Eine eigene Wohnung ist für viele junge Menschen keine Option. Besonders junge Männer wohnen länger bei den Eltern als Frauen. In Finnland und Kroatien ist das anders.
Quelle: DIE ZEIT, AFP, dpa, bam Aktualisiert am 1. Juli 2026, 10:54 Uhr
Etwa ein Drittel der 25-Jährigen in Deutschland hat im vergangenen Jahr noch bei ihren Eltern gewohnt. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, lebten im Jahr 2025 rund 30 Prozent noch zu Hause. Damit stieg der Anteil leicht. In den Jahren 2022 bis 2024 waren es 28 Prozent gewesen.
Söhne leben demnach deutlich länger zu Hause als Töchter. Bei den Männern waren 36 Prozent mit 25 Jahren noch nicht ausgezogen, bei den Frauen waren es nur 23 Prozent. Dieser Geschlechtsunterschied bleibt auch bei Älteren bestehen. Unter den 30-Jährigen wohnten demnach noch 13 Prozent der Männer und sieben Prozent der Frauen im Elternhaus, bei den 40-Jährigen waren es fünf Prozent beziehungsweise zwei Prozent.
Die meisten jungen Erwachsenen, die noch zu Hause leben, sind laut dem Bundesamt erwerbstätig. In der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen trifft dies auf 77 Prozent zu. Davon arbeiten 80 Prozent in Vollzeit, 20 Prozent in Teilzeit. Sechs Prozent sind erwerbslos.
Unterschiede im EU-Vergleich
Im europäischen Vergleich verlassen junge Erwachsene in Deutschland nach Berechnungen der EU-Statistikbehörde Eurostat ihr Elternhaus tendenziell jedoch früher. Das durchschnittliche Auszugsalter in Deutschland lag 2025 bei 24,1 Jahren. Im EU-Schnitt waren es 26,3 Jahre. Außerdem zogen Frauen, den Eurostat-Daten zufolge, im EU-Durchschnitt mit 25,5 Jahren aus und Männer mit 27,2 Jahren.
Demnach ziehen junge Menschen in Nordeuropa besonders früh aus und deutlich später in süd- und osteuropäischen Staaten. In Finnland war das durchschnittliche Alter mit 21,3 Jahren demnach am niedrigsten. Am höchsten sei es 2025 mit 31,5 Jahren in Kroatien gewesen.

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