Südsudan: Millionen Menschen im Südsudan brauchen dringend Lebensmittelhilfen

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Im von Gewalt zerrütteten Südsudan leiden mehr als sieben Millionen Menschen an Hunger. Helfern bleibt wenig Zeit, um Lebensmittel in die betroffenen Gebiete zu bringen.

Quelle: DIE ZEIT, AFP, 30. Mai 2026, 5:27 Uhr

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 Im Bundesstaat Jonglei ist die Lage für die Menschen besonders schlimm. (Bild vom 16.Februar 2026)
Im Bundesstaat Jonglei ist die Lage für die Menschen besonders schlimm. (Bild vom 16.Februar 2026) © LUIS TATO/​AFP via Getty Images

Im Südsudan sind nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als sieben Millionen Menschen auf sofortige Lebensmittelhilfen angewiesen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung des Landes brauchen »dringend Nahrungsmittelhilfen«, sagte die beim Welternährungsprogramm (WFP) für den Südsudan zuständige Direktorin Mutinta Chimuka. »Die Situation ist kritisch und erfordert sofortige Aufmerksamkeit, um Menschenleben zu retten«, fügte sie hinzu.

Besonders brisant sei die Situation im Bundesstaat Jonglei. Dort litten hunderttausende Menschen unter »katastrophalem Hunger«, sagte Chimuka. Etwa 12.000 von ihnen befänden sich derzeit in einer »äußerst kritischen Phase« der Ernährungsunsicherheit. »Besonders besorgniserregend ist der starke Anstieg starker Unterernährung bei Kindern unter fünf Jahren und stillenden Müttern«, sagte Chimuka.

In der umkämpften Stadt Akobo konnte das WFP den Angaben zufolge mehr als 60.000 Menschen mit Nahrungsmitteln versorgen. Allerdings könnte die einsetzende Regenzeit den Transport von Hilfsgütern bald unmöglich machen. »Das Zeitfenster ist wirklich sehr, sehr eng«, sagte Chimuka. Das WFP benötige rund 227 Millionen Euro um weiter Hilfe leisten zu können.

Der Südsudan hatte sich 2011 vom Sudan abgespalten. Zwischen Anhängern des Präsidenten Salva Kiir und jenen von Vizepräsident Riek Machar herrscht seit Jahren ein Konflikt, der in den vergangenen Monaten wieder aufgeflammt war. Ein 2018 geschlossenes Friedensabkommen, das einen fünfjährigen Bürgerkrieg mit rund 400.000 Todesopfern beendet hatte, ist Anfang des Jahres gescheitert.

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