test positiv überrascht und stellt eine spannende sowie vor allem günstigere Alternative im hochpreisigen Flagship-Bereich dar. Der neue Mediatek-Chip beeindruckt mit starker Grafikleistung. Die Kamera mit gleich zwei Periskop-Telelinsen ist ein Traum für Fans von Zoom- und Porträtfotos. Lediglich bei Nachtaufnahmen kann das Oppo Find X8 Pro nicht ganz mit der Konkurrenz von Samsung, Google, Xiaomi und Honor mithalten.

Besonders bemerkenswert ist die Akkulaufzeit des fast 6000 mAh starken Kohlenstoff-Akkus – und das in einem vergleichsweise schlanken Smartphone. Gut zwei Tage hält das Gerät locker durch, bei starker Nutzung zumindest den ganzen Tag. Auch das Display sowie die Bedienoberfläche Color OS haben uns gut gefallen. Für zukünftige Updates ist mit fünf Android-Versionen und sechs Jahren Sicherheits-Patches gesorgt. Weniger gelungen ist hingegen der Auslöser-Button rechts unten – hier hätte eine etwas besser platzierte und fühlbare Taste den Bedienkomfort erhöht.

Wer keine rekordverdächtigen Benchmark-Ergebnisse benötigt und vor allem an Tagesaufnahmen mit weit entfernten Objekten interessiert ist, wird mit dem Oppo Find X8 Pro bestens bedient. Aktuell ist es für uns sogar so etwas wie ein Geheimtipp!

Das Oppo Find X8 Pro haben die Kollegen vom c’t Magazin ebenfalls getestet.

Samsung Galaxy S25 Ultra

 Wie immer ein erstklassiges Smartphone

Das Samsung Galaxy S25 Ultra wirkt auf den ersten Blick nicht revolutionär neu, bietet im Detail aber starke Verbesserungen. Mehr dazu im Test.

VORTEILE

  • Top-Performance
  • lange Akkulaufzeit
  • exzellente Kamera
  • hervorragendes Display
  • 7 Jahre Sicherheits-Updates

NACHTEILE

  • teuer
  • S-Pen ohne Bluetooth
  • keine Speichererweiterung möglich
  • wenig Innovationen

Samsung Galaxy S25 Ultra im Test: Wie immer ein erstklassiges Smartphone

Das Samsung Galaxy S25 Ultra wirkt auf den ersten Blick nicht revolutionär neu, bietet im Detail aber starke Verbesserungen. Mehr dazu im Test.

Samsung hat sein neues Flaggschiff-Handy vorgestellt. Neben dem Apple iPhone gehört die Galaxy-S-Reihe zu den meist erwarteten Smartphone-Neuheiten des Jahres. Große Änderungen gibt es auf den ersten Blick wenig, doch im Detail hat sich einiges getan.

Das Galaxy S25 Ultra setzt auf den leistungsstarken Snapdragon 8 Elite von Qualcomm. Die Kamera erhält ein neues 50-Megapixel-Weitwinkelobjektiv. Samsung integriert zudem seine KI-Features noch tiefer in das Smartphone und System. Optisch bleibt das Ultra-Modell der Designsprache der Reihe treu – mit einem kantigen Gehäuse, rechteckigen Seiten und abgerundeten Ecken. Ob es das beste Android-Smartphone des Jahres ist, klären wir im Test.

Design

Samsung passt das Ultra-Modell stärker an die restliche Galaxy-S-Serie an. Die Ecken sind nun sanfter abgerundet, wodurch das Smartphone angenehmer in der Hand liegt. Gleichzeitig ist der Rahmen kantiger und rechteckiger als beim Vorgänger. Dadurch lässt sich das S25 Ultra auf den ersten Blick kaum vom S25+ unterscheiden. Es wirkt jedoch in unseren Augen jetzt eleganter und weniger klobig als sein Vorgänger.

