Sturm auf US-Kapitol: Tote Randaliererin Ashli Babbitt bekommt Begräbnis mit vollen Militärehren

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In bestimmten Online-Zirkeln wird Ashli Babbitt als Heldin gefeiert. Am 6. Januar 2021 war sie beim Sturm auf das US-Kapitol ums Leben gekommen. Die damals 35-jährige Babbitt versuchte, durch die eingeschlagene Scheibe einer Tür nahe dem Plenarsaal im Repräsentantenhaus zu steigen. Ein Polizist gab daraufhin einen tödlichen Schuss auf sie ab. Nun wird bekannt: Babbitt bekommt ein Begräbnis mit vollen Militärehren.

Das geht aus einem Brief der U.S. Air Force an die Familie der Verstorbenen hervor, aus dem unter anderem der Sender CNN zitiert . Darin schreibt der Offizielle Matthew Lohmeier: »Nachdem ich die Umstände von Ashlis Tod betrachtet habe, und dank der zusätzlichen Informationen der letzten Zeit, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die vorherige Einschätzung falsch war.«

Damit bezieht sich Lohmeier auf eine Entscheidung aus der Regierungszeit von US-Präsident Joe Biden, laut der Babbitt die posthume Würdigung nicht zusteht. Darüber hinaus lädt Lohmeier die Familie ins Pentagon ein, um persönlich sein Beileid auszusprechen. Babbitt war Luftwaffenveteranin.

Im Mai hatte die Regierung der Familie fast fünf Millionen US-Dollar (4,4 Millionen Euro) als Entschädigung zugestanden. US-Präsident Donald Trump spricht immer wieder über Babbitts Tod und nennt sie eine »unschuldige, wunderbare, unglaubliche Frau«. Die Anhänger des Rechtspopulisten feiern sie bis heute als.

Viele Verletzte und mehrere Tote bei Angriff

Trump hatte an seinem ersten Tag im Amt in diesem Januar mehr als 1500 Kapitalangreifer per Dekret begnadigt. Unter ihnen waren Gewalttäter, die Polizisten brutal niedergeprügelt hatten, und prominente Rechtsradikale, die den Angriff aus der Ferne mit orchestriert hatten.

Der Trump-Mob hatte 2021 den Kongress gestürmt, nachdem Trump Biden Wahlbetrug vorgeworfen hatte. Bei der Gewalt wurden rund 140 Polizisten verletzt und Büros verwüstet, zahlreiche Abgeordnete versteckten sich in Todesangst vor den Schlägern.

Infolge der Krawalle waren mehrere Menschen ums Leben gekommen. Darunter waren die Randaliererin Babbitt und ein Polizist, der einen Tag nach dem Einsatz zusammenbrach und starb. Gerichtsmedizinern zufolge erlitt er einen Schlaganfall. Ein Zusammenhang mit den Ereignissen am Kapitol wurde jedoch nicht ausgeschlossen.

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