Studie für den Paritätischen Gesamtverband: Große Unterschiede bei Sozialtickets für Nahverkehr

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Mal günstig, mal teuer, oft gar nicht vorhanden: Bei Sozialtickets für den öffentlichen Nahverkehr gibt es einer Studie zufolge in Deutschland große Unterschiede. Nur in etwa der Hälfte aller Landkreise und Kommunen ist so ein Fahrschein überhaupt zu bekommen, wie die Untersuchung der Technischen Universität Hamburg für den Paritätischen Gesamtverband zeigt. Die Preisspanne ist dabei enorm: In Würzburg kostet das vergünstigte Deutschlandticket 15 Euro im Monat, in Magdeburg liegt es mit 53 Euro nur knapp unter dem regulären Preis von 58 Euro.Der Untersuchung zufolge bieten drei Bundesländer - Hamburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen - Bürgerinnen und Bürgern mit wenig Geld ein Deutschlandticket zum Sozialtarif an. Hinzu kommen 28 Kommunen in verschiedenen anderen Bundesländern. In 243 der 497 deutschen Landkreise und Kommunen werden demnach gar keine Sozialtarife angeboten. In städtischen Gebieten gibt es sie vergleichsweise häufig, Menschen in ländlichen Gebieten haben oft das Nachsehen. „Der Flickenteppich bei Sozialtickets verschärft soziale Ungleichheiten“, kritisierte die Geschäftsführerin des Paritätischen Gesamtverbands, Katja Kipping. Sie forderte ein bundesweit einheitliches „Deutschlandticket Sozial“ für 25 Euro im Monat. Zur Finanzierung sollte laut Kipping Geld genutzt werden, das derzeit in klimaschädliche Subventionen im Verkehr fließt.

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