Die Verarbeitung des Titanrahmens ist erstklassig und vermittelt hohe Wertigkeit. Ein stilistischer Bruch zeigt sich beim S-Pen: Er verschwindet zwar nahtlos im Gehäuse, wirkt mit seiner hellgrauen Kunststoff-Optik aber weniger hochwertig als der Rest des Designs.

Mit 162,8 × 77,6 × 8,2 mm bleibt das S25 Ultra nahezu unverändert, ist aber mit 219 g rund 10 g leichter und minimal dünner als zuvor. Auf der Rückseite kommt Gorilla Glass Victus 2 zum Einsatz. Zudem ist das Smartphone nach IP68 gegen Staub und Süßwasser bis in eine Tiefe von 1,5 m für 30 Minuten geschützt – nicht jedoch gegen Salzwasser, Chlor, Seifenlauge oder heiße Flüssigkeiten. Wichtig: Der SIM-Kartenhalter muss fest verschlossen sein, um Wassereintritt zu verhindern.

Samsung Galaxy S25 Ultra - Bilderstrecke

Samsung Galaxy S25 Ultra

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Samsung Galaxy S25 Ultra

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Samsung Galaxy S25 Ultra

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Samsung Galaxy S25 Ultra

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Samsung Galaxy S25 Ultra

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Samsung Galaxy S25 Ultra

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Samsung Galaxy S25 Ultra

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Display

Wie beim Vorgänger setzt Samsung auf ein flaches Display – ideal für die Nutzung des S-Pen. Der Displayrand wurde weiter verschlankt, wodurch die Diagonale von 6,8 auf 6,9 Zoll wächst. Die 3120 × 1440 Pixel Auflösung sorgt für ein gestochen scharfes Bild mit 499 PPI. Dank einer adaptiven Bildwiederholrate von 1 bis 120 Hz bleibt das Bild flüssig, während der Energieverbrauch optimiert wird.

Neu ist der Schutz durch Corning Gorilla Armor 2, das noch widerstandsfähiger sein soll und Reflexionen reduziert. Samsung verspricht, dass das Display Stürze aus einer Höhe von 2,2 m auf harten Untergrund übersteht. Wir haben es nicht übers Herz gebracht, das wirklich zu testen.

Mit einer maximalen Helligkeit von 2600 Nits bleibt das Display auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar. Die Reflexionsminderung durch Gorilla Armor 2 ist spürbar, verhindert Spiegelungen aber nicht vollständig.

Kamera

Das Setup belässt Samsung bei der Quad-Kamera und zwei Telelinsen nahezu gleich. Samsung hat primär bei der Weitwinkellinse nachgebessert, die jetzt mit bis zu 50 Megapixel auflöst. Üblicherweise fasst sie per Pixel-Binning vier Bildpunkte zu einem zusammen. Dazu kommt die potente 200-Megapixel-Linse (f/​1.7) mit optischer Bildstabilisierung (OIS) sowie eine Periskop-Telelinse mit 50 Megapixel, OIS und ein weites Teleobjektiv mit 10 Megapixeln (f/​2.4) und OIS. Für Selfies kommt erneut eine 12-Megapixel-Linse (f/2.2.) zum Einsatz.

Die Hauptlinse liefert schon wie die Vorgänger exzellente und scharfe Aufnahmen bei Tag, mit ausgeprägten Bilddetails und einem weiten Dynamikumfang. Farben und Kontraste wirken sehr naturgetreu. Auch bei Dunkelheit gelingen gute Fotos mit einem effektiv aufhellendem Nachtmodus. Bildrauschen hält sich in Grenzen, Details sind meistens gut erkennbar, auch wenn Aufnahmen etwas verwaschen wirken. Lediglich eine Aufnahme des Sternenhimmels wollte in der Großstadt nicht so recht gelingen.

