Thailand: Konservative Bhumjaithai-Partei gewinnt Parlamentswahl in Thailand

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Die Partei des thailändischen Ministerpräsidenten Anutin Charnvirakul liegt überraschend bei der Parlamentswahl vorn. Eine Mehrheit will zudem eine Verfassungsreform.

8. Februar 2026, 18:49 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP, Reuters,

Bei der Parlamentswahl in Thailand liegt überraschend die konservative Partei Bhumjaithai von Ministerpräsident Anutin Charnvirakul vorn. Nach Angaben der Wahlkommission kommt die Partei nach Auszählung von etwa 80 Prozent der Stimmen auf rund 200 der insgesamt 500 Sitze im Repräsentantenhaus. 

Anutin teilte mit, sein Wahlsieg gehöre "allen Thailändern, egal ob ihr für uns gestimmt habt oder nicht". Die größte Oppositionspartei und lange als Favorit gehandelte Volkspartei erreichte zunächst etwa 100 Mandate und gestand ihre Niederlage ein. In Umfragen vor der Wahl hatte die Volkspartei noch vor der Bhumjaithai-Partei gelegen. 

Auf dem dritten Platz landete den Prognosen zufolge die Pheu-Thai-Partei des inhaftierten Ex-Regierungschefs Thaksin Shinawatra. Keine Partei bekam demnach eine absolute Mehrheit. Deshalb könnten schwierige Koalitionsverhandlungen folgen. Die Wahl galt für Thailand als richtungsweisend und als eine der bedeutendsten Abstimmungen in der jüngeren Geschichte des Landes. 

So fand erstmals parallel zur Parlamentswahl ein Referendum statt. Dabei ging es nicht um konkrete Inhalte, sondern um die grundsätzliche Frage, ob ein Prozess zur Ausarbeitung einer neuen, demokratischeren Verfassung eingeleitet werden soll. Nach vorläufigen Ergebnissen stimmte eine deutliche Mehrheit der Wählerinnen und Wähler für eine solche Reform.

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