Beide Telelinsen liefern ab, wobei Fotos mit der Periskop-Telelinse bei fünffacher Vergrößerung detaillierter sind als mit der einfachen Telelinse bei dreifachem Zoom. Auch bei zehnfachem Hybrid-Zoom sind Aufnahmen noch ausreichend scharf. Aufnahmen mit dem Weitwinkelobjektiv weichen farblich nicht von der Hauptlinse ab und bieten jetzt deutlich mehr Details als beim S24 Ultra. Einen expliziten Makromodus gibt es an sich nicht, aber mit der Weitwinkellinse gelingen jetzt bessere Nahaufnahmen. Auch an den Selfies ist nichts auszusetzen. Videoaufnahmen sehen ebenfalls klasse und hervorragend stabilisiert aus.

Samsung Galaxy S25 Ultra - Originalaufnahmen

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Ausstattung

Mit dem Snapdragon 8 Elite kommt der beste Prozessor von Qualcomm zum Einsatz. Der Zusatz „for Galaxy“ verdeutlicht, dass er für Samsung optimiert wurde. Die Performance ist grandios – bis zu 6800 Punkte bei Wild Life Extreme von 3Dmark sowie 20.000 Punkte bei PCmark sind eine Ansage. Das Galaxy S25 Ultra reagiert immer flott, egal ob beim Gaming oder produktiven Tätigkeiten. Die Reserven dürften auch noch auf Jahre hinaus ausreichen. Luft nach oben ist lediglich bei der Effizienz, die beim Stress-Test von Wild Life Extreme nur auf etwa 51 Prozent kommt.

Der Arbeitsspeicher beträgt immer 12 GB RAM. Als interner Speicher stehen jeweils 256 GB, 512 GB oder 1 TB zur Auswahl – und zwar in der schnellen Variante UFS 4.0. Eine Speichererweiterung ist aber nicht möglich. Auch die Schnittstellen arbeiten nach neuesten Standards mit Bluetooth 5.4, NFC, UWB, Wi-Fi 7, 5G sowie USB-C 3.2. Zur Ortung nutzt das Gerät GPS, Glonass, Beidou und Galileo mit einer Genauigkeit von rund 3 m laut GPS-Test.

Die Sprachqualität beim Telefonieren ist gut, die Stimmen der Teilnehmer jeweils deutlich zu verstehen – ein kleines Rauschen ist gelegentlich zu vernehmen, was aber auch an der Netzqualität am Standort liegen könnte. Die Soundqualität der Lautsprecher ist ebenfalls überzeugend und liefert einen sehr klaren Klang.

Der Fingerabdruckleser sitzt unter dem Bildschirm im unteren Drittel und arbeitet schnell und verlässlich. Die Entsperrung per Gesichtserkennung ist möglich, aber weniger sicher, da hier nur 2D-Technologie zum Einsatz kommt. Einen kleinen Rückschritt gibt es beim S-Pen. Dieser unterstützt kein Bluetooth mehr, eignet sich folglich auch nicht mehr als Fernsteuerung für den Fotoauslöser.

Software

Das Galaxy S25 Ultra wird bereits mit Android 15 und One UI 7 ausgeliefert. Der Sicherheits-Patch stammt zum Testzeitpunkt im Januar aus dem Dezember. Vorbildlich ist Samsung bei den Updates: Mittlerweile können Käufer mit 7 Jahren Software-Support sowie sieben Android-Versionen rechnen. Vermutlich überdauert damit die Software in den meisten Fällen die Hardware.

Augenmerk des S25 Ultra ist die noch tiefere und App-übergreifende Integration der KI. Besonders spannend sind die neuen „AI Agents“, die App-übergreifende Aufgaben erledigen. So ersetzt Googles Gemini weitgehend Samsungs Bixby und führt komplexe Befehle aus, etwa das Suchen von Sport-Events, das Erstellen von Kalendereinträgen und das Versenden von Nachrichten. So kann man das Gerät bitten, die nächsten fünf Spiele einer Fußballmannschaft direkt im Kalender zu hinterlegen. Bixby verschwindet allerdings nicht ganz, das kann etwas verwirrend sein.

Weitere KI-Funktionen umfassen die sprachbasierte Suche in den Einstellungen und Fotos sowie „AI Select“ zum automatischen Zuschneiden von Bildschirminhalten. „Circle-to-Search“ erkennt nun auch Musik aus Filmen oder von Nutzern gesungene oder gesummte Titel – letzteres nicht immer perfekt. Aber Shazam kann man sich jetzt schenken. Samsung hat sich zudem praktische Features für die Bedienoberfläche überlegt: Ein KI-Briefing bietet tägliche Zusammenfassungen von Wetter, Terminen und Verkehr, während die neue „Now Bar“ Live-Widgets mit nützlichen Informationen, etwa der laufenden Stoppuhr, direkt auf dem Startbildschirm anzeigt.

An Bord ist ferner ein KI-gestütztes Zeichen-Feature. Man kritzelt mit dem S-Pen auf den Bildschirm, und die KI versucht daraus eine Zeichnung oder ein Gemälde zu erstellen. Zumindest als moderne Kunst könnten die Ergebnisse des Autors dieses Textes durchgehen. Außerdem gibt es den bekannten Radierer, mit dem sich Objekte aus Bildern entfernen oder verschieben lassen.

Der Dolmetscher ist ebenfalls praktisch, zeigt aber noch Schwächen der Vorgängermodelle. So dauert die Live-Übersetzung bei Telefonanrufen relativ lange und funktioniert im Test beispielsweise mit Polnisch nicht besonders gut. Richtig gut ist der Audioradierer: Dieses Feature entfernt Hintergrundgeräusche aus Videoaufnahmen, etwa das Rauschen des.

Akku

Der 5000-mAh-Akku des Galaxy S25 Ultra hält im Battery Test von PCmark starke 15 Stunden durch – ein hervorragender Wert. Im Alltag sind damit bis zu zwei Tage möglich, unter hoher Last ein voller Tag. Geladen wird mit maximal 45 Watt, was für Samsung ausgesprochen viel ist. Die chinesische Konkurrenz lädt hier aber bis zu dreimal so schnell. In einer Stunde ist der Akku voll, von 20 auf 100 Prozent dauert es 45 Minuten. Kabelloses Laden wird mit bis zu 15 Watt ebenfalls unterstützt.

Preis

Das Samsung Galaxy S25 Ultra startet mit einer nahezu identischen UVP: Das Modell mit 256 GB beginnt bei 1449 Euro, während die Version mit 1 TB bei 1809 Euro liegt. Obwohl der offizielle Verkaufsstart erst am 7. Februar erfolgt, gibt es bereits jetzt attraktive Angebote. Mit 256 GB bekommt man das S25 Ultra für 899 Euro. Die 512-GB-Version ist breits ab 999 Euro erhältlich. Bei 1 TB sind es mindestens 1269 Euro.

Interessierte sollten zum Verkaufsstart auf gute Deals mit Trade-In-Optionen achten. Beim Eintausch eines alten Smartphones gibt es oft einen zusätzlichen Rabatt. Das Samsung Galaxy S25 Ultra ist in den Farben Titanium Silverblue, Titanium Gray, Titanium Black und Titanium Whitesilver erhältlich. Zudem gibt es exklusive Sondereditionen in Titanium Jetblack, Titanium Jadegreen und Titanium Pinkgold, die nur online bei Samsung verfügbar sind. Spannend sind hier die Bundles mit den Galaxy Buds 3, den Galaxy Buds 3 Pro oder der Galaxy Watch 7.

Fazit

Ohne Zweifel ist das Samsung Galaxy S25 Ultra das beste Samsung-Smartphone und vielleicht auch derzeit das beste Android-Handy auf dem Markt. Große Änderungen gibt es auf den ersten Blick nicht, das an die Reihe angepasste Design hat uns aber hervorragend gefallen. Der Prozessor bietet enorm viel Power und an der Kamera kam es ohnehin wenig auszusetzen. Zudem baut Samsung konsequent seine KI-Services aus, auch wenn diese nicht immer ausgreift sind und für uns auch kein primäres Kaufargument liefern – die Hardware schon.

Die Konkurrenz ist allerdings sehr dicht auf den Fersen und in Teilbereichen sogar stärker. Speziell für Samsung spricht aber neben der Qualität der gute Software-Support. Wer ein Galaxy S24 Ultra hat, wird kaum einen Grund haben zu kaufen, aber für Besitzer älterer Smartphones ist das S25 Ultra ein Top-Flaggschiff.

Google Pixel 10

 Dank Triple-Kamera fast so gut wie das Pro

Das Google Pixel 10 erhält nun eine Telelinse und schnelle Qi2-Magnetladung. Das kompakte Flaggschiff kommt zudem mit Tensor G5 und verbesserter Kamera.

VORTEILE

  • endlich Telelinse mit 5x optischem Zoom
  • Pixelsnap-Magnetfunktion für Zubehör
  • exzellente Kamera mit natürlichen Hauttönen
  • helles Display mit über 2000 cd/m²
  • 7 Jahre Android-Updates garantiert

NACHTEILE

  • Gaming-Performance schwächer als Snapdragon-Konkurrenz
  • moderate Ladegeschwindigkeiten (29 W)
  • Weniger Features als Pixel 10 Pro

Smartphone Google Pixel 10 im Test: Dank Triple-Kamera fast so gut wie das Pro

Das Google Pixel 10 erhält nun eine Telelinse und schnelle Qi2-Magnetladung. Das kompakte Flaggschiff kommt zudem mit Tensor G5 und verbesserter Kamera.

Das Google Pixel 10 markiert einen Wendepunkt für Googles Smartphone-Reihe. Erstmals erhält das Basis-Modell eine Telelinse mit fünffachem optischem Zoom, während das neue Pixelsnap Qi2-Laden und magnetisches Zubehör ermöglicht. Mit dem Tensor G5-Prozessor, Android 16 und verbesserter KI-Integration positioniert sich das Pixel 10 als kompakte Alternative zu Samsung Galaxy S25, iPhone 16 und Honor Magic 7 Pro. Die UVP von 899 Euro ist bereits nach weniger als 4 Wochen auf 720 Euro (Bestpreislink) gefallen. Ob die Neuerungen überzeugen und wie sich das 6,3-Zoll-Smartphone gegen die Konkurrenz schlägt, klärt dieser Test.

Design und Verarbeitung

Das Google Pixel 10 bleibt der bewährten Designsprache der Pixel-Reihe treu, bringt aber sinnvolle Neuerungen mit. Das kompakte 6,3-Zoll-Smartphone setzt auf ein flaches Actua-OLED-Display mit abgerundeten Ecken und ein robustes Aluminiumgehäuse. Verfügbar ist es in den Farben Indigo, Frost, Lemongrass und Obsidian. Auffällig ist das polierte Rückglas mit Satin-Finish, das sich vom Pixel 10 Pro unterscheidet – dieses hat mattes Glas mit poliertem Rahmen, während das Standard-Modell polierten Rahmen mit mattem Rahmen kombiniert.

Die Variante Frost zeigt sich überraschend unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken und erscheint in der Realität eher wie ein blasses Lavendel statt des auf Online-Bildern erwarteten Grautons. Eine wichtige Neuerung ist der in der Gehäuserückseite integrierte Pixelsnap-Magnetring, der kompatibles Zubehör magnetisch am Gerät hält. Diese Funktion war bisher iPhone-Nutzern vorbehalten, allerdings war sie auch schon vorher mit entsprechenden Hüllen mit Magneten nutzbar. Ebenfalls neu gestaltet sind Lautsprecher und Mikrofon, die nun symmetrisch neben dem USB-C-Port angeordnet sind.

Die Verarbeitung mit Gorilla Glass Victus 2 vorn und hinten sowie IP68-Schutz gegen Wasser und Staub entspricht Flaggschiff-Standard. Google gewährt wie beim Pixel 9 sieben Jahre Updates bis 2032. Kritikpunkt: Staub sammelt sich in den Ritzen des Kameramoduls.

Display: Wie gut ist der Bildschirm des Google Pixel 10?

Das 6,3-Zoll-Actua-OLED-Display des Pixel 10 überzeugt mit scharfer Full-HD+-Auflösung (1080 × 2424 Pixel) und flüssiger 120-Hz-Bildwiederholrate mit HDR-Support. Beeindruckend ist die Helligkeit: Tests der c't zeigen Werte von über 2000 cd/m² im HDR-Modus, punktuell sogar bis zu 2600 cd/m². Damit bleibt der Bildschirm auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar.

Im Vergleich zum Pixel 10 Pro verzichtet das Standard-Modell auf LTPO-Technik für variable Bildwiederholraten von 1 bis 120 Hz und die höhere 1,5K-Auflösung. Das Pro-Modell bietet zudem ein helleres Super Actua Display mit bis zu 3000 cd/m² HDR-Helligkeit. Für den Alltag reicht die Full-HD+-Darstellung des Standard-Modells aber völlig aus. Die neue Actua-360-Technologie verbessert die Ablesbarkeit aus verschiedenen Blickwinkeln, während die Anti-Reflex-Beschichtung störende Spiegelungen reduziert.

Kamera: Wie gut sind Fotos mit dem Google Pixel 10?

Die größte Neuerung des Pixel 10 ist die erstmals integrierte Telelinse. Das Kamera-Setup besteht aus einer 48-MP-Hauptkamera (f/1.7), einer 13-MP-Ultraweitwinkelkamera (f/2.2) und der neuen 10,8-MP-Telelinse mit fünffachem optischem Zoom (f/3.1). Für Selfies steht eine 10,5-MP-Frontkamera zur Verfügung. Alle Kameras unterstützen 4K-Videoaufnahmen mit verbesserter Stabilisierung.

Die Bildqualität setzt Maßstäbe in der Pixel-Reihe. Besonders bei Porträts überzeugen die natürlichen Hauttöne und der breite Dynamikumfang, was für viele kaufentscheidend sein dürfte. Die Hauptkamera liefert auch bei schwachem Licht exzellente Ergebnisse, während die Telelinse endlich echten optischen Zoom ermöglicht. Digital sind beim Standard-Modell bis zu 20-fache Vergrößerungen möglich, die ordentliche Ergebnisse liefern.

Das Pixel 10 Pro bietet erweiterte Funktionen wie Pro Res Zoom mit 100-fachem Zoom dank KI, Camera Coach für Fototipps und erweiterte KI-Edits in der Fotos-App. Nachtaufnahmen gehören traditionell zu den Stärken der Pixel-Kameras und überzeugen auch beim Pixel 10 mit detailreichen, rauscharmen Bildern.

Google Pixel 10 Fotos

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Hardware: Wie stark ist das Google Pixel 10?

Das Google Pixel 10 setzt auf den neuen Tensor G5-Prozessor, der speziell für KI-Aufgaben und Gemini Nano optimiert wurde. Unterstützt wird der Chip von 12 GB RAM und wahlweise 128 GB oder 256 GB internem Speicher. Das Pixel 10 Pro bietet dagegen 16 GB RAM, den gleichen Chip und eine bessere Wärmeableitung. In Antutu-Benchmarks erreicht das Pixel 10 mit 3325 Punkten bessere Werte als der Vorgänger mit Tensor G4.

Für alltägliche Aufgaben bietet der Tensor G5 eine gute Alltagsleistung mit stabiler Performance. Bei anspruchsvollen Spielen kann er jedoch nicht mit aktuellen Snapdragon-Chips mithalten und bleibt schwächer als die aktuelle Konkurrenz. Die weitere Ausstattung entspricht modernen Standards: USB-C 3.2, NFC, Bluetooth 5.4 und 5G-Unterstützung sind selbstverständlich. Für die meisten Nutzer dürfte die gebotene Leistung völlig ausreichen.

Software

Das Google Pixel 10 wird als erstes Smartphone mit Android 16 ausgeliefert und profitiert von Googles Update-Garantie über sieben Jahre bis 2032. Material 3 Expressive bringt verbesserte Designs mit, während die tiefe Gemini-Integration natürliche Sprachinteraktion ermöglicht. Besonders praktisch sind Gemini Live-Integration, Magic Cue für App-übergreifende Informationen und die neue Satelliten-Kommunikation, die bereits von der Pixel Watch bekannt ist.

Das Pixel 10 Pro bietet erweiterte KI-Funktionen wie Auto Best Take und Performance Advisor, die dem Standard-Modell fehlen. Auch die Dolmetscher-Funktion, die einen in Telefonaten in seiner eigenen Stimme eine andere Sprache sprechen lässt, bleibt den Pro-Geräten vorbehalten. Die Software läuft flüssig und nutzerfreundlich. Die KI-Funktionen beschränken sich nicht nur auf die Kamera, sondern durchziehen das gesamte System und bieten echten Mehrwert im Alltag.

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Akku: Wie lange hält das Google Pixel 10 durch?

Der 4970-mAh-Akku des Pixel 10 zeigt in Tests der c't solide Laufzeiten bei 200 cd/m² Helligkeit: 10,6 Stunden bei lokal gespeicherten 4K-Videos mit 120 fps, 18,5 Stunden beim YouTube-Streaming über WLAN, 13,6 Stunden über 5G und 16,6 Stunden beim Gaming mit Asphalt 8 in Dauerschleife. Diese Werte ermöglichen problemlos einen vollen Tag intensiver Nutzung.

Interessant ist der Vergleich zu den anderen Modellen: Das Pixel 10 Pro hat mit 4870 mAh weniger Kapazität, während das Pixel 10 Pro XL auf 5200 mAh kommt. Geladen wird mit bis zu 29 Watt über Kabel und 15 Watt drahtlos. Die Pixelsnap-Technik unterstützt Qi2-kabelloses Laden mit bis zu 15 Watt. Im Vergleich zur Konkurrenz sind die Ladegeschwindigkeiten moderat, für den Alltag aber ausreichend.

Preis

Das Google Pixel 10 kostet in der UVP 899 Euro. Mittlerweile ist der Preis mit 128 GB auf 553 Euro gefallen. Mit 256 GB sind es 739 Euro.

Fazit

Das Google Pixel 10 ist eine gelungene Weiterentwicklung der Pixel-Reihe. Die endlich integrierte Telelinse, die praktische Pixelsnap-Magnetfunktion und das helle Display machen es zu einem richtig guten Kompakt-Smartphone. Besonders die Kamera überzeugt mit natürlichen Farben und exzellenten Nachtaufnahmen. Android 16 und die tiefe KI-Integration setzen Software-Maßstäbe. Der starke Preisverfall von der UVP 899 Euro auf aktuell 720 Euro (Bestpreislink) nach wenigen Wochen macht es noch attraktiver.

Schwächen zeigt das Pixel 10 bei der Gaming-Performance und den Ladegeschwindigkeiten. Für Nutzer, die Wert auf Kamera-Qualität, saubere Software und lange Update-Unterstützung legen, ist es dennoch eine hervorragende Wahl.

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